Wo in Siena essen: Pici, Ribollita und die Osterien der Contraden
Leitfaden zu den besten Restaurants in Siena: Pici mit Wildschweinragout, Ribollita, Cinta Senese und die versteckten Osterien in den Gassen der Contraden. Wo man authentische toskanische Küche essen kann.
Foto: Zairon (CC BY 4.0) — Wikimedia Commons
Siena: die toskanische Küche zwischen Contraden und Hügeln
Siena ist eine Stadt, in der die gastronomische Tradition untrennbar mit der bürgerlichen Identität verbunden ist. Jede Contrada hat ihre Osterien, ihre überlieferten Rezepte, ihre Gerichte für die Vorbereitungsessen vor dem Palio. Die sienesische Küche ist toskanisch in ihrer reinsten Essenz: bäuerliche Zutaten, langsame Garprozesse, entschiedene Aromen. Sucht keine Innovation oder ausgefeilte Präsentationen: hier isst man wie vor fünfhundert Jahren, und das ist auch gut so.
Die Viertel zum Essen
Das Zentrum und die Contraden
Die Altstadt von Siena ist ein Labyrinth mittelalterlicher Gassen, organisiert um die siebzehn Contraden. Jeder Bezirk hat seine Osterien und Trattorien, oft versteckt in gewölbten Kellern oder Innenhöfen. Die Zonen um die Piazza del Campo sind die touristischsten; um wirklich gut zu essen, muss man sich zu den peripheren Contraden wie Oca, Bruco oder Tartuca hin bewegen.
Via Pantaneto und San Martino
Die Via Pantaneto, die vom Campo Richtung Porta Romana hinunterführt, ist eine der authentischsten gastronomischen Straßen Sienas. Hier wechseln sich Trattorien, Enotheken und Lebensmittelläden ab, die die Sienesen bedienen, nicht die Touristen.
Vor den Mauern
Gleich außerhalb der Mauern bieten die Landtrattorien und Landgüter in den sienesischen Hügeln Mittagessen mit Blick auf die Stadt und Produkten aus der Nähe.
Die Gerichte, die man nicht verpassen darf
Pici
Die Pici sind die sienesische Pasta par excellence: dicke, handgemachte Spaghetti, einzeln gerollt, mit einer rustikalen und unregelmäßigen Konsistenz. Sie werden mit Wildschweinragout (die klassischste Sauce), mit Aglione (Tomatensauce mit Val di Chiana-Knoblauch) oder mit Briciole (in Öl mit Knoblauch geröstete Semmelbrösel) gewürzt. Jede Trattoria macht sie handgemacht und jede hat ihre eigene Note.
Ribollita
Die Ribollita ist die toskanische Suppe schlechthin: Cavolo nero, weiße Cannellini-Bohnen, altbackenes Brot, Gemüse aus dem Garten, natives Olivenöl extra roh darüber. Sie heißt Ribollita, weil sie einen Tag zuvor zubereitet und am nächsten Tag "wieder aufgekocht" wird, wenn sie noch besser ist. Im Winter ist sie das perfekte Gericht.
Cinta Senese
Die Cinta Senese ist eine autochthone Schweinerasse, halbwild in den Landschaften um Siena gezüchtet. Das Fleisch, dunkler und schmackhafter als das gewöhnlicher Schweine, findet man als Wurstwaren (Finocchiona, Capocollo, Schinken) oder als Grillsteak. Die Cinta Senese DOP Wurstwaren sind eine Exzellenz, die man mit nach Hause nehmen sollte.
Peposo und Scottiglia
Der Peposo dell'Impruneta, der Fleischeintopf mit viel schwarzem Pfeffer und Rotwein, und die Scottiglia, der gemischte Fleischeintopf (Rind, Schwein, Kaninchen, Huhn), sind robuste Wintergerichte, die die sienesischen Osterien mit Stolz servieren.
Sienesische Süßspeisen
Die Ricciarelli, weiche Mandelkekse mit Puderzucker, und der Panforte, die mittelalterliche Gewürzspezialität mit kandierten Früchten, Mandeln und Gewürzen, sind die beiden sienesischen Süßspeisen par excellence. Die handwerklichen Bäckereien produzieren sie das ganze Jahr über, nicht nur zu Weihnachten.
Märkte und Läden
Der Markt auf der Piazza del Campo findet mittwochs statt: Stände mit typischen Produkten aus dem sienesischen Umland. Die Bottega di alimentari entlang der Via di Città verkauft toskanische Käsesorten, Cinta Senese-Wurstwaren, Chianti-Öl und Honig. Die Enotheken im Zentrum bieten Verkostungen von Brunello di Montalcino, Chianti Classico und Vernaccia di San Gimignano.
Budget-Tipps
- Die Osterien der peripheren Contraden servieren komplette Mittagessen für 12-15 Euro
- Ein Teller Pici al Ragù in einer guten Trattoria kostet 8-10 Euro
- Die Käse- und Wurstplatten in den Enotheken kosten 10-15 Euro und sind eine ganze Mahlzeit
- Vermeidet die Restaurants mit Blick auf die Piazza del Campo: ihr zahlt für die Aussicht, nicht für die Küche
- Die Schiacciata (toskanische Ölfocaccia) in den Backstuben kostet 2-3 Euro und wird im Gehen gegessen
- Der Hauswein in den sienesischen Trattorien ist oft ein ausgezeichneter Chianti für 3-4 Euro pro Glas
- Für die Süßspeisen kauft Ricciarelli und Panforte in den handwerklichen Bäckereien, nicht in touristischen Verpackungen
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wo in Siena essen?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.