Cammino di Sant'Antonio: von Padua nach La Verna zwischen franziskanischen Heiligtümern und venetischen Hügeln
180 km von Padua zum Monte La Verna auf den Spuren des heiligen Antonius von Padua, zwischen den Euganeischen Hügeln, dem toskanisch-emilianischen Apennin und Buchenwäldern.
Foto: Dadonene89 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Der heilige Antonius wurde 1195 in Lissabon geboren, starb aber 1231 in Padua, und in Padua ruht sein Leichnam, in der Basilika, die seinen Namen trägt. La Verna, im toskanisch-emilianischen Apennin, ist der Ort, an dem Franz von Assisi 1224 die Stigmata empfing – und der Ort, den Antonius mehr als jeden anderen in Italien verehrte. Der Cammino di Sant'Antonio verbindet diese beiden Pole des italienischen Franziskanertums über 180 Kilometer, durch eine Landschaft, die sich alle fünfzig Kilometer radikal verändert: zuerst die vulkanischen Euganeischen Hügel, dann die Ebene von Ferrara, dann die Hügel von Bologna, schließlich der heilige Wald von La Verna.
Die Euganeischen Hügel und die Ebene
Der erste Teil des Weges ist für Pilger, die an das Gebirge gewöhnt sind, der überraschendste: Man wandert zwischen den Weinbergen der Euganeischen Hügel – Moscato Giallo, Fior d'Arancio, Serprino – mit Blick auf die Kirchtürme von Padua und die ferne Silhouette der Dolomiten an klaren Frühlingstagen. Arquà Petrarca, wo Francesco Petrarca seine letzten Jahre verbrachte, ist eine der Etappen: Sein Marmorsarkophag aus rotem Verona-Marmor steht auf dem kleinen Kirchvorplatz vor der Kirche und ist frei zugänglich. Der Übergang in die Ebene erfolgt durch das Po-Delta mit seinen endlosen Deichen und den Silhouetten der Flamingos auf den Fischereitälern.
Der Apennin und das Heiligtum von La Verna
Nach der Ebene von Ferrara steigt der Weg zu den Hügeln von Bologna und dann zum Apennin-Kamm auf. Der letzte Abschnitt, vom Passo della Calla zum Heiligtum von La Verna, führt durch einen der ältesten und imposantesten Buchenwälder Italiens: hundertjährige Bäume, leuchtend grünes Moos auf den Steinen, eine Stille, die nur der Wind durchbricht. Das Heiligtum von La Verna ist ein franziskanischer Komplex auf einem Felsvorsprung auf 1128 Metern, noch heute bewohnt von Minderbrüdern, die die Pilger im Pilgerhaus für 30 Euro pro Nacht aufnehmen. Die Stigmata-Kapelle, teilweise in den Fels gehauen, ist das Andachtsherz des Ortes.
Logistik und praktische Hinweise
Der Weg wird in etwa zehn Etappen zurückgelegt. Der Pilgerausweis wird an der Basilika Sant'Antonio in Padua ausgegeben; der Verein des Cammino veröffentlicht einen ausführlichen Führer mit GPS und teilnehmenden Unterkünften. Die idealen Monate sind April–Juni und September–Oktober: Im Sommer ist der Abschnitt durch die Ebene erdrückend, im Winter kann der Apennin-Abschnitt verschneit sein. Die venetische Küche der ersten Etappen weicht allmählich der emilianischen – Tortellini, Mortadella, gereifter Parmigiano Reggiano – und dann der Casentino-Küche: Ribollita, Lardo di Colonnata, junger Chianti in den Osterien von Bibbiena.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Cammino di Sant'Antonio?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Cammino di Sant'Antonio è affollata?
Cammino di Sant'Antonio è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Cammino di Sant'Antonio?
Cammino di Sant'Antonio si trova in Cammino di Sant'Antonio, Venetien-Emilia-Toskana, Italien.
Anfahrt
- ✈️ Nächster Flughafen: A/S La Filanda ~35 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.