Val d'Ultimo (Ultental), Bozen, Italien

Val d'Ultimo und die tausendjährigen Lärchen

Das Ultental (Val d'Ultimo), ein Seitental oberhalb von Bozen, ist bewusst außerhalb der großen Südtiroler Touristenrouten geblieben. Zwischen historischen Höfen, steilen Wiesen und einigen der ältesten Lärchen Europas bewahrt es einen archaischen Rhythmus und eine für Südtirol seltene Stille.

Foto di Val d'Ultimo (Ultental), Bozen, Italien — Val d'Ultimo und die tausendjährigen Lärchen

Foto: Geisler Martin (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons

In Südtirol sind die berühmtesten Täler mit Tourismus überfüllt, doch es genügt, von der Straße zwischen Bozen und Meran in Lana abzubiegen, um in ein Tal einzudringen, das einen anderen Weg gewählt hat. Das Val d'Ultimo, auf Deutsch Ultental, schlängelt sich zwischen dichten Wäldern und steilen Hängen nach Westen und blieb lange isoliert und arm: Genau diese Abgeschiedenheit hat es bewahrt. Hier gibt es keine großen Skigebiete oder mondänen Ferienorte, und die Berglandwirtschaft mit ihren verstreuten Höfen bildet noch immer das Rückgrat des Tals.

Die tausendjährigen Lärchen

Das Herzstück des Erlebnisses sind die tausendjährigen Lärchen von St. Gertraud (Santa Geltrude) am Ende des Tals. Es sind gewaltige Bäume, unter den ältesten Europas, die dank ihrer isolierten Lage und des Respekts der Bewohner Jahrhunderte überdauert haben. Sie zu erreichen ist einfach: Ein kurzer Weg startet in der Nähe der Ortschaft und führt zu diesen Riesen mit verwundenen Stämmen, lebende Zeugen einer sehr langen Geschichte. Unter ihren Kronen zu stehen, in einer stillen Lichtung, vermittelt das Zeitmaß des Berges.

Man durchquert das Tal, indem man es von Lana aus ins Innere hinaufsteigt und dabei die wichtigsten Orte berührt: St. Pankraz (San Pancrazio), St. Nikolaus (San Nicolò) und schließlich St. Gertraud. Unterwegs lohnt sich ein Halt im Museum des Ultentals, das das bäuerliche Leben, die Höfe und die traditionellen Handwerke schildert und hilft, die Kultur dieser abgeschiedenen Gemeinschaft zu verstehen. Die historischen Höfe, von denen einige jahrhundertealt sind, punktieren die steilen Wiesen, und viele bieten Gastfreundschaft und eigene Produkte an.

Der Park und die Seen

Der obere Teil des Tals gehört zum Nationalpark Stilfser Joch, dessen Bestandteil das Ultental ist. Von St. Gertraud aus starten die Wege zu den Hochgebirgsseen und zu den Almen unterhalb der höchsten Gipfel. Eindrucksvoll ist die Wanderung zu den hochgelegenen Bergseen im Bereich des Talschlusses, wo die Landschaft streng und grandios wird, dominiert von den Gletschern des Ortler-Cevedale. Für Freunde des langsamen Gehens wird das Tal von Wegen durchzogen, die die Höfe an den sonnigen Hängen miteinander verbinden.

Anreise

Zur Anreise empfiehlt sich das Auto: Von der Autobahnausfahrt Bozen erreicht man Lana und biegt von dort in die Talstraße ein, die sanft bis nach St. Gertraud ansteigt. Es gibt auch eine Buslinie, die von den Zentren des Etschtals ins Ultental hinauffährt, praktisch für alle, die ohne Auto unterwegs sind. Im Tal selbst bewegt man sich zu Fuß auf den ausgeschilderten Wegen oder mit dem Rad entlang der Radwege; die Entfernungen zwischen den Dörfern sind kurz und laden zu einer Reise ohne Eile ein.

Wann hinfahren

Die idealen Monate sind der Juni, wenn die Wiesen blühen und die Almen wieder öffnen, sowie September und Oktober, wenn die Lärchen sich golden verfärben und die Hänge in ein unverwechselbar warmes Licht tauchen. Es sind die Zeiten, in denen das Tal sein Bestes gibt und dabei ruhig bleibt: Der Sommer bringt einige Sommerfrischler mehr, doch das Ultental kennt nicht die Menschenmassen der Nachbartäler, und in der Zwischensaison sind die Wege fast menschenleer. Der Herbst mit dem Farbenspiel der Lärchen ist vielleicht der schönste und am wenigsten überlaufene Zeitraum.

Ein praktischer Tipp: Nimm dir Zeit für die Höfe und ihre Produkte. Viele Familien verkaufen selbstgemachten Speck, Käse und Brot, und in einem für Besucher geöffneten Hof einzukehren, vielleicht für einen Teller Knödel, ist die beste Art, eine Gemeinschaft zu unterstützen, die dieses Tal gerade dadurch am Leben gehalten hat, dass sie auf den Massentourismus verzichtet hat. Bring auch im Sommer gutes Schuhwerk und warme Kleidung mit: Der Talboden liegt im Schatten und ist kühl, und beim Aufstieg zu den Seen gewinnt man schnell an Höhe.

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Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Val d'Ultimo und die tausendjährigen Lärchen?

Il periodo consigliato è Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Val d'Ultimo und die tausendjährigen Lärchen?

Val d'Ultimo und die tausendjährigen Lärchen si trova in Val d'Ultimo (Ultental), Bozen, Italien.

Adatto a: Giugno Settembre Ottobre

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