Die Eremitagen des Coelestin V. im Herzen der Maiella
Im Nationalpark Maiella in den Abruzzen verbergen sich in die Felsen geklammerte Eremitagen, in denen Pietro da Morrone, der spätere Papst Coelestin V., lebte. Zwischen wilden Tälern und einsamen Wegen ein Weg klösterlicher Spiritualität, noch wenig frequentiert, fernab der bekannteren religiösen Ziele.
Foto: Niccolò di Tommaso (Public domain) — Wikimedia Commons
Es gibt einen Berg in den Abruzzen, den die Alten den Mutterberg nannten und der zwischen seinen Wänden eines der außergewöhnlichsten und am wenigsten bekannten eremitischen Erbe Italiens verbirgt. Es ist die Maiella, ein raues und wildes Massiv, wo im Mittelalter und in den folgenden Jahrhunderten Mönche die Grotten und Felsspalten wählten, um sich zurückzuziehen und zu beten. Der berühmteste dieser Einsiedler war Pietro da Morrone, der genau hier als Büßer lebte, bevor er zum Papst mit dem Namen Coelestin V. gewählt wurde, um dann spektakulär auf das Pontifikat zu verzichten. Die Orte seines Rückzugs sind noch da, in den Stein eingebettet, und lassen sich zu Fuß über Wege erreichen, die nur wenige gehen.
Der Grund, warum diese Eremitagen wenig frequentiert bleiben, ist einfach: Man kommt nicht mit dem Auto bis vor die Tür. Man muss gehen, manchmal bergauf, in engen und bewaldeten Tälern, und das hält den Massentourismus fern. Wer bis hier hinauf kommt, findet Stille, Fels und eine essenzielle Spiritualität, die in der Luft liegt.
Die Eremitagen im Fels
Das Herz dieser Route ist das Gebiet um Roccamorice, von wo aus man zwei der berühmtesten Eremitagen erreicht. Die Eremitage von San Bartolomeo in Legio ist vielleicht die eindrucksvollste: eine lange Steinbalustrade unter einer überhängenden Wand, die man über eine in den Fels gehauene Treppe erreicht, die über dem Tal schwebt. Nicht weit entfernt ist die Eremitage Santo Spirito a Majella die bedeutendste und monumentalste, ein eremitischer Komplex, der das Zentrum der von Pietro da Morrone gegründeten Kongregation war, eingebettet im Wald am Fuße der Wände. Auf der Seite des nahen Morrone-Massivs, bei Sulmona, findet sich außerdem die Eremitage Sant'Onofrio al Morrone, an den Berg oberhalb des Tals geklammert, ein weiterer Ort, der mit der Figur des künftigen Coelestin verbunden ist. Das gesamte Maiella-Gebiet schließlich ist mit weiteren, kleineren Eremitagen und Grotten übersät, einige nahezu vergessen.
Um diese Orte öffnen sich wilde Täler wie das Valle dell'Orfento, ein Naturreservat von seltener Schönheit, mit dem Wildbach, der zwischen den Felsen fließt, und den Pfaden, die sich in den Wald hinaufwinden. Hier zu wandern bedeutet, den Besuch der Eremitagen mit dem Eintauchen in eine unberührte Natur zu verbinden, eine der intaktesten des Apennins.
Anreise
Die Bezugspunkte sind Roccamorice auf der Nordseite und Sulmona auf der Morrone-Seite, in den Provinzen Pescara bzw. L'Aquila. Sulmona ist auch mit dem Zug erreichbar und ein bequemer Ausgangspunkt. Die Eremitagen erreicht man, indem man das Auto an den Zugangspunkten zu den Wegen abstellt und zu Fuß weitergeht: Die Routen sind vom Nationalpark Maiella ausgeschildert, aber es empfiehlt sich, sich vorab über Länge und Schwierigkeit jedes Zugangs zu informieren, da einige kurz sind und andere mehr Einsatz erfordern.
Wann hinfahren
Die beste Zeit ist der Spätfrühling und der Frühherbst. Mai und Juni bringen grüne Wälder, reichlich Wasser in den Tälern und frisches Klima in der Höhe, während September stabile Tage und die ersten Herbstfarben schenkt. Es sind die Monate, in denen man sowohl der Hitze, die im Tal spürbar sein kann, als auch dem Risiko von Schnee und Eis auf den höheren Wegen entgeht. Auch in der Saison kennen diese Eremitagen keine Schlangen: Die Mühe der Anfahrt und der zurückgezogene Charakter der Orte halten den Zustrom gering, und oft bleibt man allein vor einer Steinfassade, die tausend Jahre Geschichte trägt.
Praktische Tipps
Ein praktischer Tipp: Trage Trekkingschuhe mit guter Haftung, denn die Treppen und Wege zu den Eremitagen können rutschig sein, besonders nach Regen. Nimm Wasser mit und starte früh, um die Eremitagen in den stillsten und kühlsten Stunden zu genießen. Und gönne dir die Zeit, dich ohne Eile an einem dieser Orte niederzulassen: Den Sinn eines Berges, der jahrhundertelang alle aufgenommen hat, die die Stille suchten, erfasst man nur, wenn man innehält, dem Wind und dem Wasser lauscht, das im Tal fließt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Eremitagen des Coelestin V. im Herzen der Maiella?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Die Eremitagen des Coelestin V. im Herzen der Maiella?
Die Eremitagen des Coelestin V. im Herzen der Maiella si trova in Maiella, Abruzzen.