Naquane, die gravierten Steine, die achttausend Jahre Camunische Geschichte erzählen
In Capo di Ponte, im ersten archäologischen Park Italiens, bewahren über hundert Felsen die Felszeichnungen der Camunen: achttausend Jahre Geschichte.
Foto: Luca Giarelli (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Im Valcamonica, am linken Ufer des Oglio, verbirgt der Kastanienwald etwas, das keinem anderen italienischen Denkmal gleicht. In Naquane, einem Ortsteil von Capo di Ponte, treten von Gletschern polierte Sandsteinfelsen zutage, die mit gravierten Figuren bedeckt sind: Krieger, Hirsche, Hütten, geometrische Symbole. Es sind weder Gemälde noch Statuen, sondern von Generationen von Camunen über Jahrtausende hinweg in den Stein gehauene Zeichen.
Der erste archäologische Park
Der Nationalpark der Felszeichnungen von Naquane wurde 1955 eingerichtet, als erster archäologischer Park Italiens, und 1979 wurde die Felskunst des Valcamonica als erste italienische Stätte in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Innerhalb des Gebiets zählt man einhundertvier gravierte Felsen, verteilt auf fünf durch den Wald angelegte Wege von etwa drei Kilometern Länge. Die Chronologie der Figuren reicht vom Neolithikum, zwischen dem fünften und vierten Jahrtausend vor Christus, bis in die Eisenzeit, mit einigen Ergänzungen aus historischer Zeit.
Der Große Felsen
Das berühmteste Stück ist der Große Felsen, eine Platte, die über zweitausend übereinandergelegte Gravuren trägt wie die Seiten eines von Generationen benutzten Heftes. Auf einer anderen Fläche des Parks, dem sogenannten Felsen 60, erscheint hingegen die Camunische Rose, das Symbol, das die Lombardei später als ihr Emblem gewählt hat. Zwischen diesen Steinblöcken zu wandeln, bedeutet, mit bloßem Auge das Denken derer zu lesen, die hier vor der Schrift lebten.
Zwischen menschenleeren Pfaden
Und doch bleibt der Ort überraschend ruhig. Die meisten Besucher gehen schnell vorbei, fotografieren den Großen Felsen und ziehen weiter, sodass die Seitenwege und die kleineren, "vergessenen" Felsen verlassen bleiben – jene, die oft die schönsten Überraschungen bereithalten. Man braucht mindestens drei bis vier Stunden und geduldige Augen: Das Streiflicht des Morgens oder des späten Nachmittags lässt Zeichen hervortreten, die um die Mittagszeit verschwinden.
Gehe unter der Woche hin, trage Wanderschuhe und achte den Stein, ohne ihn zu berühren oder darauf zu treten. Wenige Minuten entfernt findest du weitere Felszeichnungsparks des Tals wie Foppe di Nadro und Seradina-Bedolina, um die Reise fernab der Menschenmassen der nahen Seen zu verlängern.
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Anreise
Der Nationalpark der Felszeichnungen von Naquane liegt in Capo di Ponte im Valcamonica. Mit dem Zug nutzt man die Linie Brescia-Iseo-Edolo mit Halt direkt in Capo di Ponte, von wo aus man den Park in einem kurzen Anstieg von etwa zwanzig Minuten zu Fuß erreicht. Mit dem Auto fährt man auf der Staatsstraße durch das Valcamonica, mit Parkplätzen in der Nähe des Parks.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Naquane?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Naquane è affollata?
Naquane è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Naquane?
Naquane si trova in Capo di Ponte, Lombardei, Italien.
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Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Capo di Ponte ~1 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto internazionale il Caravaggio di Bergamo-Orio al Serio BGY ~64 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.