Kottische Alpen, Cuneo

Die Umrundung des Monviso in drei Tagen

In den Kottischen Alpen in der Provinz Cuneo umrundet der Ring rund um den Monviso den 'Steinerkoenig' und die Quellen des Po und wechselt vom italienischen auf den franzoesischen Hang. Es ist ein grosser alpiner Klassiker, der weit weniger ueberlaufen bleibt als die Gipfel rund um den Mont Blanc.

Foto di Kottische Alpen, Cuneo — Die Umrundung des Monviso in drei Tagen

Foto: Luca Bergamasco (CC BY 3.0) — Wikimedia Commons

Der Monviso ist von halb Piemont aus zu sehen: Er ist jene isolierte, unverwechselbare Pyramide, die den Horizont Richtung Alpen abschliesst. Und doch kennt die Umrundung, obwohl beruehmte Route, nicht die Schlangen und den Andrang der Ueberquerungen unter dem Mont Blanc oder im Wallis. Hier ist der Berg rauer, die Huetten einfacher, und die Frequentierung bleibt jene echter Wanderer, nicht des Massentourismus. Es ist ein Grenzrundweg, der die italienische Cuneser Seite mit der franzoesischen des Queyras wechselt.

Der Ring des Viso

Der haeufigste Ausgangspunkt ist der Bereich Pian del Re, am oberen Ende des Po-Tals, wo die Quellen des Flusses Po entspringen. Von hier entwickelt sich die klassische Umrundung ueber mehrere Tage rund um den Berg und beruehrt einige Huetten, die als Etappenbasen dienen. Auf der italienischen Seite stuetzt man sich auf die Huette Quintino Sella nahe des Lago Grande di Viso und die Huette Vallanta im gleichnamigen Tal; der Uebergang nach Frankreich erfolgt ueber hochgelegene Paesse, von denen man zu den Huetten des Queyras absteigt. Der Ring fuehrt dann zurueck nach Italien und schliesst den Kreis um die Pyramide des Viso, die bei jeder Etappe ihr Gesicht wechselt.

Einer der eindrucksvollsten Punkte der Umrundung ist das beruehmte Buco di Viso, ein antiker in den Fels geschlagener Tunnel aus der Renaissance, um die italienische mit der franzoesischen Seite zu verbinden: Es ist eines der ersten alpinen Tunnelwerke der Geschichte und noch heute begehbar. Ringsum begleiten hochgelegene Seen, Geroellhalden und strenge Waende die Wanderung, mit dem Monviso stets im Zentrum der Szene.

Anreise

Man reist mit dem Auto an, indem man das Po-Tal von Saluzzo bis zu den Parkplaetzen im hohen Bereich hinauffaehrt, von wo der Weg beginnt. Es ist ein mehrtaegiges Trekking, das das Uebernachten in Huetten erfordert, daher empfiehlt es sich, leicht zu reisen und die Schlafplaetze im Voraus zu reservieren.

Was diesen Ring besonders macht, ist der staendige Perspektivwechsel auf den Berg. Von der italienischen Seite erscheint der Monviso als fast perfekte, von den anderen Gipfeln isolierte Pyramide; auf franzoesischer Queyras-Seite entdeckt man ein weiteres und komplexer strukturiertes Gesicht mit Graten und Vorspruengen, die man vom Tal aus nicht ahnt. Jede Etappe bietet unterschiedliche Seen, von den grossen Wasserspiegeln unter der Sella-Huette bis zu den verborgeneren Mulden der Seitentaeler, und der Kontrast zwischen den niedrigen Weiden und den hochgelegenen Geroellhalden begleitet den gesamten Weg. Es ist eine Runde, die das koerperliche Gefuehl vermittelt, einen ganzen Berg zu umrunden, was man zu Fuss selten machen kann.

Die Schwierigkeit

Die Schwierigkeit ist nicht zu unterschaetzen: Es ist eine Hochgebirgsroute mit langen Etappen, betraechtlichen Hoehenunterschieden und Paessen, die grosse Hoehen ueberschreiten, wo die Uebergaenge steinig, ausgesetzt und selbst zu Saisonbeginn verschneit sein koennen. Es ist keine alpinistische Route und erfordert kein Seil, aber gutes Training, Trittsicherheit auf unebenem Gelaende und Erfahrung im alpinen Umfeld. Die Etappen muessen an die eigene Kondition und die Schneebedingungen an den Paessen angepasst werden.

Wann hingehen

Die beste Zeit ist der Hoehepunkt und das Ende des Sommers, wenn die Paesse schneefrei sind und die Huetten geoeffnet. Juli und August bieten die sichersten Bedingungen an den hohen Paessen, waehrend der September klare Luft, weniger Menschen und die ersten Herbstfarben schenkt. Selbst in den Hochmonaten bleibt die Umrundung des Monviso ueberraschend ruhig im Vergleich zu den grossen Ueberquerungen der Westalpen: Es ist ein Ring, der Einsatz verlangt, und schon das haelt Gelegenheitswanderer fern. Der franzoesische Queyras-Hang ist zudem eine der am wenigsten vom Massentourismus beruehrten Alpenregionen.

Ein praktischer Rat: Informiere dich vor der Abreise ueber die Bedingungen der Paesse und die Oeffnung der Huetten, denn die nutzbare Saison ist kurz und ein spaeter oder frueher Schneefall kann alles veraendern. Nimm Ausweispapiere fuer den Grenzuebertritt mit, Bargeld in Euro fuer beide Seiten und Kleidung fuer die Kaelte: In der Hoehe schlaegt das Wetter schnell um und die Naechte sind selbst im Hochsommer streng. Wenn du dich nicht traust, den ganzen Ring zu schliessen, sind viele der einzelnen Etappen wunderschoene Ein- oder Zweitagesausfluege mit Rueckkehr zum selben Punkt.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Die Umrundung des Monviso in drei Tagen?

Il periodo consigliato è Juli, August e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Die Umrundung des Monviso in drei Tagen?

Die Umrundung des Monviso in drei Tagen si trova in Kottische Alpen, Cuneo.

Adatto a: Luglio Agosto Settembre

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