Die Via degli Dei: Bologna–Florenz zu Fuß durch den unbekannten Apennin
130 km durch den toskanisch-emilianischen Apennin, zwischen Römerstraßen, Kastanienwäldern und einsamen Pässen. Der schönste italienische Fernwanderweg, der nicht Santiago heißt.
Die Via degli Dei ist ein rund 130 Kilometer langer Wanderweg, der Bologna mit Florenz durch den toskanisch-emilianischen Apennin verbindet. Er folgt teilweise dem Verlauf der Via Flaminia militare, der römischen Straße aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., die beide Städte über die Berge miteinander verband. Der Name stammt von den Ortsnamen, die er berührt: Monte Adone, Monzuno, Monte Venere – Namen heidnischer Gottheiten, die den Bergen erhalten geblieben sind.
Man startet an der Piazza Maggiore in Bologna und ist innerhalb weniger Stunden bereits in den Bergen. Der Pfad steigt hinauf zu den Calanchi von Badolo, grauen Lehmformationen, die an eine Mondlandschaft erinnern, und tritt dann in die Kastanien- und Eichenwälder ein, die den emilianischen Hang bedecken. Am ersten Tag übernachtet man in Badolo oder Madonna dei Fornelli, kleinen Dörfern, in denen die Gastfreundschaft schlicht und aufrichtig ist.
Der zweite und dritte Tag bilden das Herz der Wanderung: Man steigt hinauf zum Passo della Futa, wandert auf dem Kamm mit Blick auf beide Seiten und steigt hinab in die Wälder des Mugello. Der Pfad wechselt zwischen Abschnitten gepflasterter Saumpfade – den Basaltsteinen der Via Flaminia militare, die seit zweitausend Jahren an Ort und Stelle liegen – und Waldpfaden. An einigen Stellen wandert man buchstäblich auf der Römerstraße, mit den noch sichtbaren Wagenspuren im Stein.
Der letzte Abschnitt, von San Piero a Sieve nach Fiesole, ist der aussichtsreichste: Man steigt hinauf zum Monte Senario mit seinem stillen Kloster, durchquert Olivenhaine und Weinberge, und dann geht es hinunter nach Fiesole, wo sich Florenz plötzlich unter einem enthüllt – der Dom, der Palazzo Vecchio, der Arno – eine Postkarte, die nach vier Tagen in Wäldern und Bergen den Atem raubt.
Die Via degli Dei bewältigt man in 4 bis 6 Tagen. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind gut: Herbergen, B&Bs, Agriturismi entlang der gesamten Strecke. Gegessen wird in den Dörfern – Tortellini auf der emilianischen Seite, Ribollita auf der toskanischen. Die beste Zeit ist April–Juni und September–Oktober.
In den letzten Jahren ist die Via degli Dei bekannter geworden, bleibt aber weit entfernt von den Menschenmassen des Jakobswegs. Man wandert stundenlang, ohne jemandem zu begegnen, schläft in Dörfern, in denen die Einwohner zahlreicher sind als die Pilger, und durchquert ein Stück Italien, das die Autobahn A1, die unter denselben Bergen hindurchführt, unsichtbar gemacht hat.
Praktische Reiseführer
- Wie kommt man nach Bologna: Zug, Flugzeug, Auto und Bus
- Was man in 2 Tagen in Bologna sehen sollte: eine vollständige Route zwischen Arkaden und Türmen
- Wo übernachten in Bologna: Viertel, Unterkünfte und praktische Tipps
- Wo essen in Bologna: Guide zu den besten Restaurants, Trattorien und Streetfood
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Via degli Dei?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Die Via degli Dei è affollata?
Die Via degli Dei è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Via degli Dei?
Die Via degli Dei si trova in Von Bologna nach Florenz, Emilia-Romagna–Toskana, Italien.