Italien

Die besten Reisebücher, die man vor der Abreise lesen sollte

Reportagen und Reiseerzählungen für den Koffer: die besten Reisebücher, die verändern, wie man Orte betrachtet.

Foto di Italien — Die besten Reisebücher, die man vor der Abreise lesen sollte

Ein gutes Buch tut für ein Reiseziel das, was keinem Reiseführer gelingt: Es verwandelt es aus einer Liste sehenswerter Dinge in einen von Geschichten, Stimmen und Fragen bewohnten Ort. Deshalb lohnt es sich, noch vor der Buchung sorgfältig auszuwählen, was man liest. Wir haben die besten Reisebücher zusammengetragen, zwischen Reportage und Erzählung, Klassikern und aktuellen Titeln, mit einem Auge für jene langsame, neugierige Art, in der Welt zu sein, die uns am Herzen liegt. Nichts Verpflichtendes, nur Lektüren, die haften bleiben.

Das Italien von Levi

Beginnen wir mit Italien, denn oft lernt man hier zu schauen. „Christus kam nur bis Eboli" von Carlo Levi (1945) entstand aus der Verbannung des Autors in die Lucania und erzählt von einem bäuerlichen Süden aus Calanchi und Stille. Es zu lesen, bevor man nach Aliano hinaufsteigt, in das Dorf, in dem Levi lebte und heute ruht, verändert alles: die Mauern, die Gesichter, das Licht. Dieselbe tonige Landschaft findet sich in Craco, verlassenes Dorf über den Abgründen, und in den vicinati des Sasso Caveoso in Matera, wo Levis Seite zu Stein wird.

Wer eine literarische Karte des ganzen Landes sucht, für den bleibt „Viaggio in Italia" von Guido Piovene (1957) unübertroffen: aus einer Radioreportage entstanden, durchquert es Region für Region ein Italien im Wandel. Es ist die ideale Lektüre, wenn man sich eine Route durch die weniger bekannten mittelalterlichen Dörfer bauen möchte, dem Korn der Orte statt den meistfotografierten Monumenten nachjagend.

Rumiz und die Klöster

Unter den Zeitgenossen ist Paolo Rumiz der Name, den man kennen muss. „La leggenda dei monti naviganti" (2007) durchquert Alpen und Apennin, als wären sie ein einziges Rückgrat aus Wasser und Stein, und ist der perfekte Begleiter für Liebhaber des kleinen Berglands. „Il filo infinito" (Feltrinelli, 2019) ist dagegen eine Pilgerreise durch die Benediktinerklöster Europas: Sie beginnt in den Trümmern von Norcia und sucht im „ora et labora" die Wurzeln eines Kontinents. Ihn zu lesen bereitet darauf vor, Orte wie die schönsten Abteien Italiens, San Pietro in Valle in Ferentillo oder das französische Conques mit einer anderen Stille im Inneren zu betreten.

Für den Berg als Lebensentscheidung gibt es „Acht Berge" von Paolo Cognetti (Premio Strega 2017), Geschichte einer Freundschaft in den Alpen, die viele Leser wieder in die Höhe geführt hat. Nach der Lektüre betrachtet man ein Dorf wie Pedemonte bei Alagna mit seinen Walser Holzhäusern anders, oder man bricht zu den Tailly-Seen im Val d'Otro auf, dem Valsesia, das wild bleibt.

Die Klassiker der Welt

Weitet man den Blick auf die Welt, sind einige Titel Klassiker des Genres. „In Patagonien" von Bruce Chatwin (1977) hat eine Art des Reiseerzählens aus Fragmenten und Obsessionen erfunden; sein „Traumpfade" (1987) sucht in den gesungenen Fährten der australischen Aborigines eine uralte Idee des Nomadentums. „Afrikanisches Fieber" von Ryszard Kapuściński (1998) versammelt Jahrzehnte eines von innen erlebten Afrikas, fern der Hotels für Ausländer: die ehrlichste Reportagelehre, die man im Koffer mitnehmen kann. Und „Fliegen ohne Flügel" von Tiziano Terzani (1995): Wegen einer Prophezeiung verbringt der Autor ein ganzes Jahr, ohne ein Flugzeug zu nehmen, und entdeckt, dass sich per Land und Meer zu bewegen Asien Zeit, Detail und Begegnungen zurückgibt.

Die Erzählliteratur wiederum kann pure Geografie sein. „Die unsichtbaren Städte" von Italo Calvino ist ein imaginäres Zwiegespräch zwischen Marco Polo und Kublai Khan, in dem im Grunde jede Stadt von Venedig spricht: Gern liest man es wieder, wenn man an die Alternativen zu Venedig denkt, die anderen Städte am Wasser fern des Gedränges. „Indisches Nachtstück" von Antonio Tabucchi (1984) ist dagegen eine Reise-Verfolgung durch das nächtliche Indien, kurz und fiebrig, an einem Abend zu lesen.

Das kleine Europa

Auch das weniger begangene Europa hat seine Bücher. „Mani" von Patrick Leigh Fermor begleitet, wer in den tiefen Peloponnes hinabsteigt, in Steindörfer wie Dimitsana, thronend über den Schluchten Arkadiens. Für das innere Spanien erzählt „Als ich einst in einer Sommernacht auszog" von Laurie Lee einen Fußmarsch in den 1930er Jahren, der Lust auf schwebende Städte wie Cuenca mit seinen an den Abgrund gehängten Häusern macht.

Zuletzt zwei Lektüren, die fast ein Manifest sind: keine Erzählliteratur, aber sie helfen, mit dem richtigen Kopf aufzubrechen. Unsere Seiten darüber, wie man Overtourism vermeidet und warum es sich lohnt, in Nebensaison zu reisen, vervollständigen die ideale Bibliothek jener, die zuerst lesen, langsam gehen und mit mehr als einer Fotografie zurückkehren wollen.

Praktische Reiseführer für Venedig

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Die besten Reisebücher?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Die besten Reisebücher?

Die besten Reisebücher si trova in Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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