Collio Goriziano, Friaul

Gravel-Rundtour im Collio zwischen den Grenzweinbergen

Im Collio um Gorizia im Friaul führen die weißen Straßen hinauf zwischen Ribolla-Reben und den alten Grenzsteinen zu Slowenien. Es ist ein raffinierter Weinberg-Hügel, berühmt für seine Weißweine – und doch merkwürdig leer: ein Gravel-Paradies, das der Massentourismus ignoriert.

Foto di Collio Goriziano, Friaul — Gravel-Rundtour im Collio zwischen den Grenzweinbergen

Foto: Cookligan (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Es gibt Landstriche, die weltberühmte Weine hervorbringen und dennoch ohne Touristen bleiben. Der Collio um Gorizia ist einer davon: Seine Hügel bringen einige der geschätztesten Weißweine Italiens hervor, und trotzdem ist man auf dem Rad hier oft ganz allein unterwegs, zwischen ordentlichen Rebzeilen und stillen weißen Wegen. Es ist ein eleganter Weinberg-Hügel, aufgespannt an der Grenze zu Slowenien, den der Massentourismus nie wirklich entdeckt hat – und genau deshalb bietet er ein Gravel-Erlebnis von seltener Ruhe.

Die Weinhügel

Der Collio ist ein Mosaik sanfter, mit Reben gepflasterter Hügel, auf denen jene Rebsorten wachsen, die den Ruhm Friauls begründen: allen voran die Ribolla Gialla, das Symbol dieses Landstrichs, aber auch die großen Weißweine und die Orange Wines, die die Winzer der Gegend unter Kennern berühmt gemacht haben. Hier zu radeln heißt, eine Agrarlandschaft zu durchqueren, die gepflegt ist wie ein Garten, in der jeder Hang ein Bild aus Rebzeilen ist und jede Kurve einen neuen Blick auf die Julischen Voralpen im Norden und die Ebene im Süden öffnet.

Das Herzstück einer Gravel-Runde in dieser Gegend sind die Weindörfer. Cormons, mit seiner Piazza und der mitteleuropäischen Atmosphäre, ist ein natürlicher Ausgangspunkt. Von dort geht es hinauf zu den Ortsteilen inmitten der Weinberge, man streift das Gebiet von Oslavia, traurig bekannt für die Schlachten des Ersten Weltkriegs und heute dank seiner Weine wiedererstanden, und nähert sich der slowenischen Grenze, wo alte Steinmarker eine Linie kennzeichnen, die heute nur noch Erinnerung ist. Diese Linie zwischen italienischen und slowenischen Weinbergen, die ineinanderfließen, gedanklich zu überschreiten, ist eine der stärksten Empfindungen dieses Winkels Europas, in dem die Geschichte des 20. Jahrhunderts tiefe Spuren in der Landschaft hinterlassen hat.

Wie man fährt

Die Anreise ist einfach: Man startet in Gorizia oder Cormons, beide gut angebunden, und die Runde lässt sich nach eigenen Kräften aus dem dichten Netz weißer und untergeordneter Straßen zusammenstellen, das die Hügel durchzieht. Der Untergrund ist der klassische Gravel-Mix: weiße Straßenabschnitte, Schotter zwischen den Reben und ein paar Asphaltstücke dazwischen, ideal für ein Gravelbike oder Mountainbike, weniger für ein Rennrad. Anders als auf den Radwegen im Tal ist das Terrain hier hügelig: Es geht ständig entlang der Hänge auf und ab, und die Anstrengung ist qualitativ mittel, aus kurzen, aber häufigen Anstiegen zusammengesetzt, die am Ende des Tages in den Beinen zu spüren sind. Es sind keine Berge, aber auch keine Ebene: Es ist dieses ständige Auf und Ab, das dem Radeln durch den Weinberg seinen Rhythmus gibt.

Wann sollte man kommen

Die beste Zeit reicht von Mai bis September. Der späte Frühling schenkt das zarte Grün der frisch getriebenen Reben und lichte Tage, während das Spätsommerende die Erwartung der Weinlese bringt, mit reifenden Trauben und dem Duft der Beeren in der Luft. Vor allem der September ist ein magischer Monat: Die Hügel beleben sich durch die Erntearbeit, bleiben aber trotzdem fern der großen Touristenströme. Selbst in der Hochsaison bewahrt der Collio seine überraschende Leere: Während andere italienische Weinregionen förmlich überrannt werden, begegnet man beim Radeln durch die Weinberge mehr Traktoren als anderen Radfahrern. Die Sommerhitze wird durch die Hügellage und die Brise gemildert, aber in den Mittagsstunden sucht man doch besser Schatten.

Ein praktischer Tipp

Ein praktischer Rat: Plane einen Halt in einem Weingut entlang der Strecke ein, aber mit Maß und eher gegen Abend, und reserviere am besten vorher, denn viele Betriebe sind klein und familiengeführt. Eine Ribolla Gialla mit Blick auf die Hügel zu verkosten, die sie hervorgebracht haben, nachdem man sie erradelt hat, ist die richtige Art, die Runde zu beschließen. Und montiere etwas breitere, weichere Reifen: Die weißen Straßen des Collio sind wunderschön, aber stellenweise uneben, und ein bequemes Setup lässt dich die Landschaft genießen, statt gegen den Belag zu kämpfen.

Praktische Reiseführer für Como

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Gravel-Rundtour im Collio zwischen den Grenzweinbergen?

Il periodo consigliato è Mai e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Gravel-Rundtour im Collio zwischen den Grenzweinbergen?

Gravel-Rundtour im Collio zwischen den Grenzweinbergen si trova in Collio Goriziano, Friaul.

Adatto a: Maggio Settembre

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