Valle di Comino, Latium

Dörfer und Wege des Valle di Comino am Fuß des Abruzzen-Nationalparks

Das Valle di Comino in der südlichen Ciociaria ist die latinische Flanke des Nationalparks Abruzzen, Latium und Molise: eine landwirtschaftliche Mulde mit mittelalterlichen Ortschaften, Abteien und Buchenwäldern, die kaum jemand kennt. Hier bündelt sich der Tourismus anderswo, und Wege und Dörfer bleiben lebendig und still.

Foto di Valle di Comino, Latium — Dörfer und Wege des Valle di Comino am Fuß des Abruzzen-Nationalparks

Foto: Carlodirocco (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Wenn vom Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise die Rede ist, denken alle an Pescasseroli und die Ortschaften auf der abruzzesischen Seite. Nur wenige wissen, dass der Park eine latinische Flanke hat, die auf das Valle di Comino blickt: eine grüne Mulde in der Provinz Frosinone, von Bergen umschlossen, wo die Landwirtschaft die Landschaft über Jahrhunderte geformt hat und die mittelalterlichen Dörfer wie zeitversetzt scheinen. Es ist ein authentisches Binnenitalien, fern der Reiseströme, in dem langsames Reisen eine bewusste Entscheidung ist.

Die Dörfer des Tals

Das Herz des Tals ist Alvito mit seiner Burg und dem an den Hügel geschmiegten Ort, von dem der Blick die gesamte kultivierte Mulde umfasst. Nicht weit entfernt liegt Atina mit ihren uralten Ursprüngen, ihrem steinernen Ortskern und der Weintradition des Cabernet di Atina. Es lohnt sich, sich in den Gassen von San Donato Val di Comino zu verlieren, einer der eindrucksvollsten Ortschaften und Tor zu den Pfaden, die ins Herz des Parks hinaufführen, und in Settefrati, von wo eine der emotionalsten Wallfahrten der Gegend ausgeht.

Direkt über Settefrati, in großer Höhe, liegt das Heiligtum Santa Maria di Canneto, ein in die Wälder eingebetteter Andachtsort: Es zu Fuß über die Pfade durch die Buchenwälder zu erreichen ist eines der schönsten Erlebnisse des Tals. Von diesen Bergen zeigt der PNALM sein wildestes Gesicht, mit der Möglichkeit, Gämsen zu sichten und, mit viel Glück und Respekt, Spuren des marsikanischen Braunbären, dem Symbol des Parks. Nicht weit entfernt verbindet die Abtei San Domenico klösterliche Geschichte und Natur.

Aromen der Berge

Das Tal ist auch Land der Aromen: die Cannellini-Bohnen von Atina, die Maronen, die Bergkäse und die lokalen Weine erzählen von einer Wirtschaft, die noch an das Land gebunden ist. Ein Halt in den Trattorien der Ortschaften ist fester Bestandteil der Reise.

Im Unterschied zu den Orten der abruzzesischen Parkseite gibt es hier keine ausgebaute Tourismuswirtschaft, und genau das ist das Schöne: Die Dörfer im Valle di Comino sind ganzjährig belebte Orte mit ihren Traditionsläden, Patronatsfesten und den Rhythmen der landwirtschaftlichen Jahreszeiten. Wer die Pfade begeht, die von den Ortschaften zu den Buchenwäldern hinaufführen, durchquert eine Landschaft, die von Generationen von Hirten und Bauern geprägt wurde und in der Trockenmauern, Brunnen und alte Viehtriebe (Tratturi) eine Geschichte von Transhumanz und Bergleben erzählen, die anderswo verloren ist.

Anreise

Für die Anreise ist das Auto nahezu unerlässlich. Von der Autobahn A1 fährt man Richtung Sora oder Cassino ab und steigt entlang der Provinzstraßen ins Tal auf, die die Ortschaften verbinden. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es, doch sind sie für die Einheimischen konzipiert, mit wenigen Verbindungen; wer frei zwischen Dörfern und Wegeinstiegen wechseln möchte, braucht ein eigenes Fahrzeug. Vor Ort sind die Entfernungen zwischen den Orten kurz, sodass man Autofahrten mit langen Wanderungen abwechseln kann.

Wann hinfahren

Der ideale Zeitraum reicht von Mai bis Juni und dann im September. Im späten Frühjahr blühen die Wiesen, die Buchenwälder leuchten in hellem Grün, und die Pfade nach Canneto sind endlich vom Winterschnee befreit. Der September schenkt klare Tage, die Ruhe nach dem Sommer und die ersten Herbstfarben, dazu die Sagre der Feldprodukte. Es sind Monate, die weder die klirrende Kälte des Apennin-Winters, wenn die Höhenpfade unpassierbar werden, noch den ohnehin geringen Sommeransturm auf der abruzzesischen Parkseite mit sich bringen. Hier kommt die Masse in keiner Jahreszeit an.

Ein praktischer Rat: Planen Sie die Reise um die Wanderungen in der Höhe, doch vernachlässigen Sie die Ortschaften am Abend nicht, wenn das warme Licht den Stein entzündet und die Dörfer in ihren langsamen Rhythmen zum Leben erwachen. Informieren Sie sich vorab über Schutzhütten und Einkehrmöglichkeiten entlang der Pfade nach Canneto, denn in der Höhe sind die Angebote spärlich; nehmen Sie ausreichend Wasser mit und tragen Sie mehrere Schichten Kleidung: In den Bergen ändert sich das Wetter auch im Sommer schnell. Fragen Sie stets die Einheimischen nach den derzeit besten Routen: Sie sind die verlässlichste Karte dieses verborgenen Tals.

Praktische Reiseführer für Asti

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Dörfer und Wege des Valle di Comino am Fuß des Abruzzen-Nationalparks?

Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Dörfer und Wege des Valle di Comino am Fuß des Abruzzen-Nationalparks?

Dörfer und Wege des Valle di Comino am Fuß des Abruzzen-Nationalparks si trova in Valle di Comino, Latium.

Adatto a: Maggio Giugno Settembre

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