Gjirokastër, die Steinstadt, die Ismail Kadare unsterblich machte
UNESCO-Welterbe im südlichen Albanien: Die Steinstadt erhebt sich auf einem schroffen Kamm, wo osmanische Häuser und eine mittelalterliche Festung zu einer zeitlosen Landschaft verschmelzen.
Foto: autore sconosciuto (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Gjirokastër nähert man sich nicht: sie stürzt auf einen zu. Vom Talgrund des Drino aus wandert das Auge eine Kaskade von Dächern aus grauen Kalksteinplatten hinauf, die die Hänge des Berges bedecken wie die Schuppen eines uralten Tieres. Kein Putz, keine Farbe: nur Stein, derselbe Stein des Berges, aus dem diese Stadt entstanden ist und mit dem sie jedes Haus, jede Straße, jede Mauer errichtet hat. Die UNESCO erkannte sie 2005 zum Weltkulturerbe, doch die Welt hat sie glücklicherweise noch nicht bemerkt.
Die Festung und der amerikanische Spionagejet
Die Festung von Gjirokastër ist eine der größten des Balkans und beherrscht seit über zweitausend Jahren die gesamte Stadt — die ersten Strukturen gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Während des Zweiten Weltkriegs erweiterten die Italiener sie; während des Kalten Krieges errichtete das kommunistische Regime von Enver Hoxha dort unterirdische Gefängnisse für politische Dissidenten. Im zentralen Hof steht noch immer, wie eine Trophäe ausgestellt, eine Lockheed T-33, der während des Kalten Krieges abgeschossene amerikanische Aufklärungsjet. Der Eintritt zur Festung kostet etwa 300 Lek (unter drei Euro) und schließt das Waffenmuseum ein.
Der osmanische Basar und die Turmhäuser
Der alte Basar ist eine der am besten erhaltenen osmanischen Handelsstraßen des Balkans: Silberläden, Handwerkerwerkstätten, Cafés, in denen die Zeit im 18. Jahrhundert stehengeblieben zu sein scheint. Die Herrenhäuser — Kullë genannt — erstrecken sich über mehrere Stockwerke mit von Stein eingerahmten Erkerfenstern, und einige sind als Museen zugänglich. Das berühmteste ist das Geburtshaus von Enver Hoxha, dem 1908 hier geborenen Diktator; wenige Schritte weiter erinnert eine Tafel daran, dass auch der Schriftsteller Ismail Kadare — der diese Stadt in seinem Roman Die Stadt aus Stein beschrieb — hier zwischen diesen Gassen die Augen öffnete.
Anreise und beste Reisezeit
Von Tirana fahren täglich Direktbusse ab, mit einer Fahrtzeit von rund viereinhalb Stunden für 1.200–1.500 Lek (etwa 12 Euro). Die Stadt liegt nur 60 Kilometer von Berat entfernt, einer weiteren albanischen UNESCO-Perle: Beide Stätten lassen sich bequem in einer dreitägigen Rundreise besichtigen. Ideale Monate sind April, Mai und September: Im Sommer kann die Hitze im Tal intensiv sein, aber die Abende am Basar bleiben immer frisch.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Gjirokastër?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Gjirokastër è affollata?
Gjirokastër è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Gjirokastër?
Gjirokastër si trova in Gjirokastër, Gjirokastër, Albanien.