Alternativen zum Comer See: die romantischen und ruhigen Seen Norditaliens
Fünf Seen zwischen Piemont und Lombardei als Alternative zum Comer See: Dörfer, Einsiedeleien und romantische Routen fernab des Trubels von Bellagio.
Foto: get directly down (CC BY 4.0) — Flickr
Wer eine Alternative zum Comer See sucht, hat mit Sicherheit kein Wasserproblem: In Norditalien gibt es davon reichlich. Das eigentliche Problem sind die Menschenmassen, die von Mai bis September Bellagio, Varenna und die Fährschiffe in der Seemitte verstopfen. Die gute Nachricht: Kaum eine Autostunde entfernt liegen ebenso malerische Gewässer, an denen das Ruderboot bei Sonnenuntergang kein abgegriffenes Postkartenmotiv ist, sondern etwas, das man tatsächlich erleben kann. Hier die Seen zwischen Piemont und der Lombardei, auf die man für ein romantisches, ruhiges Wochenende setzen sollte – und was es in der Umgebung zu entdecken gibt.
Ortasee
**Ortasee, der intimste.** Es ist die erste Alternative, die Kenner der italienischen Seen empfehlen, und das zu Recht. Orta San Giulio, eines der schönsten Dörfer Italiens, besitzt Kopfsteinpflastergassen und einen Platz direkt am Wasser, von dem die Boote zur Isola di San Giulio ablegen – überragt von einer Basilika aus dem 5. Jahrhundert. Der See ist klein, badetauglich und für seine Wasserqualität ausgezeichnet: kein dröhnender Fährverkehr, keine überfüllten Uferpromenaden. Von hier erreicht man in einer halben Stunde das Valsesia, wo das Wasser zu Bergwasser wird: die Tailly-Seen im Val d'Otro und der Rundweg der drei Seen an den Gole del Lavì am Fuß des Monte Rosa sind kurze Wanderungen, die reich belohnen. Und in Alagna lohnt ein Halt zwischen den hölzernen Walserhäusern von Pedemonte, einem Ortsteil aus Ställen und Almhütten, die vor Jahrhunderten von deutschsprachigen Siedlern errichtet wurden.
Lago Maggiore
**Lago Maggiore, aber auf der richtigen Seite.** Er ist groß und teilweise touristisch, bewahrt aber stille Winkel. Der überraschendste ist die Einsiedelei Santa Caterina del Sasso in Leggiuno, ein Kloster, das sich an eine steil zum Wasser abfallende Felswand klammert und mit dem Schiff oder über eine lange Treppe zugänglich ist: Kommen Sie früh am Morgen. Am piemontesischen Ufer, bevor man zu den Seen hinaufsteigt, lohnt sich eine Fahrt ins Landesinnere: das Festungsdorf Ricetto di Candelo bei Biella, ein Labyrinth mittelalterlicher Gassen, in denen die Bauern ihren Wein verwahrten, ist ideal für einen halben Tag. Ganz in der Nähe des Maggiore liegt auch der winzige Mergozzosee, einer der saubersten Europas, auf dem Motorboote verboten sind: perfekt für alle, die wirklich Stille suchen.
**Luganersee und das Varesotto.** Am italienischen Arm des Ceresio, in Riva San Vitale, hat das Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert überdauert, eines der ältesten noch erhaltenen christlichen Denkmäler der Region: Der Besuch dauert nur wenige Minuten, die Grenze ist einen Steinwurf entfernt. Auf der lombardischen Seite, in den Hügeln zwischen Varese und dem Maggiore, versteckt sich Castelseprio, ein archäologischer Park mit einer kleinen Kirche, die einen Zyklus byzantinischer Fresken bewahrt, deren Datierung noch immer diskutiert wird. Ziele, die man mit einem Standort an den Seen des Varesotto verbinden sollte – abgelegener und ideal für einen Tagesausflug ab Mailand.
Lecco-See
**Lecco-See und die Brianza.** Der Lecco-Arm des Lario ist bereits von sich aus ruhiger als der Comer Zweig. Von Civate, oberhalb der kleinen Seen der Brianza, führt der Aufstieg zur romanischen Abtei San Pietro al Monte: eineinhalb Stunden Pfad zu einer Kirche des 11. Jahrhunderts mit Blick auf die Ebene. Das perfekte Gegengift zum Trubel von Bellagio: Man schwitzt ein wenig, ist aber fast allein.
Iseosee
**Iseosee und die Franciacorta.** Unter den großen lombardischen Seen ist er der authentischste. In der Mitte schwimmt Monte Isola, die größte bewohnte Seeinsel Europas, in zehn Fährminuten von Sulzano aus erreichbar und zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden. Fährt man das Valcamonica hinauf, gelangt man zum Park Naquane in Capo di Ponte, tausende Felsritzungen der Camuner: die erste italienische UNESCO-Welterbestätte – und fast immer menschenleer.
**Für alle, die von Turin aus starten.** Wenn der Ausgangspunkt das westliche Piemont ist, lohnen sich zwei Abstecher auch ohne See vor der Nase: die Sacra di San Michele über dem Val di Susa, die auf einem Felssporn thronende Wahrzeichen-Abtei der Region, und die Pieve di San Pietro in Acqui Terme mit ihrem achteckigen Glockenturm im Herzen des Monferrato.
Der rote Faden, der all diese Stationen verbindet, ist einfach: das richtige Gewässer wählen und sich dann ein Stück ins Landesinnere bewegen, wo die Zahlen einbrechen. Eine Alternative zum Comer See ist am Ende nicht ein einzelner See: Es ist eine andere Art, dort zu sein.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Alternativen zum Comer See?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Alternativen zum Comer See?
Alternativen zum Comer See si trova in Italien.
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Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Lecco ~18 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Idroscalo Internazionale di Como ~27 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.