Tursi und die Rabatana: das sarazenische Dorf, das sich an die Erosionsschluchten klammert
In der Provinz Matera bewahrt Tursi die Rabatana, ein altes arabisches Viertel, das über den Calanchi schwebt, sowie vom Tourismus vergessene Adelspaläste.
Foto: A.mormando at Italian Wikipedia (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Orte, die der organisierte Tourismus nie gelernt hat auszusprechen. Tursi, im Süden der Provinz Matera, ist einer davon: ein Labyrinth aus Gassen, steinernen Portalen und Adelspalästen, das sich einen tonigen Hügel hinaufzieht, umgeben von Erosionsschluchten. Wer hier ankommt, findet keine Schlangen, keine Tickets, keine Menschenmassen. Er findet Stille und das Rauschen des Windes zwischen den Schluchten.
Das sarazenische Viertel
Der alte Kern heißt Rabatana. Der Name selbst verrät die Herkunft: Er stammt aus dem Arabischen, ein Erbe der Sarazenen, die sich um die Mitte des 9. Jahrhunderts auf diesem Felssporn niederließen und einen tiefen Abdruck im Dialekt und in der Form der Häuser hinterließen. An den höchsten Punkt des Ortes geklammert und von unzugänglichen Schluchten isoliert, ist die Rabatana heute fast völlig unbewohnt: ein Labyrinth aus Gassen, Behausungen und Höfen, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
An diese Orte ist die Erinnerung an Albino Pierro gebunden, den 1916 in der Rabatana geborenen Dichter aus Tursi, der mehrmals für den Nobelpreis nominiert wurde und aus dem Dialekt seines Dorfes eine literarische Sprache machte. Die Erosionsschluchten, die Felsen und die Gassen, die man in seinen Versen liest, sind noch hier, erkennbar, unversehrt. Hier hindurchzugehen ist, als beträte man ein Gedicht, das nicht für Besucher geschrieben wurde.
Was man sehen kann
Zwischen dem historischen Zentrum und dem alten Viertel bewahrt Tursi rund vierzig historische Wohnhäuser und Adelspaläste, einige restauriert, andere in würdigem Verfall verharrend. Es lohnt sich, ziellos umherzuwandern, den Blick zu den schmiedeeisernen Balkonen zu heben und dann die Petrizze in Angriff zu nehmen, die lange, steile Steintreppe, die das Dorf mit der Rabatana verbindet, indem sie die Schluchten überwindet.
Wann hinreisen
Man besucht es in einem halben Tag, aber es lohnt die Langsamkeit, länger zu bleiben. Geht im Frühling oder Herbst hin, wenn das Licht weich ist und die Hitze den Ton nicht beißt. Bringt bequeme Schuhe, Respekt für die wenigen Menschen mit, die diese Gassen noch bewohnen, und die Bereitschaft, nicht sofort alles zu verstehen: Das ist hier der Sinn des Reisens.
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Anreise
Tursi liegt im Materaner Land, in Richtung ionische Küste: Mit dem Auto gelangt man über die SS106 Jonica (Ausfahrt Policoro-Tursi) oder, von Norden kommend, über die SS653 Sinnica hin. Der zuständige Bahnhof ist Policoro-Tursi an der ionischen Linie, von dort geht es mit Bus oder Taxi weiter ins Dorf. Die günstigsten Flughäfen sind Bari sowie alternativ Brindisi und Lamezia Terme. Das Viertel Rabatana liegt im oberen Teil des Dorfes, mit Parkplatz in der Nähe.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Tursi und die Rabatana?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Tursi und die Rabatana è affollata?
Tursi und die Rabatana è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Tursi und die Rabatana?
Tursi und die Rabatana si trova in Tursi, Basilikata, Italien.
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Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Policoro-Tursi ~20 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Taranto-Grottaglie TAR ~85 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.