Valle Po und Valle Varaita, Cottische Alpen, Cuneo, Italien

Monviso-Runde: rund um den Steinkönig

Zwischen Valle Po und Valle Varaita, in den piemontesischen Cottischen Alpen von Cuneo, eine mehrtägige Runde um die Pyramide des Monviso, mit Grenzübertritt nach Frankreich. Hochalpine Wege und Hütten, Lichtjahre entfernt vom Bade- und Städtetourismus des Sommers.

Foto di Valle Po und Valle Varaita, Cottische Alpen, Cuneo, Italien — Monviso-Runde: rund um den Steinkönig

Foto: Touriste (Public domain) — Wikimedia Commons

Der Monviso beherrscht die piemontesische Ebene mit seiner unverwechselbaren Pyramide, und doch, während sich im Sommer Millionen Menschen an den Stränden und in den Kunststädten drängen, wandert man rund um seinen Fuß in einer Einsamkeit, die unmöglich scheint. Der Steinkönig, wie er hier genannt wird, ist der Berg, aus dem der Po entspringt, und das Herz einer mehrtägigen Wanderrunde, die ihn vollständig umrundet und bis auf französisches Gebiet reicht. Es ist eine Reise für jene, die sich die Landschaft Schritt für Schritt erarbeiten wollen, fern von Seilbahnen und Panoramaparkplätzen.

Die Rundroute

Der klassische Ausgangspunkt ist Pian del Re, im oberen Valle Po, oberhalb von Crissolo, genau dort, wo die Quellen des Po entspringen. Von hier entwickelt sich die Runde über eine Reihe von Hütten und hochgelegenen Pässen, die als natürliche Etappen dienen. Man steigt hinauf zur Rifugio Quintino Sella am Fuß der Monviso-Wand, herrlich über den Alpseen gelegen. Die Runde führt weiter über die Pässe auf die französische Seite des Queyras, wo sich die Landschaft verändert, karger und heller wird, und wo weitere Stützpunkte liegen. Auf der italienischen Seite des Valle Varaita steigt man hinab zu den okzitanischen Ortschaften wie Chianale, einem der schönsten Steindörfer des Alpenbogens, um dann den Kreis zu schließen, indem man wieder ins Valle Po hinaufsteigt. Unterwegs berührt man auch, in einem Stollen unter dem Fels, das berühmte Buco di Viso, den ältesten Alpentunnel, vor Jahrhunderten gegraben, um den Handel zwischen Piemont und dem Dauphiné zu erleichtern.

Die Art, die Runde anzugehen, ist die des Etappentrekkings mit Übernachtungen in Hütten. Man wandert täglich mehrere Stunden im hochalpinen Gelände, überquert Pässe, streift Seen und Moränen. Es ist keine Route, die man improvisieren kann: sie verlangt Training, sicheren Tritt und angemessene Ausrüstung. Die Hütten müssen im Voraus gebucht werden, denn die Plätze sind begrenzt und in den Sommermonaten voll. Da es sich um eine internationale Runde handelt, sollte man einen Ausweis für die französische Grenze mitführen.

Anreise

Zur Anreise erreicht man mit dem Auto das Valle Po bis Crissolo und fährt, wenn erlaubt, weiter nach Pian del Re, wo die Runde beginnt. Das Gebiet der Po-Quellen ist geschützt, und in Zeiten größten Andrangs kann die Zufahrt mit dem Auto reglementiert sein, weshalb es sich empfiehlt, sich vorher zu informieren. Alternativ kann man die Runde vom Valle Varaita aus in Angriff nehmen. Sobald man auf den Wegen ist, bewegt man sich ausschließlich zu Fuß.

Wann hinfahren

Der Zeitraum ist eng begrenzt: Juli und August sind praktisch die einzigen Monate, in denen die hohen Pässe schneefrei sind und die Hütten geöffnet haben. Es mag widersprüchlich klingen, im Hochsommer von wenig besuchten Orten zu sprechen, doch genau darin liegt der Reiz: während die Küste und die Städte aus allen Nähten platzen, ist der touristische Druck hier oben minimal, geprägt von stillen, bewussten Wanderern. Man muss dennoch klug wählen: auch im Hochgebirge sind die Augustwochenenden lebhafter, während man an Wochentagen oft allein unterwegs ist. Vorsicht vor den Nachmittagsgewittern, die im Sommer häufig sind: es lohnt sich, früh aufzubrechen und am frühen Nachmittag die Hütte zu erreichen.

Den Berg langsam leben

Ein praktischer Tipp: keine Eile, die Runde zu schließen. Wenn Beine und Zeit es zulassen, füge einen Tag hinzu, um die Seen unter der Quintino Sella-Hütte bei Sonnenaufgang zu genießen oder die okzitanischen Dörfer der Varaita zu erkunden, wo Kultur, Sprache und Architektur eine andere Alpenwelt erzählen als jene der touristischen Täler. Kleide dich im Zwiebelprinzip, denn in der Höhe wechselt das Wetter rasch, nimm zwischen den Hütten Wasservorrat mit und respektiere den Rhythmus der Berge. Die Monviso-Runde erobert man nicht im Laufschritt: man lebt sie langsam, einen Pass nach dem anderen, mit dem Steinkönig, der stets über dem Weg wacht.

Praktische Reiseführer für Udine

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Monviso-Runde?

Il periodo consigliato è Juli e August, quando è meno affollata.

Dove si trova Monviso-Runde?

Monviso-Runde si trova in Valle Po und Valle Varaita, Cottische Alpen, Cuneo, Italien.

Anfahrt

  • ✈️ Nächster Flughafen: Campo di volo Andrea Bozzo ~33 km Luftlinie

Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.

Adatto a: Luglio Agosto

Hai qualcosa da aggiungere?

Questo articolo lo scriviamo perché ci crediamo, ma non siamo dappertutto. Se hai visto un errore, se conosci un luogo che ci manca, o se ti va di scriverne uno tu — dicci.

Data sbagliata? Nome scritto male? Un luogo che non esiste? Scrivilo qui — anche una frase basta.

In der Nähe

Weitere Reiseziele

Meno conosciute, dal nostro blog

Una selezione casuale dalle nostre guide meno linkate: quattro mete che non c'entrano con questa pagina, giusto per esplorare.

← Alle Reiseführer

⚖ Confronta (0)