Italien

Die schönsten Abteien Italiens, Region für Region

Die schönsten Abteien Italiens Region für Region: romanische Kreuzgänge, langobardische Altäre und Klöster am Meer – mit klarem Grund zum Hinfahren.

Foto di copertina — Die schönsten Abteien Italiens, Region für Region

Foto: Paolo Barbaro (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Eine Abtei ist mehr als eine Kirche. Sie ist ein Organismus aus Kreuzgängen, Refektorien, Skriptorien und Gärten, der jahrhundertelang die Landschaft um sich herum ordnete, oft am Grund eines Tales oder auf einem eigens abgelegen gewählten Sporn. Deshalb liegen viele der schönsten Abteien Italiens nicht in den großen Kunststädten, sondern zwanzig Minuten Wanderweg oder Bootsfahrt entfernt. Hier ist eine Runde Region für Region, mit einem konkreten Grund für jede Station.

Norditalien

**Piemont.** Zwischen den Hügeln von Albugnano im Monferrato von Asti bewahrt die Abtei Santa Maria di Vezzolano einen der besterhaltenen romanischen Kreuzgänge Norditaliens und einen skulptierten Lettner, der das Kirchenschiff teilt: Die eingemeißelte Jahreszahl lautet 1189, doch Kunsthistoriker datieren ihn um 1230. Die Reise lohnt sich für die bemalten Reliefs, in denen der Mantel der Jungfrau noch mit Lapislazuli koloriert ist, und für den Freskenzyklus des Kreuzgangs aus dem 14. Jahrhundert.

**Lombardei.** Oberhalb von Civate in der Provinz Lecco erreicht man San Pietro al Monte nur zu Fuß, mit einem Aufstieg von rund einer Dreiviertelstunde: Oben stehen ein Ziborium und frühmittelalterliche Stuckarbeiten, die im Verhältnis zur Mühe des Weges überdimensioniert wirken – und genau das ist der Punkt. Am Lago Maggiore hingegen klebt Santa Caterina del Sasso an der senkrechten Felswand über dem Wasser: Man erreicht es per Boot oder über eine lange Treppe, und die Aussicht verändert sich je nach Tageszeit vollständig.

**Ligurien.** San Fruttuoso hat keine Straße: Entweder kommt man per Boot von Camogli und Portofino oder zu Fuß über die Wege des Vorgebirges. Die Benediktinerabtei blickt auf einen winzigen Strand, mit der Krypta der Doria im Rücken; in der Hochsaison bricht man am besten früh am Morgen auf, bevor sich die Bucht füllt.

**Friaul-Julisch-Venetien.** In Sesto al Reghena hat die Abtei Santa Maria in Sylvis sogar die Ortschaft selbst geprägt: Häuser, Turm und Graben sind rund um das langobardische Benediktinerkloster gewachsen. Im Innern erwarten dich Fresken aus dem 14. Jahrhundert und eine Krypta, die frühmittelalterliche Skulpturen hütet.

Mittelitalien

**Umbrien.** Im Valnerina ist San Pietro in Valle oberhalb von Ferentillo eine kleine Enzyklopädie mittelalterlicher Kunst. Dort steht der langobardische Altar von Ursus Magester, einer der seltenen Fälle, in denen der Bildhauer sein Werk signiert; dort sind die romanischen Fresken des 12. Jahrhunderts, gründlich studiert vor den Baustellen in Assisi; und dort dienen römische Sarkophage als Gräber der Herzöge von Spoleto.

**Marken.** San Vittore alle Chiuse ist eine romanische Zentralbaukirche aus weißem Stein, gepflanzt genau am Eingang der Sentino-Schlucht, wenige Schritte von den Höhlen von Frasassi entfernt. Sie lässt sich leicht mit einer Wanderung am Fluss verbinden, was die halbe Miete des Ausflugs ist.

**Toskana.** Sant'Antimo kennt jeder, doch San Galgano bleibt ein Erlebnis für sich: Die Zisterzienserabtei ist ohne Dach, eine gotische Kathedrale, offen zum Himmel und zum Gras. Ein Stück oberhalb, in der Rotunde von Montesiepi, steckt das echte Schwert im Stein, das so viele Legenden inspirierte.

Der Süden

**Kampanien.** Über dem Tal des Ofanto, nahe Sant'Angelo dei Lombardi, ist die Abtei Goleto ein zisterziensischer Komplex, teils in Ruinen, gezeichnet von den irpinischen Erdbeben, doch gerade dadurch beredt: normannischer Turm, vanvitelliansche Kirche und Mauern, die neun Jahrhunderte Geschichte erzählen.

Die Runde ließe sich lange fortsetzen. Abseits der überlaufenen Ziele verdienen auch Pomposa mit seinem Kampanile im Po-Delta, die Abtei Praglia auf den Euganeischen Hügeln, die zisterziensischen Anlagen in Latium (Fossanova und Casamari), die Novalesa im Val di Susa und Santa Maria di Cerrate im Salento einen Abstecher.

Praktische Tipps

Ein paar praktische Hinweise: Viele Abteien tragen sich mit wenigen Personen und Spenden, deshalb sind die Öffnungszeiten begrenzt, oft mittags geschlossen, im Winter verändert. Ruf vorher an, bring Bargeld für die Spende mit und versuche, wo die Klostergemeinschaft noch aktiv ist, zur Vesper zu kommen: Das Gebäude tut wieder das, wofür es geschaffen wurde, und man versteht alles viel besser.

Praktische Reiseführer für Assisi

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Die schönsten Abteien Italiens?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Die schönsten Abteien Italiens?

Die schönsten Abteien Italiens si trova in Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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