Transsibirische Italiens: der Zug, der die Berge des Matese durchquert
Von Sulmona nach Isernia zwischen Schneefeldern, verlassenen Dörfern und schwindelerregenden Viadukten: die langsamste und schönste Reise des Zentralapennins.
Foto: Sayatek (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Es gibt einen Zug, der um acht Uhr morgens in Sulmona abfährt und fast vier Stunden braucht, um 128 Kilometer zurückzulegen. Das ist keine Verspätung, das ist seine Natur. Die Transsibirische Italiens – so getauft wegen der Härte des Klimas, das im Winter Schnee bis auf über tausend Meter bringt – ist die Bahnstrecke, die Sulmona mit Isernia durch den einsamsten Apennin Italiens verbindet, den, an dessen Durchquerung niemand denkt.
Eine Reise durch die Zeit und durch den Raum
Die Linie wurde 1897 eröffnet und diente den Berggemeinden der Abruzzen und des Molise. Heute ist sie mit historischen Dampf- oder alten Dieselzügen, die die Fondazione FS an Wochenenden von April bis Dezember organisiert, zu einer gefragten Reiseerfahrung geworden. Man startet in Sulmona, Stadt der Zuckermandeln und Ovids, steigt hinauf nach Roccaraso auf 1.200 Meter, passiert Rivisondoli und Pescocostanzo – ein Dorf, das zu den schönsten Italiens zählt, mit seinen Arkaden aus dem 17. Jahrhundert – und fährt dann nach Castel di Sangro hinunter, bevor es wieder Richtung Molise ansteigt.
Was man aus dem Fenster sieht
Die Viadukte sind die Signatur dieser Strecke. Das von Rivisondoli überragt dreißig Meter und rahmt die schneebedeckte Ebene in eine Postkarte, die keine Filter braucht. Weiter, zwischen Castel di Sangro und Carpinone, durchquert der Zug den längsten Tunnel der Strecke und taucht in eine fast entvölkerte molisanische Landschaft ein: Kalksteinkämme, Buchenwälder, das Schweigen, das man in der Stadt vergessen hat.
Haltestellen und Praktisches zur Reise
Die touristischen Züge der Fondazione FS starten in Sulmona und legen geplante Pausen ein, oft mit Verkostungen abruzzischer und molisanischer Produkte an Bord: Schafskäse, Wurstwaren, Farchie, Weine des Sangro. Das Ticket für den Dampfzug schwankt je nach Strecke und Zusammensetzung zwischen 30 und 50 Euro pro Person. Alternativ gibt es noch reguläre Verbindungen – sehr wenige, Standard-Trenitalia-Tarife – für alle, die eine schlichtere Version wollen. Der Bahnhof Sulmona ist von Rom Tiburtina mit dem Zug in rund zwei Stunden erreichbar. Ideal ist die Abfahrt im Oktober, wenn die Buchen ins Kupferne wechseln und das Nachmittagslicht jeden Pass in ein flämisches Gemälde verwandelt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Transsibirische Italiens?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September, Oktober e November, quando è meno affollata.
Transsibirische Italiens è affollata?
Transsibirische Italiens è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Transsibirische Italiens?
Transsibirische Italiens si trova in Sulmona, Abruzzen, Italien.