Valle Santa, Rieti, Latium

Franziskusweg im Heiligen Tal von Rieti

Ein Rundweg durch die vier franziskanischen Heiligtümer des Heiligen Tals im Becken von Rieti: Greccio, Fonte Colombo, La Foresta und Poggio Bustone, verbunden durch Wälder und apenninische Saumpfade. Diffuse und stille Spiritualität, fern dem religiösen Massentourismus, im geografischen Herzen Italiens.

Foto di Valle Santa, Rieti, Latium — Franziskusweg im Heiligen Tal von Rieti

Foto: Alessandro Blasi from Rieti, Italy (CC BY 2.0) — Wikimedia Commons

Nur wenige wissen, dass rund um Rieti, in dem grünen Becken, das die Einheimischen Heiliges Tal nennen, der heilige Franziskus entscheidende Momente seines Lebens verbrachte. Hier soll er der Überlieferung nach die erste Weihnachtskrippe aufgestellt haben, und hier erhielt er wichtige Bestätigungen seines geistlichen Weges. Doch im Vergleich zu Assisi oder anderen franziskanischen Zielen bleibt dieses Tal wenig besucht: Seine Heiligtümer sind zurückgezogen, in Wälder eingebettet, oft nur zu Fuß erreichbar, und schenken ein Erlebnis diffuser und stiller Spiritualität, fern von Menschenmassen und großen Bussen.

Die Heiligtümer

Das Herz der Route sind die vier Heiligtümer, die das Reatiner Becken umgeben. Greccio, an den Felsen geklammert, ist der Ort der ersten Weihnachtskrippe und fasziniert noch heute mit seinen Zellen, dem lebendigen Fels und dem Blick, der sich über das Tal öffnet. Fonte Colombo, in einen Steineichenwald eingebettet, ist mit der Abfassung der franziskanischen Regel verbunden und beherbergt die kleine Magdalenenkapelle mit einem uralten Fresko. La Foresta bei Rieti ist das Kloster des Weinwunders und bewahrt eine ländliche Atmosphäre mit Garten und Olivenbäumen. Poggio Bustone, das nördlichste, ist das Heiligtum der Aufnahme, von dem aus man einen weiten Blick auf die Reatiner Ebene genießt.

Die Route entwickelt sich als Rundweg, der diese vier Orte über Rieti verbindet, eine Stadt, die im geografischen Zentrum Italiens liegt und dessen Symbol trägt. Zwischen den einzelnen Heiligtümern wandert man auf Saumpfaden, Waldwegen und alten Straßen, die entlang der Berghänge, die das Becken umschließen, auf- und absteigen. Es ist kein flacher Weg: Es handelt sich um echten Apennin, mit Eichen- und Buchenwäldern, Quellen, Wiesen und Ausblicken auf das kultivierte Tal. Das Schöne ist gerade dieser Wechsel zwischen der Stille des Wegs und dem Halt in den Klöstern, wo die Mönche noch immer die Wanderer aufnehmen und man einen alten Frieden atmet.

Anreise

Rieti ist die natürliche Basis: Sie ist mit dem Auto von Rom aus über das Tibertal und dann durch die Sabina erreichbar, oder mit den Bussen, die die Hauptstadt mit der Provinzhauptstadt verbinden. Von Rieti aus kann man den Rundweg in mehreren Richtungen beginnen. Wer nicht die gesamte Strecke gehen möchte, kann die einzelnen Heiligtümer auch mit dem Auto erreichen, denn jedes ist über eine Straße erschlossen, und sie als Ausgangspunkte für kürzere Spaziergänge in der Umgebung nutzen. Für alle, die den kompletten Weg angehen, empfiehlt es sich, die Übernachtungen in den Dörfern und Aufnahmeeinrichtungen entlang der Route zu organisieren und die Etappen sorgfältig nach dem eigenen Rhythmus zu planen.

Wann hinfahren

Die beste Zeit reicht vom Frühling bis in den späten Herbst. April und Mai bieten Wälder in leuchtendem Grün, volle Bäche und milde Tage, ideal für Aufstiege ohne Hitzeleiden. Der Oktober ist vielleicht der eindrucksvollste Monat: Die Buchen wechseln zu Rot und Gold, die Luft ist klar und das niedrige Licht bringt die Heiligtümer zum Leuchten. In diesen Monaten meidet man sowohl die sommerliche Schwüle als auch den Winterschnee, und vor allem findet man das Tal in seinem authentischsten Zustand, ohne die kleinen Menschenansammlungen, die sich zu Weihnachten in Greccio wegen der Krippe konzentrieren. Wer im Frühling oder Herbst wandert, findet sich leicht allein auf dem Weg, mit dem einzigen Klang des Windes und der Glocken in der Ferne.

Praktische Tipps

Ein praktischer Tipp: Behandeln Sie die Heiligtümer als lebendige Kultstätten, nicht nur als Panorama-Etappen. Informieren Sie sich über die Öffnungszeiten, die variieren und Pausen vorsehen können, und behalten Sie eine respektvolle Kleidung und Verhaltensweise in sakralen Räumen bei. Nehmen Sie geeignete Bergschuhe und ausreichend Wasser mit, denn zwischen den einzelnen Heiligtümern sind Nachfüllstellen nicht immer häufig. Und gönnen Sie sich mindestens einen längeren Halt in einem der Klöster: Es ist beim Innehalten, mehr als beim Gehen, dass dieses Tal seinen Sinn offenbart.

Praktische Reiseführer für Assisi

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Franziskusweg im Heiligen Tal von Rieti?

Il periodo consigliato è April, Mai e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Franziskusweg im Heiligen Tal von Rieti?

Franziskusweg im Heiligen Tal von Rieti si trova in Valle Santa, Rieti, Latium.

Adatto a: Aprile Maggio Ottobre

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