Trekking im Monti Lucretili zwischen Licenza und der Villa des Horaz
Ein Trekking im Naturpark Monti Lucretili in der Sabina: Olivenhaine, mittelalterliche Dörfer und die Überreste der Villa des Dichters Horaz in Licenza. Ein Regionalpark einen Katzensprung von Rom entfernt und doch fast unbekannt, in dem man in der Stille zwischen jahrhundertealten Olivenbäumen, Eichen und antiken römischen Erinnerungen wandert.
Foto: Etrusko25 (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Die Monti Lucretili sind das erste echte Gebirge, dem man begegnet, wenn man von Rom in die Sabina hinaufsteigt, und doch bleiben sie für die meisten Menschen ein Rätsel. Dieser Regionalpark, der aus mit Oliven bepflanzten Hügeln und bewaldeten Gipfeln besteht, wird von Pfaden durchzogen, die fast immer menschenleer sind, ist übersät mit mittelalterlichen Dörfern, die sich auf Bergkämme klammern, und getränkt von einer Geschichte, die bis zu den Römern zurückreicht. Hier hatte der Dichter Horaz seine geliebte Landvilla, den Rückzugsort, an dem er fern vom Chaos der Stadt schrieb: ein Detail, das für sich allein den Geist dieser Orte erzählt, die für die Langsamkeit und das Nachdenken gemacht sind.
Der stimmungsvollste Ausgangspunkt ist Licenza, ein kleines Dorf, das in das gleichnamige Tal geschmiegt ist. Unweit davon liegen die archäologischen Überreste der sogenannten Villa des Horaz, mit ihren Mosaikböden, den Thermen und den Fundamenten, die man mitten im Grünen besichtigen kann, begleitet von einem kleinen Antiquarium, das die Fundstücke bewahrt. Von hier aus starten zahlreiche Pfade, die zu den Gipfeln des Parks aufsteigen. Zu den Dörfern, die man nicht verpassen sollte, gehören Percile mit seinen natürlichen kleinen Seen namens Lagustelli, San Polo dei Cavalieri mit Blick auf die römische Landschaft, Marcellina am Fuß des Massivs und Palombara Sabina mit seiner Savelli-Burg. Jedes ist ein Balkon über dem Tal und eine kleine Welt aus Stein und Stille.
Die Wanderungen
Die eigentlichen Wanderungen führen zu den Hauptgipfeln wie dem Monte Gennaro und dem Monte Pellecchia, den höchsten des Massivs, von denen der Blick auf einer Seite die römische Landschaft bis zum Meer und auf der anderen die Berge der Sabina und des Apennins umfasst. Man wandert durch jahrhundertealte Olivenhaine, Eichen- und Buchenwälder, Hochwiesen, auf denen die Tiere weiden, und spektakuläre Frühlingsblüten. Die Landschaft wechselt ständig, von den silbernen Olivenweiten in den Tälern bis zu den schattigen Buchenwäldern der höheren Lagen und schenkt ein Gefühl von Vielfalt, das in einem so nahe an der Hauptstadt gelegenen Gebiet selten ist.
Anreise
Zur Anreise fährt man von Rom die Via Tiburtina oder die Autobahn Richtung Sabina hinauf, verlässt sie in Richtung der Ortschaften, die als Tore zum Park dienen, wie Marcellina, San Polo dei Cavalieri oder Palombara Sabina, um dann nach Licenza im inneren Tal aufzusteigen. Das Auto ist das praktischste Verkehrsmittel, um die verschiedenen Ausgangspunkte der Pfade zu erreichen, auch wenn einige Dörfer von Bussen aus der Gegend von Tivoli aus bedient werden. Vor Ort bewegt man sich zu Fuß auf den markierten Pfaden des Parks, die es erlauben, kurze Spaziergänge für alle oder anspruchsvollere Überquerungen zu den Gipfeln zu planen.
Beste Reisezeit
Die ideale Zeit ist der Frühling, zwischen April und Mai, wenn die Wiesen in Blüten explodieren, die Olivenbäume von einem zarten Grün sind und die Luft klar und frisch ist, perfekt für den Aufstieg. Auch der Oktober ist wunderschön: Es ist die Zeit der Olivenernte, die Wälder beginnen sich zu färben, und die Dörfer duften nach frischem Öl. In diesen Monaten entgeht man sowohl der sommerlichen Schwüle, die hier die exponierten Pfade beschwerlich machen kann, als auch der winterlichen Feuchtigkeit. Das Überraschendste ist, dass diese Berge, obwohl sie einen Katzensprung von Rom entfernt sind, fast unbekannt bleiben: Wer die Berge sucht, geht weiter weg, und wer die Kunst will, bleibt in Tivoli, sodass die Lucretili auch am Wochenende eine Oase der Stille bleiben.
Praktische Tipps
Ein praktischer Rat: Kombiniere das Trekking immer mit der Entdeckung der Dörfer und der Villa des Horaz, denn es ist die Verbindung von Natur, römischer Geschichte und Ölkultur, die diese Gegend einzigartig macht. Prüfe die Öffnungszeiten der archäologischen Stätte und des Antiquariums von Licenza, die je nach Saison variieren können, und mach dich früh am Morgen auf den Weg, um die Gipfel in den kühlsten Stunden zu genießen. Und schließlich: Halte an, um das native Olivenöl der Sabina direkt bei den Produzenten zu kaufen: Es ist eines der besten Italiens, und eine Flasche mit nach Hause zu nehmen ist der schmackhafteste Weg, sich an diese Berge zu erinnern.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Trekking im Monti Lucretili zwischen Licenza und der Villa des Horaz?
Il periodo consigliato è April, Mai e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Trekking im Monti Lucretili zwischen Licenza und der Villa des Horaz?
Trekking im Monti Lucretili zwischen Licenza und der Villa des Horaz si trova in Monti Lucretili, Latium.