Via degli Dei: sieben Tage durch etruskische Wälder und stille Apenninen
Zu Fuß von Bologna nach Florenz, entlang antiker Römerstraßen und fast menschenleerer Apenninenkämme. Ein 130 km langer Weg, den kaum jemand kennt.
Foto: Mongolo1984 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Sie heißt Via degli Dei, weil sie Berge mit göttlichen Namen überquert – Monte Venere, Monte Luario, Monte Adone – und dieser mythologische Zufall ist bereits ein Versprechen. Der Weg verbindet Bologna und Florenz in sieben Etappen auf etwa 130 Kilometern und folgt größtenteils der römischen Via Flaminia Militare, jener Straße, die die Legionäre zwischen den zwei wichtigsten Städten Gallia Cisalpinas benutzten. Sehr wenige ausländische Touristen kennen ihn; viele Italiener haben nie von ihm gehört.
Die Strecke und die Etappen
Man startet auf der Piazza Maggiore in Bologna und steigt sofort zum Heiligtum der Madonna di San Luca auf, dann nach Marzabotto, wo eine der bedeutendsten etruskischen Städte der Poebene still am Fluss Reno liegt. Von dort wird der Wald dichter: Eichen, Buchen, jahrhundertealte Kastanien. Die anspruchsvollste Etappe überquert den Passo della Futa (903 m), wo der deutsche Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkriegs – 30.683 Kreuze aus Lavastein zwischen den Pinien – jeden Schritt in einer unerwarteten Stille anhalten lässt. Der letzte Abstieg nach Florenz schenkt einen Blick auf den Dom, der sich plötzlich zwischen den Olivenbäumen von Fiesole öffnet.
Wann gehen und wo schlafen
Die ideale Zeit ist April bis Mai und September bis Oktober: Die Wälder leuchten in Farben, die Hitze ist noch nicht unerträglich, und die CAI-Hütten entlang der Strecke – wie die am Monte Adone oder das Rifugio La Maestà – haben Plätze frei. Im Sommer ist der Weg begehbar, aber auf den stadtnahen Abschnitten stärker frequentiert; im Winter können einige Höhenlagen verschneit sein. Übernachtungen kosten zwischen 20 und 35 Euro pro Nacht in den kooperierenden Unterkünften; viele Pfarreien bieten Pilgerherbergen gegen freie Spende.
Was man isst und warum man ihn wählen sollte
Die kulinarische Grenze zwischen Emilia und Toskana überquert man zu Fuß mit dem Gaumen: Man beginnt mit der frittierten Crescentina und dem Prosciutto di Modena und endet beim Pane Sciocco und der Ribollita. In den dazwischenliegenden Dörfern wie Monzuno oder Castiglione dei Pepoli servieren die Trattorien noch die apenninische Bauernküche – Tortellini al Ragù, geschmorter Wildschweinbraten – zu Preisen, die in den Städten nur einer Vorspeise entsprechen. Die Via degli Dei ist der perfekte Weg für alle, die das Pilgererlebnis wollen, ohne nach Spanien zu fliegen: zuverlässige CAI-Beschilderung, abwechslungsreiche Landschaften und intensive historische Qualität auf jedem gegangenen Kilometer.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Via degli Dei?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Via degli Dei è affollata?
Via degli Dei è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Via degli Dei?
Via degli Dei si trova in Via degli Dei, Toskanisch-Emilianischer Apennin, Italien.
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