Die Felsennekropole von Norchia: Würfelgräber in den Tuffstein gehauen
In der Tuscia von Viterbo verbergen sich die in den Tuff gehauenen Würfelgräber von Norchia: eine etruskische Totenstadt, versunken in bewaldeten Schluchten.
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Es gibt Orte, die man nicht zufällig erreicht. Norchia, an der Grenze zwischen Vetralla und Viterbo, ist einer davon: Man stellt das Auto auf einem unbewachten Schotterplatz ab, und der einzige Weg führt über einen Pfad, der in eine Schlucht hinabsteigt, die von den Wildbächen im Tuffstein gegraben wurde – darunter der Fosso Pile und der Biedano. Unten, verborgen von der Vegetation, offenbaren die Tuffwände ihre etruskischen Gräber.
Die Würfelgräber
Das Herz der Nekropole sind die Würfelgräber: große, kantige Blöcke, die direkt aus dem Fels gearbeitet wurden, mit einer in die Vorderseite gehauenen Scheintür, die den Übergang ins Jenseits markiert. Auf einem Altar über dem Würfel wurden Trankopfer zu Ehren der Verstorbenen dargebracht. Daneben haben sich die Halbwürfelgräber erhalten, und entlang der Bachläufe die berühmten Tempelgräber, Ädikulen mit Giebeln, die kleinen steinernen Heiligtümern gleichen. Beim Gehen erkennt man noch den Verlauf der Via Clodia und die Cava Buia, einen in den Tuff gegrabenen Hohlweg.
Undertourism
Hier ist der Begriff Undertourism kein Slogan. Es gibt keine Kassen, keine Bars, keine geordneten Warteschlangen. Oft ist man ganz allein, begleitet nur vom Rauschen des Wassers und den Rufen der Vögel zwischen den Steineichen. Es ist das genaue Gegenteil der bekannteren Nekropolen, wo ein Bus auf den anderen folgt: Norchia verlangt Zeit, Aufmerksamkeit und ein wenig Anstrengung – und bleibt gerade deshalb authentisch.
Respekt und Vorsicht
Gerade die Zerbrechlichkeit des Ortes gebietet Respekt. Die Pfade sind oft matschig, die in den Fels gehauenen Treppen rutschig und die Blöcke von Jahrhunderten der Witterung erodiert. Man braucht festes Schuhwerk, Vorsicht und die Regel, nicht auf die Gräber zu klettern und nichts mitzunehmen. Geh in Begleitung, hinterlasse den Ort, wie du ihn vorgefunden hast, und nimm nur Bilder mit.
Wann hinfahren
Die beste Zeit reicht vom Frühling bis zum frühen Herbst, wobei man den heißesten Sommer und die Tage nach Regenfällen meiden sollte, wenn die Schluchten glitschig werden. Am frühen Morgen entzündet das Streiflicht den Tuffstein und schenkt die reinste Stille. Norchia besucht man nicht: man durchquert es auf Zehenspitzen, wie einen Ort, der in seiner Antike noch lebendig ist.
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Anreise
Die Felsennekropole von Norchia liegt im Gemeindegebiet von Vetralla in der Provinz Viterbo. Mit dem Auto erreicht man sie von Vetralla aus über die Aurelia bis (SS1) in Richtung Tarquinia; von dort geht es auf eine Nebenstraße, die zu einem unbewachten Parkplatz führt und schließlich zur Schotterpiste wird. Das letzte Stück zu den Würfelgräbern legt man zu Fuß auf dem Pfad in der Schlucht zurück. Referenzstadt für Dienstleistungen und Bahnverbindungen ist Viterbo, wichtigster Flughafen ist Rom.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Felsennekropole von Norchia?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Die Felsennekropole von Norchia è affollata?
Die Felsennekropole von Norchia è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Felsennekropole von Norchia?
Die Felsennekropole von Norchia si trova in Vetralla, Latium, Italien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Tre Croci ~5 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Roma-Fiumicino FCO ~64 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.