Der Cammino di Oropa: drei Tage zu Fuß durch Reisfelder und die Biellese-Alpen
70 km von Santhià bis zum Heiligtum von Oropa, von der piemontesischen Ebene bis auf 1200 Meter in die Voralpen: ein Pilger- und Landschaftsweg ohne Menschenmengen.
Foto: Davide Papalini (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Der Cammino di Oropa ist ein rund 70 Kilometer langer Weg, der von den Reisfeldern der Provinz Vercelli bis zum Heiligtum von Oropa in den Biellese-Voralpen auf 1200 Meter Höhe hinaufsteigt. Es ist ein Pilgerweg – das Heiligtum ist das bedeutendste Piemonts –, aber auch eine Reise durch Landschaften, die sich in drei Wandertagen radikal wandeln.
Der Weg beginnt in Santhià, in der Reisebene zwischen Vercelli und Biella. Die ersten Kilometer sind flach und wasserreich: geflutete Reisfelder, Kanäle, Bauernhöfe. Im Frühjahr sind die Reisfelder Wasserspiegel, in denen sich die Wolken und die Berge im Hintergrund spiegeln. Man geht auf Schotterwegen und Dämmen, mit nichts als dem Quaken der Frösche und dem Summen der Libellen.
Hinter Biella wandelt sich die Landschaft: Es geht hinauf durch Kastanienwälder und Steindörfer. Das Cervo-Tal öffnet sich zur Linken mit seinen Walserdörfern und den Häusern aus dunklem Holz. Der Weg folgt einer alten Route, die seit Jahrhunderten von Pilgern begangen wurde, die zum Heiligtum hinaufstiegen, um ein Gelübde einzulösen oder um eine Gnade zu bitten.
Das letzte Stück ist das ergreifendste: Man steigt durch den Wald, das Heiligtum taucht zwischen den Bäumen auf und verschwindet wieder, bis sich die weite Fläche mit der großen barocken Anlage öffnet, eingebettet in die Berge. Oropa ist ein Ort, der durch seine Größe überrascht – es wirkt wie eine kleine Stadt, mit Kreuzgängen, Galerien und monumentalen Gebäuden – und durch die Stille, die es umgibt.
Der Weg lässt sich in drei Tagen mit Etappen von 20 bis 25 km bewältigen. Die Gastfreundschaft ist gut: Herbergen, Pfarrhäuser und das Pilgerhospiz des Heiligtums am Ziel. Auf dem Speiseplan stehen Polenta Concia, Toma Biellese und Risotto aus den Reisfeldern. Die beste Reisezeit ist April bis Juni und September bis Oktober.
Der Cammino di Oropa gehört zu jenen Wegen, die Italien besser erzählen als jeder Reiseführer: von der Ebene ins Gebirge, vom Reis zum Kastanienbaum, von der Anstrengung zur Kontemplation. Drei Tage, die eine Reise wert sind.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Der Cammino di Oropa?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Der Cammino di Oropa è affollata?
Der Cammino di Oropa è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Der Cammino di Oropa?
Der Cammino di Oropa si trova in Von Santhià nach Oropa, Piemont, Italien.