Val Maira, Cuneo, Italien

Val Maira: das okzitanische Tal, das die Zeit vergessen hat

Zwischen Kastanien und provenzalischen Dialekten bewahrt das Val Maira Steindörfer und echte Stille, fernab der Kreisläufe des Alpentourismus.

Foto di Val Maira, Cuneo, Italien — Val Maira: das okzitanische Tal, das die Zeit vergessen hat

Foto: Luca Casale (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Es gibt einen Ort im Piemont, an dem man auf der Straße noch okzitanisch sprechen hört, an dem die Häuser aus grauem, unverputztem Stein gebaut sind und die Sommerweiden Kämme freigeben, die dreitausend Meter erreichen, ohne dass man sie mit einem Logo versehen hätte. Das Val Maira, das sich südlich von Dronero in der Provinz Cuneo öffnet, gehört zu jenen Alpentälern, die der Massentourismus schlicht vergessen hat.

Eine Kultur, die die Jahrhunderte überdauert hat

Auf den vierzig Talkilometern zwischen Dronero und Chiappera — dem letzten Dorf auf 1.614 Metern — begegnet man Orten wie Stroppo, Acceglio und Marmora, die Kirchen mit Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert bewahren, häufig nur auf Anfrage geöffnet. Die Fresken der Kirche San Peyre in Stroppo, der piemontesischen Spätgotik zugeschrieben, gehören zu den am wenigsten besuchten ländlichen Bilderzyklen der italienischen Alpen. Der Eintritt ist frei, den Schlüssel verwahrt noch immer der örtliche Pfarrer.

Die Stille als Landschaft

Das Val Maira wird von der Grande Traversata delle Alpi durchquert, doch die Hütten sind klein und die Betten gezählt: Das Rifugio Gardetta auf 2.398 Metern am Colle della Gardetta verlangt rund 40 Euro für Halbpension und eröffnet an klaren Sommerabenden einen Blick auf die Poebene, der allein die Reise wert ist. Warteschlangen an der Theke sucht man vergebens. Die Pfade, die Chiappera mit dem Colle Maurin — der französischen Grenze — verbinden, werden nur von einzelnen Wanderern und ein paar Gämsen begangen.

Was essen und wie hinkommen

Die lokale Küche lebt von Bergkartoffeln, achtreihigem Maispolenta und Almkäse, den die Hirten direkt in den Weilern verkaufen. In Dronero, dem Zugang zum Tal, bietet die genossenschaftliche Metzgerei Ziegen- und Hirschwurst an. Das Val Maira erreicht man mit dem Auto von Cuneo in weniger als einer Stunde; eine Bahnverbindung existiert nicht. Die beste Reisezeit reicht von Juni bis September, doch auch der Oktober schenkt Buchenfarben, die die morgendliche Kälte mehr als aufwiegen.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Val Maira?

Il periodo consigliato è Juni, Juli, August e September, quando è meno affollata.

Val Maira è affollata?

Val Maira è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Val Maira?

Val Maira si trova in Val Maira, Cuneo, Italien.

Adatto a: Giugno Luglio Agosto Settembre

Hai qualcosa da aggiungere?

Questo articolo lo scriviamo perché ci crediamo, ma non siamo dappertutto. Se hai visto un errore, se conosci un luogo che ci manca, o se ti va di scriverne uno tu — dicci.

Data sbagliata? Nome scritto male? Un luogo che non esiste? Scrivilo qui — anche una frase basta.

In der Nähe

Weitere Reiseziele

Meno conosciute, dal nostro blog

Una selezione casuale dalle nostre guide meno linkate: quattro mete che non c'entrano con questa pagina, giusto per esplorare.

← Alle Reiseführer

⚖ Confronta (0)