Ricetto di Candelo, das befestigte Dorf, in dem der Wein gehütet wurde
In der Nähe von Biella ist der Ricetto di Candelo ein Labyrinth aus Gassen und zweihundert Steinhäusern, in denen mittelalterliche Bauern ihre Ernte hüteten.
Foto: Mostacchi.angelo (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Dörfer, die man durchquert, und Dörfer, in die man eintaucht. Der Ricetto di Candelo, am Fuß der Bielleser Voralpen, gehört zur zweiten Kategorie. Von außen ein Mauerring mit Türmen und einem einzigen Tor; drinnen ein Labyrinth aus engen, mit Flusskieseln gepflasterten Gassen, gesäumt von Hunderten kleiner, dicht aneinandergedrängter Steinhäuser. Es ist keine rekonstruierte Kulisse: Er ist fast unversehrt bis heute erhalten geblieben.
Was ein Ricetto ist
Das Wort "Ricetto" sagt alles. Es war kein Wohnort, sondern ein Ort, an dem man sich "in Sicherheit brachte". Zwischen dem späten 13. und dem frühen 14. Jahrhundert erbaut, diente er der Gemeinschaft dazu, das kostbarste Gut in Sicherheit zu bringen, die Ernte, und im Falle eines Angriffs Zuflucht zu suchen. Die kleinen Häuser, "cellule" genannt, sind etwa zweihundert an der Zahl und stehen an rechtwinklig verlaufenden Straßen, die hier den französischen Namen "rue" tragen. Jede Familie besaß ihre eigene: zwei übereinanderliegende Stockwerke, das untere kühler und als Weinkeller genutzt.
Zwischen den Rue
Zwischen den Rue zu wandern bedeutet heute genau das: eine sieben Jahrhunderte alte bäuerliche Ordnung zu lesen, die in den Steinen lesbar geblieben ist. Viele Zellen sind noch in Privatbesitz und werden zur Weinlagerung oder als Treffpunkt am Wochenende genutzt. Man besichtigt sie zu Fuß, ohne Eile, den Blick auf die Balken und Galerien gerichtet. Ein paar Stunden reichen, aber es lohnt sich innezuhalten: Hier gibt es nichts, was man in Eile von einer Liste streichen müsste.
Verglichen mit den bekannteren Dörfern Norditaliens bleibt Candelo ein Ort abseits, vor allem von Piemontesen und Anhängern des langsamen Reisens besucht. Der Eintritt in den Ricetto ist frei, und der umliegende Ort ist lebendig und bewohnt, keine leere Hülle für Besucher. Am besten wählt man Wochentage in der Nebensaison und meidet die großen Veranstaltungen.
Wann hinfahren
Frühling und Herbst sind die besten Zeiten: goldenes Licht auf den Steinen, Weinberge ringsum und mildes Klima. Im Dezember erwacht das Dorf zu den Feiertagen, stimmungsvoll, aber besuchter. Von Biella ist man in wenigen Minuten dort, und ringsum warten Hügel, Wanderwege und Weinkeller, die man in Ruhe entdecken kann.
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Anreise
Der Ricetto liegt in Candelo, wenige Kilometer östlich von Biella. Mit dem Auto verlässt man die Autobahn bei Carisio und folgt der Staatsstraße 230 Richtung Benna und Candelo, mit kostenlosen Parkplätzen in der Nähe der Piazza Castello. Der nächste Bahnhof ist Biella, von wo aus es mit dem Bus oder in wenigen Minuten mit dem Auto weitergeht. Die nächsten Flughäfen sind Turin Caselle und Mailand Malpensa.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Ricetto di Candelo?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Ricetto di Candelo è affollata?
Ricetto di Candelo è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Ricetto di Candelo?
Ricetto di Candelo si trova in Candelo, Piemont, Italien.
Empfohlen als Alternative zu
Se cerchi mete meno affollate simili a questa, vedi anche:
Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Candelo ~1 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto internazionale Milano Malpensa - Silvio Berlusconi MXP ~48 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.