Val Maira, Cuneo

Die okzitanischen Wege des Val Maira

In der Provinz Cuneo hat sich das Val Maira entschieden, keine Aufstiegsanlagen zu bauen: keine Sessellifte, kein Skifahren, nur okzitanische Weiler und Saumpfade. Es ist eines der stillsten Alpentäler des Piemont, besucht von Wanderern und nicht von Massentouristen.

Foto di Val Maira, Cuneo — Die okzitanischen Wege des Val Maira

Foto: Luca Casale (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Das Val Maira ist zurückgeblieben, und daraus wurde sein Glück. Während die Nachbartäler Aufstiegsanlagen, Parkplätze und Residencen bauten, geschah hier nichts: Nicht einmal ein Sessellift gibt es. Die Entvölkerung des 20. Jahrhunderts hat die höher gelegenen Weiler geleert, doch diese Leere ist heute der Grund, warum alle, die Stille und langsames Gehen suchen, hier heraufkommen. Man spricht noch Okzitanisch, die Sprache der Táler, und die Trockenmauern der Weiler erzählen von einer bäuerlichen Höhenwelt, die andernorts verschwunden ist.

Die okzitanischen Wege

Das wanderische Herz des Tals ist das System der Percorsi Occitani, ein Etappenring, der die Weiler auf halber Höhe und in der Höhe zwischen dem oberen und mittleren Tal verbindet. Man wandert von Etappenort zu Etappenort und schläft in kleinen Berghütten und Gasthöfen, die in restaurierten Steinhäusern eingerichtet sind. Der Verlauf folgt lange Strecken alten Saumpfaden und den berühmten in den Fels gehauenen Pfaden rund um Elva, einst gebaut, um die Weiler zu verbinden, als es noch keine Straßen gab.

Zu den markantesten Punkten gehören Chiappera, tief im oberen Tal, überragt vom Turm der Provenzale, einem der Symbolberge der Zone; das Gebiet von Ussolo und Marmora mit seinen verstreuten Weilern; und Elva mit der Kirche, die einen berühmten Zyklus von Renaissance-Fresken bewahrt. Weiter unten säumen Stroppo, Macra und Celle di Macra die Hänge mit Kapellen, Mühlen und fast verlassenen Weilern. Man muss nicht zwingend die ganze Runde machen: Man kann einzelne Etappen oder kurze Tagesrunden ab einem der Hauptweiler wählen.

Anreise

Man erreicht das Tal mit dem Auto von Cuneo oder Saluzzo aus und steigt von Dronero entlang der Straße, die dem Wildbach Maira folgt, hinauf. Das Tal ist lang und schmal, und in der Hochsaison kann der Talgrund einige verkehrsreiche Kurven haben, doch es genügt, zu Fuß auf die Wege aufzusteigen, um sich wieder allein wiederzufinden. Der öffentliche Nahverkehr ist begrenzt, daher empfiehlt es sich, mit dem Auto zum Ausgangspunkt zu fahren und sich dann nur noch zu Fuß fortzubewegen.

Hier zu wandern bedeutet, eine vom Menschen geschaffene und dann der Natur zurückgegebene Landschaft zu durchqueren. Die höher gelegenen Weiler, einst ganzjährig von Bauernfamilien bewohnt, sind teils vom Wald überwucherte Ruinen und teils Häuser, die von Menschen restauriert wurden, die zurückgekehrt sind, um in den Bergen zu leben oder zu arbeiten. Entlang der Wege trifft man auf Gemeinschaftsbacköfen, Brunnen, Votivkapellen und die Terrassen, die die Roggen- und Kartoffelfelder trugen. Es ist ein Tal, das lehrt, die Zeichen zu lesen: Ein behauener Stein, ein gepflasterter Pfad, eine Trockenmauer erzählen von Mühen und Wissen von Generationen, und auch das macht diese Wanderung anders als eine bloße Naturexkursion.

Der Schwierigkeitsgrad

Was den Schwierigkeitsgrad angeht, sind die Percorsi Occitani ein Etappentrekking mittleren Anspruchs: Man wandert mehrere Stunden am Tag mit ständigem Auf und Ab zwischen den Weilern, auf gut markierten, aber gelegentlich ausgesetzten Pfaden, vor allem in den in den Fels gehauenen Abschnitten. Alpinistische Fähigkeiten sind nicht erforderlich, wohl aber gute Beine und Höhenmetergewohnheit, denn jeden Tag steigt man merklich auf und ab. Die Etappen sind darauf ausgelegt, mit leichtem Rucksack zurückgelegt zu werden, mit Übernachtungen entlang des Weges.

Die beste Reisezeit

Die beste Zeit reicht vom Sommeranfang bis zum Herbstanfang. Der Juni schenkt blühende Wiesen und lange Tage, der Juli volles Grün, der September klare Luft, die ersten Farben und noch weniger Menschen. Der Menge entgeht man fast per Definition: Das Val Maira ist kein Ziel für den Massensonntagsausflug, und wer hierher kommt, ist fast immer ein Wanderer. Auch im August, dem andernorts überfülltesten Monat, bleibt der Druck hier verglichen mit den Tälern mit Aufstiegsanlagen zurückhaltend.

Ein praktischer Tipp: Reserviere rechtzeitig die Etappenunterkünfte, denn die Häuser sind klein, familiengeführt und haben wenige Betten, und viele schließen außerhalb der Saison. Informiere dich vorher über Öffnungstage und Angebote, bring Bargeld mit, denn nicht überall gibt es Empfang oder Kartenlesegeräte, und starte früh morgens, um die Weiler im schönsten Licht zu genießen und in Ruhe am Ziel anzukommen. Das Val Maira belohnt, wer entschleunigt: Es ist kein Tal, das man im Laufschritt durchquert, sondern eines, dem man Schritt für Schritt zuhört.

Praktische Reiseführer für Udine

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Die okzitanischen Wege des Val Maira?

Il periodo consigliato è Juni, Juli e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Die okzitanischen Wege des Val Maira?

Die okzitanischen Wege des Val Maira si trova in Val Maira, Cuneo.

Adatto a: Giugno Luglio Settembre

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