Craco, das lukanische Dorf hoch über den Lehmschluchten
Craco, mittelalterliches Dorf in der Basilikata, durch Erdrutsche entvölkert, erhebt sich auf einem Lehmsporn zwischen Calanchi: Ruinen und Mondlandschaft in der Nähe von Matera.
Foto: Maurizio Moro5153 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Orte, die den Atem anzuhalten scheinen, und Craco ist einer davon. Das alte Dorf klettert einen Lehmsporn hinauf, der sich wie der Bug eines Schiffes aus der Landschaft löst und die Täler zwischen den Flüssen Agri und Cavone in der Provinz Matera beherrscht. Ringsum die Calanchi: Falten aus nackter, weißlicher und rissiger Erde, die die Sommersonne aufleuchten lässt und der Winter fast mondähnlich macht. Und oben die leeren Häuser, der Turm, die Kirchen ohne Dach.
Eine Geisterstadt
Craco ist eine Geisterstadt, aber seine Geschichte ist jung und konkret. Der seit dem Mittelalter bewohnte Ort wurde ab den 1960er Jahren fortschreitend verlassen, wegen wiederkehrender Erdrutsche, die seine Stabilität gefährdeten. Ein großer Erdrutsch, insbesondere der von 1963, zwang die Bewohner, sich talabwärts umzusiedeln; das Erdbeben in Irpinien 1980 tat den Rest. Was bleibt, ist ein wie eingefrorenes, fragiles Dorf, in dem die Erde langsam weiter zurücknimmt, was der Mensch gebaut hatte.
Der Besuch
Heute wird der Ort nur begleitet und mit Helm auf sicherheitsgeprüften Wegen besichtigt, gerade weil die Ruinen instabil sind. Erwartet nicht viele touristische Dienstleistungen oder Restaurants in den Gassen: Man geht, hört dem Wind zu, schaut. 2010 wurde Craco in die Watch List des World Monuments Fund aufgenommen, eine Anerkennung seines Wertes und seiner Fragilität. Seine unheimliche Fotogenität hat ihn auch zur Filmkulisse gemacht, aber Menschen aus Fleisch und Blut werdet ihr wenige treffen.
Und genau das ist der Punkt. Wenige Kilometer entfernt liegt Matera mit seinen berühmten und überfüllten Sassi; hier hingegen herrscht noch die Stille. Craco zu besuchen bedeutet, die Kehrseite des Massentourismus zu wählen: Langsamkeit, Respekt, Aufmerksamkeit. Bucht eine offizielle Führung, tragt geeignete Schuhe, nehmt Wasser mit und löst nichts von den Mauern.
Wann hinfahren
Die besten Monate sind Frühling und Frühherbst, wenn das Licht weich ist und die Hitze der Calanchi erträglich wird. Lasst das Auto stehen, hebt den Blick zum Turm und lasst euch von einem Italien überraschen, das, über dem Lehm schwebend, noch zu schweigen weiß.
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Anreise
Das alte Craco, das verlassene Dorf, erreicht man praktisch nur mit dem Auto: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind spärlich und erreichen das alte Dorf nicht, das mit einer Führung besichtigt wird. Von Matera oder Potenza kommend ist die Route zwischen den Calanchi gut ausgeschildert. Der nächste Bahnhof ist Pisticci Scalo, während der Referenzflughafen Bari ist, von wo aus man etwa eineinhalb Stunden ins Innere der Basilikata fährt.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Craco?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Craco è affollata?
Craco è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Craco?
Craco si trova in Craco, Basilikata, Italien.
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Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Pisticci ~11 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Taranto-Grottaglie TAR ~83 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.