Pont-Saint-Martin: die römische Brücke, an der zwei Jahrtausende nicht gerüttelt haben
Am Eingang zum Aostatal überspannt ein römischer Bogen aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. den Lys noch immer so, wie am Tag seiner Errichtung - in einem Ort, den kaum jemand eines Blickes würdigt.
Foto: Patafisik (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Pont-Saint-Martin ist der erste Ort, auf den man stößt, wenn man von der Autobahn ins Aostatal einbiegt. Fast alle drosseln das Tempo, um die Ausfahrt zu nehmen, doch nur wenige halten an. Dabei erhebt sich mitten im Ortskern eine römische Bogenbrücke aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., perfekt erhalten und noch heute begehbar - eine der am besten bewahrten römischen Brücken des westlichen Alpenbogens. Siebenundfünfzig Meter lang, dreiundzwanzig Meter über dem Bett des Wildbachs Lys, mit einem einzigen Bogen von einunddreißig Metern Spannweite.
Geschichte und Legende der Brücke
Die Brücke wurde von den Römern während der Alpenfeldzüge errichtet, vermutlich um 25 v. Chr., zeitgleich mit der Gründung von Augusta Praetoria (dem heutigen Aosta). Einer örtlichen Legende zufolge bot der Teufel an, die Brücke zu bauen, im Tausch gegen die erste Seele, die sie überqueren würde: Der Priester, der das Bauwerk segnete, ließ eine Katze hinüberlaufen und legte so den Bösen herein. Die Sage wird in einigen Darstellungen der lokalen Kirchen aufgegriffen.
Der Ort und die Stiftskirche San Lorenzo
Der historische Kern von Pont-Saint-Martin bewahrt einige mittelalterliche Häuser sowie die Stiftskirche San Lorenzo mit einem romanischen Glockenturm und einem Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert. Der Wochenmarkt am Donnerstag bringt Leben auf die Plätze - mit regionalen Erzeugnissen (Wurstwaren, Käse, Gemüse) zu Marktpreisen, nicht zu Feinkostbudenpreisen. Die Grenzlage zwischen Piemont und Aostatal hat Spuren in der Küche hinterlassen: das piemontesische Bagnetto Verde koexistiert hier mit der Aostaner Fonduta.
Wie sich der Ort in eine Route einfügen lässt
Pont-Saint-Martin eignet sich als erste Station einer Route ins Aostatal, die von hier westwärts weiterführt. Die Besichtigung der Brücke nimmt zwanzig Minuten in Anspruch; mit Ortskern und Stiftskirche überschreitet man kaum die Stunde. Kombiniert mit dem Forte di Bard (fünfzehn Kilometer nördlich) und dem Schloss Issogne (zwanzig Kilometer nördlich) entsteht ein Dreieck aus mittelalterlicher und römischer Geschichte im unteren Aostatal - fast völlig frei vom Massentourismus. Ganzjährig kostenlos zugänglich.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Pont-Saint-Martin?
Il periodo consigliato è März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober e November, quando è meno affollata.
Pont-Saint-Martin è affollata?
Pont-Saint-Martin è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Pont-Saint-Martin?
Pont-Saint-Martin si trova in Pont-Saint-Martin, Aostatal, Italien.