Monti Picentini, Avellino, Kampanien, Italien

Rundweg des Monte Cervialto in den Monti Picentini

Im Regionalpark Monti Picentini, in der Provinz Avellino, zeichnen Quellen, Buchenwälder und Hochebenen das bergige Irpinien. Ein weitläufiger, wasserreicher Park, dem Wandertourismus praktisch unbekannt.

Foto di Monti Picentini, Avellino, Kampanien, Italien — Rundweg des Monte Cervialto in den Monti Picentini

Foto: Lukewill (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons

Nur wenige wissen, dass ein Großteil des Wassers, das Kampanien und Apulien versorgt, hier entspringt, in den Bergen der Picentini. Dieser Regionalpark zwischen den Provinzen Avellino und Salerno ist eine grüne, feuchte Welt aus Buchenwäldern, Quellen und Hochebenen, weitläufig und dennoch vom Tourismus fast ignoriert. Während die Amalfiküste und die großen kampanischen Ziele von Besuchern überquellen, bleibt das bergige Irpinien ein abgeschiedenes Land aus stillen Dörfern und Pfaden, wo man leicht einen ganzen Tag lang niemandem begegnet.

Der Rundweg

Das Herz der Gruppe ist der Monte Cervialto, einer der höchsten Gipfel des kampanischen Apennins, und der Rundweg, der ihn umkreist, ist die beste Art, diesen versteckten Winkel kennenzulernen. Der natürliche Bezugspunkt ist die Hochebene Laceno bei Bagnoli Irpino, ein Bergkessel mit seinem See und den Pisten, die im Winter zum Skigebiet werden, in den anderen Jahreszeiten aber wieder zu einsamer Weide und Grasland werden. Von hier steigen die Pfade durch die Buchenwälder bis zum Gipfelgrat des Cervialto, von dem der Blick über ein Meer von Bergen bis, an klaren Tagen, zum fernen Golf schweift.

Die Landschaft

Das Milieu der Picentini ist vom Wasser geprägt. An den Hängen entspringen berühmte Quellen, wie jene, die die großen Wasserleitungen des Südens speisen, und die Hochebene Laceno beherbergt Schwinden und Karstphänomene, mit Höhlen und Dolinen, die von der kalkigen Natur des Berges zeugen. Die Buchenwälder sind dicht und schattig, im Herbst voller Pilze, und auf den Almen der Höhenlagen weiden noch immer Herden – eine Weidewirtschaft, die nach den Käsen und typischen Produkten Irpiniens duftet. Es ist eine Landschaft, die zugleich sanft und rau ist, in der die Hand des Menschen sich auf Hirtenpfade und einige wenige Hütten beschränkt.

Aus wandertechnischer Sicht ist der Cervialto-Rundweg eine Bergroute auf überwiegend gutmütigem Gelände: Waldpfade und Abschnitte über Grasgrat, ohne ausgesetzte oder technische Passagen. Die Anstrengung liegt im Höhenunterschied und in der Länge, weshalb ein Mindestmaß an Kondition nötig ist, doch ist es eine Route, die für regelmäßig Wandernde erreichbar bleibt und weitaus zugänglicher ist als die härteren Überquerungen im Apennin. Man kann sie an einem Tag angehen, wenn man früh startet, oder sie in aller Ruhe teilen und Pausen an Quellen und Almen genießen. Es gibt Markierungen, doch auf einigen Abschnitten können sie spärlich sein, und in den dichten Buchenwäldern verliert man leicht die Orientierung. Es empfiehlt sich daher, mit Karte und GPS-Track unterwegs zu sein und sich vor Ort über den Zustand der Pfade zu informieren.

Anreise

Zur Anreise erreicht man das Gebiet Laceno und Bagnoli Irpino aus dem Innern Irpiniens, mit dem Auto von den Autobahnausfahrten Richtung Avellino und dann über die Straßen, die zur Hochebene hinaufführen. Öffentliche Verkehrsmittel bedienen die Dörfer, werden in höheren Lagen aber selten, weshalb das Auto mit Abstand die praktischste Lösung ist, um die Ausgangspunkte der Pfade zu erreichen und sich in einem so weiten und schwach erschlossenen Gebiet zu bewegen.

Wann gehen

Die beste Zeit reicht vom späten Frühling bis in den Herbst. Mai und Juni schenken leuchtend grüne Buchenwälder, blühende Wiesen und wasserreiche Quellen, während der Oktober die Wälder mit den Farben des Herbstlaubs entflammt und die klarste und frischeste Luft des Jahres bringt. In diesen Monaten sind die Picentini in wandertechnischer Hinsicht praktisch menschenleer: Der Ruf des Parks ist vor allem an das Wasser und den Skisport in Laceno geknüpft, und kaum jemand denkt daran, die Kämme zu Fuß zu erwandern. Für alle, die Einsamkeit und unberührte Natur suchen, ist das ein Glücksfall.

Ein praktischer Rat: In diesen feuchten Bergen steigen häufig Nebel aus dem Talgrund auf, auch im Sommer, und in den dichten Buchenwäldern sinkt die Sichtweite schnell. Starte früh, behalte den Himmel im Auge und verlasse dich nicht nur auf die Beschilderung, sondern führe einen zuverlässigen GPS-Track mit. Nutze dann die Pause in den Dörfern Irpiniens, um deren Produkte zu kosten, von den Käsen bis zum schwarzen Trüffel von Bagnoli: Das langsame Reisen führt hier auch über den Tisch.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Rundweg des Monte Cervialto in den Monti Picentini?

Il periodo consigliato è Mai, Juni e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Rundweg des Monte Cervialto in den Monti Picentini?

Rundweg des Monte Cervialto in den Monti Picentini si trova in Monti Picentini, Avellino, Kampanien, Italien.

Adatto a: Maggio Giugno Ottobre

Hai qualcosa da aggiungere?

Questo articolo lo scriviamo perché ci crediamo, ma non siamo dappertutto. Se hai visto un errore, se conosci un luogo che ci manca, o se ti va di scriverne uno tu — dicci.

Data sbagliata? Nome scritto male? Un luogo che non esiste? Scrivilo qui — anche una frase basta.

In der Nähe

Weitere Reiseziele

Meno conosciute, dal nostro blog

Una selezione casuale dalle nostre guide meno linkate: quattro mete che non c'entrano con questa pagina, giusto per esplorare.

← Alle Reiseführer

⚖ Confronta (0)