Voskopojë, das albanische Dorf mit den schönsten Freskenkirchen des Balkans
Versteckt in den Bergen von Korça war dieses winzige Dorf die kultivierteste Stadt des Osmanischen Reichs – und seine Kirchen bewahren Fresken von außergewöhnlicher Schönheit.
Foto: Klajdidika (Public domain) — Wikimedia Commons
Mitten in den Hohen Bergen von Korça, auf etwa 1.150 Metern Höhe, bewahrt ein Dorf mit wenigen hundert Einwohnern, was der Balkan in Reiseführern nicht zeigt: fünf Kirchen des 18. Jahrhunderts, im Inneren wie byzantinische Kathedralen bemalt, an einem Ort, den fast niemand kennt. Voskopojë – früher Moskopolis genannt – war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die blühendste Stadt des gesamten Osmanischen Reichs, mit vierundzwanzig Kirchen, einer Druckerei, die zu den ersten der gesamten Balkanregion abgesehen von Istanbul zählte, und der 1744 gegründeten Neuen Akademie als Zentrum aufklärerischen Denkens.
Aufstieg und Fall einer vergessenen Metropole
Auf ihrem Höhepunkt um 1750 zählte Moskopolis fünfzigtausend Einwohner – mehr als Sarajevo damals – und handelte mit Wolle und Fellen bis nach Venedig, Wien und Konstantinopel. Dann kamen die Plünderungen: Die Stadt wurde am Ende des 18. Jahrhunderts innerhalb von zwanzig Jahren dreimal geplündert und niedergebrannt, auf ein Dorf reduziert und im Zweiten Weltkrieg bombardiert. Von vierundzwanzig Kirchen sind sechs geblieben – doch das, was sie enthalten, ist überwältigend.
Die Kirchen und ihre Fresken
Die Nikolauskirche bewahrt im äußeren Narthex Fresken des Malers David Selenica und im Innenschiff Werke der Zografi-Brüder: tiefe Blautöne, leuchtende Rottöne, Heiligenfiguren, die sich im Licht zu bewegen scheinen, das durch die hohen Fenster fällt. Von außen wirken die Kirchen wie rustikale Steinscheunen – eine bewusste Entscheidung, um die osmanische Aufmerksamkeit nicht zu wecken. Der Eintritt ist frei; die Innenbeleuchtung erfolgt über Kerzen und Taschenlampen, die die Besucher von zu Hause mitbringen. Der World Monuments Fund (WMF) hat die dringendsten Restaurierungen finanziert, doch viel bleibt zu tun.
Anreise und Bewegung vor Ort
Voskopojë erreicht man von Korçë, rund 20 Kilometer entfernt, mit dem Taxi (10 bis 12 Euro Hin- und Rückfahrt mit Wartezeit) oder mit einem Mietwagen. Die asphaltierte Straße ist ganzjährig befahrbar, doch im Winter kann der Schnee die Strecke anspruchsvoll machen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Dorf nicht: Man schläft in Korçë und kommt als Tagesausflug. Die beste Zeit ist von Mai bis September; August meiden, wenn man totale Stille sucht.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Voskopojë?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, Juli, August e September, quando è meno affollata.
Voskopojë è affollata?
Voskopojë è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Voskopojë?
Voskopojë si trova in Voskopojë, Korçë, Albanien.