Lago di Vico und Monti Cimini: ein Rundweg zwischen Buchenwäldern und Naturschutzgebiet
Im Herzen der Tuscia von Viterbo ist der Lago di Vico das intakteste Vulkanbecken Latiums, geschützt von einem Naturreservat und umgeben von Buchen- und Kastanienwäldern. Fern der touristischeren Seen schenkt er Stille, schattige Wege und sauberes Wasser nur wenig entfernt von Rom.
Foto: Dino Michelini (CC BY 3.0) — Wikimedia Commons
Der Lago di Vico bleibt eines der best gehüteten Geheimnisse Latiums. Entstanden in einem alten Vulkankrater am Fuß der Monti Cimini, ist er von einem Naturreservat umgeben, das seine Verbauung verhindert hat: keine Reihen von Sonnenschirmen, keine überfüllte Uferpromenade, sondern Schilfgürtel, Wälder und ein Licht, das sich mit den Stunden verändert. Während sich die Besucher auf den Bracciano- oder den Bolsena-See konzentrieren, wandert man hier oft allein, begleitet nur vom Ruf der Wasservögel.
Der Rundweg
Der natürliche Ausgangspunkt ist das Dorf Caprarola, berühmt für die prachtvolle Villa Farnese, ein Meisterwerk der Renaissance, das einen Besuch vor oder nach der Wanderung verdient. Von hier steigt man den Hinweisen zum Naturreservat Lago di Vico folgend zum See hinab. Der Rundweg um den Wasserspiegel ist der beste Weg, um seinen Charakter zu erfassen: Es wechseln sich flache Abschnitte am Ufer, Schilfzonen, die Reiher und Haubentaucher beherbergen, und Lichtungen mit Haselnussplantagen ab — die große landwirtschaftliche Berufung dieser Gegend.
Auf der Runde stößt man auf das Nordufer, wilder und feuchter, wo das Reservat ein Gebiet von großem naturkundlichem Wert schützt. An der Seite, die zum Buchenwald des Monte Venere ansteigt, findet sich eine der überraschendsten Eigenheiten des Ortes: ein Tiefland-Buchenwald, also ein Buchenwald, der dank des kühlen und feuchten Mikroklimas des Kraters in ungewöhnlich niedrigen Höhen wächst — ein Phänomen, das zur Anerkennung des Gebiets unter den von der UNESCO geschützten Buchenwäldern Europas beigetragen hat. Der Aufstieg zum Monte Venere, dem Berg, der sich im See spiegelt, schenkt Ausblicke von oben auf das gesamte Becken.
Das Dorf Ronciglione auf der anderen Seite schließt das Bild ideal ab mit seiner Altstadt, den Brunnen und der ruhigen Atmosphäre. Es ist auch eine gute Basis für alle, die die Runde auf zwei Tage aufteilen wollen und sowohl der Wanderung als auch den Dörfern Zeit widmen möchten.
Die Monti Cimini
Wer mehr Zeit hat, kann den Blick auf das gesamte Gebiet der Cimini weiten. Der Monte Cimino, etwas weiter nördlich, ist der höchste Gipfel dieses alten Vulkansystems und mit einem jahrhundertealten Buchenwald bedeckt, den Panoramawege durchziehen; auf seinem Gipfel liegt die berühmte Pietra Sospesa, ein gewaltiger Felsblock in schwebendem Gleichgewicht, um den seit jeher lokale Legenden ranken. Auch die nahen Dörfer wie Soriano nel Cimino und Vitorchiano, mit ihren Ringmauern und mittelalterlichen Bauten, verdienen einen Abstecher und vervollständigen das Porträt einer inneren Tuscia, die von Wäldern, Stein und bäuerlichen Traditionen lebt.
Wie hinkommen
Die Anreise ist mit dem Auto einfach: Vom Grande Raccordo Anulare in Rom nimmt man die Via Cassia oder die Autobahn Richtung Viterbo und erreicht Caprarola und Ronciglione in etwas mehr als einer Stunde. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man Viterbo mit dem Zug erreichen und mit örtlichen Bussen zu den Dörfern der Cimini fahren, doch um den See zu umrunden und die Wege des Reservats zu erwandern, bleibt das Auto die bequemste Lösung. Vor Ort bewegt man sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Feldwegen und markierten Pfaden.
Wann gehen
Die beste Zeit ist der Frühling, zwischen April und Mai, sowie der Oktober im Herbst. Im Frühling füllen sich die Wälder mit zartem Grün und Blüten, die Tage sind mild und die Feuchtigkeit des Kraters hält die Luft kühl, selbst wenn die Ebene beginnt, sich zu erwärmen. Im Oktober färben sich die Buchen- und Kastanienwälder rot und golden, und es ist die Zeit der Kastanien und Haselnüsse. Es sind Monate, die sowohl die Sommerhitze als auch den ohnehin bescheidenen Strom weniger Badender im Juli und August meiden: In der Zwischensaison ist das Reservat fast verlassen und die Wege gehören ganz den Wanderern.
Ein praktischer Tipp: Brich früh am Morgen auf, vor allem am Nordufer, wo der Nebel, der bei Sonnenaufgang vom See aufsteigt, unnachahmliche Atmosphären schafft und wo die Wasservögel am aktivsten sind. Nimm ein Fernglas mit, wenn du Vogelbeobachtung liebst, wasserfeste Schuhe für die feuchten Abschnitte in der Nähe der Schilfgürtel, und lass Platz im Rucksack für lokale Produkte: Die Haselnüsse der Cimini und die Kastanienspezialitäten sind der genüsslichste Weg, ein Stück dieses noch authentischen Tuscia mit nach Hause zu nehmen.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Lago di Vico und Monti Cimini?
Il periodo consigliato è April, Mai e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Lago di Vico und Monti Cimini?
Lago di Vico und Monti Cimini si trova in Tuscia, Latium.