Jenseits von Ksamil: die geheimen Straende der albanischen Riviera, die die Mundpropaganda noch nicht ruiniert hat
Die albanische Riviera verbirgt spektakulaere Straende jenseits des beruehmten Ksamil: menschenleere Buchten, karibisches Wasser und Kuestendoerfer, in denen der Tourismus noch nicht angekommen ist.
Foto: Lencer (GFDL) — Wikimedia Commons
Wenn das Paradies ueberfuellt wird
Ksamil war bis vor wenigen Jahren ein Geheimnis: vier Inselchen mit karibischem Wasser in Reichweite der albanischen Kueste, nur von Einheimischen besucht. Heute ist Ksamil auf Instagram, auf TikTok, in den Low-Cost-Reisefuehrern, und im Juli-August sind seine kleinen Straende ueberfuellt mit Liegen, Bars und Touristen. Doch die albanische Riviera ist hundertzwanzig Kilometer lang, und die grosse Mehrheit ihrer Straende bleibt unbekannt. Man muss sich nur wenige Kilometer entfernen, um menschenleere Buchten, verschlafene Doerfer und jenes blaugruene Meer zu finden, das Ksamil beruehmt gemacht hat - ohne die Menge.
Die Alternativen: fuenf geheime Straende
Pasqyra (Mirror Beach)
Nur drei Kilometer noerdlich von Ksamil ist der Spiegelstrand eine felsige Bucht mit so klarem Wasser, dass der Name sich von selbst erklaert. Man erreicht ihn zu Fuss auf einem zwanzigminuetigen Pfad vom Dorf Ksamil oder mit dem Boot. Keine Strandbaeder, keine Bars - nur Felsen, Wasser und Stille. Wasser und Snacks mitbringen.
Gjipe
Der spektakulaerste Strand der Riviera. Gjipe liegt am Ende eines dreihundert Meter tiefen Canyons, nur zu Fuss (vierzig Minuten Abstieg auf einem steilen Pfad) oder mit dem Boot von Himara oder Dhermi erreichbar. Der Strand besteht aus weissen Kieseln, das Meer ist dunkeltuerkis und die Waende des Canyons bilden ein natuerliches Amphitheater. In der Nebensaison ist man oft ganz allein.
Llamani
Gleich suedlich von Himara ist Llamani ein Halbmond aus weissen Kieseln mit kristallklarem Wasser, ueber einen kurzen Abstieg von der Kuestenstrasse erreichbar. Weniger bekannt als das nahe Jali Beach, hat es eine kleine Bar und eine entspannte Atmosphaere, die an das Griechenland der achtziger Jahre erinnert.
Bunec
Zwischen Saranda und Lukova ist Bunec eine Bucht, in der sich ein kalter Suesswasserfluss ins warme Meer ergiesst - der Temperaturunterschied ist surreal. Der Strand teilt sich in eine Kiesel- und eine Sandzone, mit einem Olivenhain als Schatten. Auslaendischen Touristen fast unbekannt.
Kakome
Die radikalste Alternative: eine nur mit dem Boot erreichbare Bucht (von Saranda, etwa 20 Euro hin und zurueck), wo die Ruinen eines byzantinischen Klosters aus der Vegetation ragen und das Meer eine unanstaendige Farbe hat. Frueher militaerisches Sperrgebiet, heute offen, aber ohne jede Infrastruktur. Alles Noetige mitbringen.
Die Kuestendoerfer
Die albanische Riviera besteht nicht nur aus Straenden. Die auf den Huegeln ueber der Kueste thronenden Doerfer sind authentisch und faszinierend:
- Qeparo: Steinerne Doerfer hoch ueber dem Meer, mit verfallenen osmanischen Haeusern, die langsam als Guesthouses wiedergeboren werden.
- Vuno: eine Handvoll Steinhaeuser zwischen Olivenbaeumen, mit Panoramablick auf die Bucht von Jali. Die Strasse vom Dorf zum Strand faellt einen Kilometer lang steil ab.
- Palase: das isolierteste Dorf der Riviera, mit der wunderschoenen gleichnamigen Bucht, ueber eine panoramische Strasse mit dem Auto erreichbar.
Was essen
Die albanische Kuestenkueche ist eine Kreuzung zwischen Griechenland und Italien, mit einem ganz eigenen Charakter. Gegrillter Fisch ist allgegenwaertig und ganz frisch - Dorade, Wolfsbarsch und Oktopus kosten die Haelfte wie in Griechenland. Die Midhe (Muscheln) sind ausgezeichnet in Saranda und Ksamil. Tave peshku (Fisch aus dem Ofen mit Tomaten und Paprika) ist das typischste Gericht der Kueste. Auf der Strasse ist der Sufllaqe (der albanische Gyros) das perfekte schnelle Mittagessen: drei Euro fuer ein riesiges Broetchen.
Der albanische Wein wird schnell besser: Probieren Sie den Kallmet (rot) oder den Shesh i Bardhe (weiss) in den lokalen Kellereien.
Anreise und Reisezeit
Von Tirana nach Saranda sind es etwa fuenf Autostunden ueber den Llogara-Pass (spektakulaer, mit tausend Metern Hoehenunterschied in wenigen Kilometern). Alternativ Flug nach Korfu plus Faehre nach Saranda (dreissig Minuten). Busse verbinden Saranda mit allen Doerfern der Riviera.
Die ideale Zeit sind Juni und September. Juli-August sind warm und ueberlaufener, doch die alternativen Straende bleiben auch im Hochsommer lebbar. Mai und Oktober bieten noch badefaehiges Meer und fast menschenleere Straende. Die albanische Riviera ist das letzte Kuestengeheimnis Europas - wird es aber nicht mehr lange bleiben.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Jenseits von Ksamil?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, Juli, August e September, quando è meno affollata.
Jenseits von Ksamil è affollata?
Jenseits von Ksamil è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Jenseits von Ksamil?
Jenseits von Ksamil si trova in Albanische Riviera, Albanien.