Shkodër, das Tor Albaniens, wo Illyrien auf den grössten See des Balkans trifft
Als historische Hauptstadt Nordalbaniens überblickt Shkodër den grössten See der Balkanhalbinsel – ein Paradies aus Pelikanen und Stille, weit weg von den Massenrouten.
Foto: Ivan Koev (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Städte, die wie Schwellen wirken: Man durchquert sie, um woanders hinzukommen, und erst später, im Nachhinein, merkt man, dass man etwas Wesentliches verpasst hat. Shkodër ist eine davon. Die meisten Reisenden, die von Montenegro aus nach Albanien einreisen, nutzen sie als Zwischenstation Richtung Tirana oder zu den Stränden im Süden. Wer hier hält, entdeckt eine Stadt mit zweihunderttausend Einwohnern und viertausend Jahren Geschichte, eine Festung, die den Türken besser standgehalten hat als fast jede andere Balkanfestung, und einen See von 530 Quadratkilometern – den grössten der Halbinsel.
Rozafa und die Legende Illyriens
Die Festung Rozafa erhebt sich auf einem Vorsprung, der den Zusammenfluss dreier Flüsse überblickt – Drin, Buna und Kir – und um sie herum rankt sich eine der Gründungslegenden Albaniens: Drei Brüder mauern die Frau des jüngsten in die Fundamente der Burg ein, um deren Einsturz zu verhindern, und der Körper Rozafas, so heisst es, sei für immer mit dem Stein verschmolzen. Von den Zinnen der Festung überblickt man alles: den See im Westen mit seinen Schilfgürteln, die Albanischen Alpen im Norden, die sich auf 2.500 Meter erheben, und die Ebene, in der sich die Stadt über die Jahrhunderte entwickelt hat.
Der Shkodra-See und seine Pelikane
Der Shkodra-See – zwischen Albanien und Montenegro geteilt – ist eines der grössten Vogelschutzgebiete Europas: 270 Vogelarten, darunter einer der letzten Krauskopfpelikan-Schwärme des Kontinents. Mit dem Boot erkundet man die Buchten der Schilfgürtel, die kleinen Inseln mit den Resten byzantinischer Kirchen, die Fischerdörfer, in denen geräucherter Aal für wenige Euro pro Kilo am Strassenrand verkauft wird. Eine Bootstour lässt sich von Shiroka aus organisieren, 10 Kilometer vom Zentrum entfernt, für 15 bis 20 Euro pro Person.
Die Stadt der Fahrräder
Shkodër ist eine der wenigen albanischen Städte, in denen Fahrräder im Alltag die Autos überwiegen – eine Seltenheit auf der Halbinsel. Die Altstadt ist flach und in alle Richtungen befahrbar; die Cafés am Hauptboulevard servieren italienischen Macchiato (Albanien hat einen tiefen Espresso-Kult) für weniger als einen Euro. Die besten Monate sind April, Mai, Juni und September.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Shkodër?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Shkodër è affollata?
Shkodër è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Shkodër?
Shkodër si trova in Shkodër, Shkodër, Albanien.