Italien

Statt des Schiefen Turms von Pisa: die Toskana der Sehenswürdigkeiten ohne Menschenmassen

Suchst du eine Alternative zum Schiefen Turm von Pisa in der Toskana? Abteien, Burgen, Tuffdörfer und florentinische Innenhöfe – ohne Schlange und ohne Gedränge.

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Der Schiefe Turm von Pisa trägt einen halben Vormittag: halbstündige Schlangen für den Aufstieg, die Piazza dei Miracoli von tausenden Selfie-Sticks durchkreuzt und das Gefühl, die Postkarte statt der Stadt gesehen zu haben. Wer eine Alternative zum Schiefen Turm von Pisa sucht, die die Toskana ohne das Gedränge zurückgibt, findet in der Region genügend gleichwertig starke und beinahe leere Sehenswürdigkeiten. Ein Auto, ein paar zusätzliche Kilometer und die Lust, jenseits des Logos zu schauen, reichen.

Abteien und Burgen

Beginnen wir mit dem Denkmal, das die Reise allein lohnt: die Abtei San Galgano in Chiusdino, im Sieneser Umland. Eine Zisterzienserkirche aus dem 13. Jahrhundert, ohne Dach geblieben, mit gotischen Bögen, die den Himmel rahmen, und Gras statt Boden. Ein Stück höher, in der Kapelle von Montesiepi, steckt das Galgano Guidotti zugeschriebene Schwert im Fels: die Excalibur-Legende, nur echt und toskanisch. Die schönsten Aufnahmen entstehen am frühen Morgen, bevor die Reisebusse aus Siena eintreffen. Beschrieben in San Galgano: die dachlose Abtei und das Schwert im Fels.

Wenn dich am Schiefen Turm von Pisa die krumme Vertikale reizt, lohnt sich der Umweg ins Valdarno zum Schloss Sammezzano in Reggello: ein Delirium maurischer Säle, Hufeisenbögen und bunter Majolika, im 19. Jahrhundert erbaut. Es wird restauriert und ist derzeit geschlossen (die Wiedereröffnung ist in einigen Jahren nach der Sicherung geplant), doch der historische Park und die umliegenden Balze del Valdarno entschädigen für den Abstecher. Die Geschichte des Gebäudes und seiner Landschaft steht in Sammezzano und die Balze: das maurische Schloss im Valdarno.

Die Maremma des Tuffs

Die Maremma des Tuffs ist die andere monumentale Toskana, die der Massentourismus fast immer überspringt. Die Vie Cave rund um Sovana und Sorano sind bis zu fünfundzwanzig Meter tiefe Korridore, die die Etrusker in den Stein gruben: Man wandert am Grund einer Tuffschlucht, zwischen Moos und Ritzzeichnungen, und begreift, dass gewisse Denkmäler nicht besichtigt, sondern durchquert werden. Der Weg zwischen Pitigliano und Sovana ist rund acht Kilometer lang und berührt Nekropolen wie die Tomba Ildebranda. Alles in Die Vie Cave von Sovana, die Korridore im Tuff.

Wenige Minuten entfernt liegt Pitigliano, das „Kleine Jerusalem", das auf einem Tuffsporn thront, mit jüdischem Viertel, mediceischem Aquädukt und den in den Fels geschnittenen Gassen namens murra. Sie ist am Abend spektakulär, wenn die Busse abgezogen sind und der Fels erleuchtet: Zwischen murra und Innenhöfen, das geheime Gesicht von Pitigliano. Ebenfalls in der Maremma, für eine steinerne Wehrortschaft ohne einen einzigen Souvenirshop, gibt es Pereta, die kleine Wehrortschaft der hügeligen Maremma.

Wer aufs Wasser nicht verzichten mag, findet in Saturnia eine Alternative zu den überlaufenen Thermen: Die Cascata del Mulino, mit ihren Travertinbecken bei 37 Grad, ist kostenfrei und rund um die Uhr geöffnet – doch man sollte sie im Morgengrauen erleben, wenn der Dampf in der Kälte aufsteigt und fast niemand da ist. Der Tipp zur Uhrzeit, mit praktischen Details, in Saturnia im Morgengrauen: die Cascata del Mulino vor der Masse.

Firenze ohne Schlange

Auch Firenze hat seine Version ohne Warteschlange. Während vor den Uffizien in der Sonne gewartet wird, bewahrt in wenigen Schritten Entfernung vom Dom der Chiostro dello Scalzo einen Zyklus monochromer Fresken von Andrea del Sarto, in einem Hof, in dem man meist der einzige Besucher ist: Der Chiostro dello Scalzo, ein Meisterwerk in Schwarz und Weiß im Herzen von Firenze. Und neben der Schlange der Accademia, die für den David ansteht, bieten der Botanische Garten und die Kreuzgänge von San Marco eine fast private Oase: der Giardino dei Semplici und die stillen Innenhöfe von San Marco.

Zum Abschluss eine ganze Ortschaft: Steig hinauf nach Anghiari im Valtiberina: steile Gassen, Handwerksläden, ein Platz, an dem jene Schlacht geschlagen wurde, die Leonardo hätte freskieren sollen. Das ist die Art von diffusem Denkmal aus Stein und Handwerk, das die Toskana überall bietet – nur nicht dort, wo die Reisebusse ankommen: zu Fuß hinauf nach Anghiari.

Die Regel ist im Grunde einfach: Nimm dir Pisa für eine Stunde Fotos, wenn du unbedingt willst, und fahr dann dreißig Minuten in eine beliebige Richtung. Dachlose Abteien, maurische Schlösser, etruskische Schluchten und freskengeschmückte Innenhöfe warten ohne Zeitticket und ohne Schlange.

Praktische Reiseführer für Siena

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Statt des Schiefen Turms von Pisa?

Il periodo consigliato è März, April, Mai, Juni, September, Oktober e November, quando è meno affollata.

Dove si trova Statt des Schiefen Turms von Pisa?

Statt des Schiefen Turms von Pisa si trova in Italien.

Adatto a: Marzo Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre Novembre

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