Die tausendjährige Pieve von San Pietro di Feletto und die Mahnung des Sonntagschristus
In den Prosecco-Hügeln von Treviso hütet die Pieve von San Pietro di Feletto das seltene Fresko des von Werkzeugen verwundeten Christus.
Foto: Vaghestelledellorsa, Paolo Steffan (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Die Prosecco-Hügel zwischen Conegliano und Valdobbiadene sind mittlerweile ein bekanntes Ziel, doch fast alle durchqueren sie im Eiltempo von einem Weingut zum nächsten. Wenige halten oben auf einer der stillsten Anhöhen an, wo die Pieve von San Pietro steht, eine der ältesten Kirchen dieser Landschaft. Um sie zu erreichen, muss man die meistbefahrenen Weinstraßen verlassen und zwischen den Rebreihen hinaufsteigen bis zu einem grasbewachsenen Kirchplatz, der auf die Weinberge blickt.
Die Pieve
Der erste Baukern stammt aus einer Zeit zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert, während die heutige Pieve im 11. Jahrhundert Gestalt annahm, in romanischen Formen, die in den Jahrhunderten danach verändert wurden. Der Glockenturm ragt einzeln empor, mit später hinzugefügter Spitze. Vor der Fassade öffnet sich ein weiter Portikus, unter dem einige wertvolle spätmittelalterliche Fresken erhalten sind. Und genau hier verbirgt sich das überraschendste Stück.
Der Sonntagschristus
Unter dem Portikus befindet sich nämlich der Sonntagschristus: eine verwundete Figur, umgeben von Dutzenden Arbeitsgeräten, die durch feine Blutfäden mit dem Körper verbunden sind. Die sehr seltene Ikonografie übersetzt das Gebot der Sonntagsheiligung in ein Bild: Wer am Herrentag arbeitete, verwundete Christus. Eine strenge Mahnung, aber auch ein unfreiwilliges Zeugnis, denn diese Werkzeuge erzählen von den Berufen und vom bäuerlichen Leben dieser Hügel.
Die Fresken
Das Innere bewahrt vollständig freskierte Wände von mehreren Händen, mit Werken vom 13. bis zum 15. Jahrhundert und Anklängen byzantinischen Geschmacks. Die Malereien, dank einer sorgfältigen Restaurierung zwischen Ende der Neunziger und den frühen 2000ern zurückgewonnen, zeigen heute überraschend lebhafte Farben. Keine Menschenmassen, keine lauten Kassen: nur das Licht, das durch die Öffnungen fällt, und die Stille der Weinberge ringsum.
Wann hinfahren
Um sie in Ruhe zu besuchen, wählt man am besten den Frühling oder den frühen Herbst, wenn die Hügel ihre Farbe wechseln und der weintouristische Andrang geringer ist. Prüft immer die Öffnungszeiten bei der örtlichen Pro Loco, denn die Pieve ist nicht zu jeder Stunde zu besichtigen. Steigt zu Fuß hinauf, wenn ihr könnt: So kommt man diesem Kleinod nahe und gibt ihm seine langsame Zeit zurück.
Anreise
San Pietro di Feletto liegt in den Prosecco-Hügeln, unweit von Conegliano. Mit dem Auto verlässt man die Autobahn A27 in Conegliano und fährt zu den Hügeln hinauf; der Referenzbahnhof ist der von Conegliano an der Linie Venedig-Udine, von dort fahren Linienbusse in den Ort. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Treviso und Venedig.
Praktische Reiseführer für Treviso
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die tausendjährige Pieve von San Pietro di Feletto und die Mahnung des Sonntagschristus?
Il periodo consigliato è April, Mai, September e Oktober, quando è meno affollata.
Die tausendjährige Pieve von San Pietro di Feletto und die Mahnung des Sonntagschristus è affollata?
Die tausendjährige Pieve von San Pietro di Feletto und die Mahnung des Sonntagschristus è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die tausendjährige Pieve von San Pietro di Feletto und die Mahnung des Sonntagschristus?
Die tausendjährige Pieve von San Pietro di Feletto und die Mahnung des Sonntagschristus si trova in San Pietro di Feletto, Venetien, Italien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Conegliano ~5 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Belluno BLX ~28 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.