Hochebene Cansiglio, Belluno-Treviso, Italien

Der Cansiglio-Wald und die Hochebene der Zimbern

Auf der Grenze zwischen den Provinzen Belluno und Treviso ist die Hochebene des Cansiglio einer der grossen Buchenwaelder Norditaliens und bleibt doch abseits der grossen Besucherstroeme: keine mondaenen Skianlagen, keine Postkartendoerfer, nur Wald, Weiden und kleine zimbrische Gemeinschaften. Man kommt zu wenigen und wandert in der Stille.

Foto di Hochebene Cansiglio, Belluno-Treviso, Italien — Der Cansiglio-Wald und die Hochebene der Zimbern

Foto: Marco Walker (CC BY-SA 2.5) — Wikimedia Commons

Der Cansiglio ist einer jener Orte, die vom Radar verschwinden, obwohl sie riesig sind und nur einen Schritt von den venezianischen Staedten entfernt liegen. Sein Glueck ist auch seine Ruhe: Es ist eine bewaldete Hochebene ohne grosse Ortschaften oder fuer den Massentourismus gebaute Attraktionen, und das haelt die Menge fern, die sich stattdessen an den meistfotografierten Dolomiten sammelt. Hier kam man, um Holz zu schlagen, nicht um gesehen zu werden: Der Buchenwald war der 'Ruderwald' der Republik Venedig, die aus diesen Staemmen die Ruder fuer ihre Galeeren fertigte. Diese stille und produktive Berufung spuert man noch heute.

Was es zu sehen gibt

Ein guter Ausgangspunkt ist Pian Cansiglio, die zentrale Mulde der Hochebene, wo Wiesen, der botanische Alpengarten und die Informationsstellen liegen. Von hier verzweigen sich die Pfade ins Herz des Buchenwalds, zwischen hohen, geraden Baeumen, die im Herbst gelb und orange aufleuchten. Es lohnt sich, die Spuren der zimbrischen Kultur zu suchen: Die Zimbern sind eine alte deutschsprachige Gemeinschaft, die sich auf der Hochebene niederliess, und ihre historischen Kerne wie das Gebiet von Pian Osteria und die kleinen Doerfer am Hang erzaehlen eine Geschichte von Hirten und Holzfaellern, die von weit her kamen. Ein weiterer eindringlicher Ort ist die Zone der Dolinen und Karstwiesen, wo das Wasser im kalkigen Boden verschwindet.

Die Tierwelt des Waldes

Wer die Fauna liebt, findet im Cansiglio eine seiner Staerken: Die Hochebene ist beruehmt fuer ihre Rothirsche, und an Herbstabenden kann man dem Brunftruf beiwohnen und lauschen, dem tiefen Ruf der Maennchen zur Paarungszeit. Mit Diskretion und Geduld, auf den Wegen bleibend und in Stille, ist es eines der intensivsten Erlebnisse, das der Wald schenkt. Man begegnet auch Rehen und einer reichen Vogelwelt. Man braucht keine spektakulaeren Ziele: Es genuegen eine Lichtung, der aufsteigende Nebel und der sich hinter einem schliessende Wald. Der Cansiglio eignet sich auch fuer langsamere Erkundungen mit dem Fahrrad auf den Forststrassen, und im Winter, wenn der Schnee faellt, wird er zu einem stillen Paradies fuer Schneeschuhwandern und Langlauf, stets fern vom Gedraenge der grossen Skistationen.

Anreise

Zur Anreise empfiehlt sich das Auto. Man erreicht die Hochebene ueber Strassen, die von der Ebene um Treviso und aus dem Alpago im Bellunese aufsteigen, mit Serpentinen durch den Wald bis hinauf zu den zentralen Wiesen. Oben angekommen, bewegt man sich zu Fuss oder mit dem Fahrrad auf den Forststrassen und markierten Wegen. Die Entfernungen zwischen den Sehenswuerdigkeiten sind auch an einem Tag machbar, aber der Cansiglio belohnt jene, die anhalten und entschleunigen: Ein Halt in einer der aktiven Almen, wo im Sommer noch Milch verarbeitet wird, rundet den Besuch mit Kaese und lokalen Produkten ab.

Wann hingehen

Die beste Zeit haengt davon ab, was du suchst. Der Herbst zwischen September und Oktober ist wohl der schoenste Moment: Die Buchen wechseln die Farbe, die Luft ist frisch und klar, und die Zeit faellt mit der Brunftsaison der Rothirsche zusammen. Auch der Sommer ab Juni ist ideal, um im Kuehlen zu wandern, wenn die Ebene schwuel ist, und um die Almen in Betrieb zu erleben. In jeder Jahreszeit bleibt der Cansiglio wenig ueberlaufen, gerade weil er nicht die organisierte Unterhaltung der Tourismushochburgen bietet: Wer hierher kommt, sucht Natur und Stille, keine Schlangen und volle Parkplaetze. Selbst an schoenen Wochenenden absorbiert der Wald die Besucher, ohne je das Gefuehl von Gedraenge zu geben.

Ein praktischer Rat: Kleide dich in Schichten und brich frueh auf. Die Hochebene ist eine Mulde, in der sich kalte Luft staut, und selbst im Sommer sind die Morgen frisch und oft nebelverhangen, waehrend im Herbst die Temperaturen nach Sonnenuntergang rasch fallen. Gerade jene Stunden bei Morgen- und Abendgrauen sind die besten fuer die Stille und die Begegnungen mit Tieren. Nimm Wasser mit, feuchtwegtaugliches Schuhwerk und respektiere die Hinweise in den Schutzzonen: Der Cansiglio ist schoen, weil er wild geblieben ist, und er bleibt es nur, wenn man ihn auf Zehenspitzen durchquert.

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Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Der Cansiglio-Wald und die Hochebene der Zimbern?

Il periodo consigliato è Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Der Cansiglio-Wald und die Hochebene der Zimbern?

Der Cansiglio-Wald und die Hochebene der Zimbern si trova in Hochebene Cansiglio, Belluno-Treviso, Italien.

Adatto a: Giugno Settembre Ottobre

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