Die Pieve von San Pietro di Feletto: tausend Jahre Fresken zwischen den Prosecco-Hügeln
Die Pieve von San Pietro di Feletto zwischen den Prosecco-Hügeln bewahrt das äußerst seltene Fresko des Sonntagschristus.
Foto: Vaghestelledellorsa, Paolo Steffan (CC BY 3.0) — Wikimedia Commons
Während die Reisebusse berühmte Kellereien und die meistfotografierten Panoramaterrassen ansteuern, hält oben auf einem Hügel in San Pietro di Feletto in der Provinz Treviso eine der ältesten und stillsten Kirchen Venetiens stand. Die Pieve San Pietro erreicht man, indem man zwischen den Rebzeilen hinaufsteigt, und vom Kirchhof reicht der Blick bis zu den Voralpen: ein privilegierter Aussichtspunkt auf die Hügel von Conegliano-Valdobbiadene, UNESCO-Welterbe und doch fast immer menschenleer.
Eine tausendjährige Pieve
Der erste Kern des Gebäudes stammt aus dem 8. bis 9. Jahrhundert, während die heute sichtbare romanische Struktur um das Jahr 1000 Gestalt annimmt. Es ist eine ländliche Pieve, schlicht, aus Stein und Holz: Der Vorbau an der Fassade, getragen von Balken, ist schon für sich ein kleines Freilichtmuseum. Hier sind fünf spätmittelalterliche Fresken erhalten, die Ende des 19. Jahrhunderts unter einer Tünchschicht zum Vorschein kamen und zwischen 1998 und 2002 sorgfältig restauriert wurden.
Der Sonntagschristus
Das berühmteste ist der «Cristo della Domenica», eine äußerst seltene Ikonografie, die hier besser erhalten ist als anderswo. Jesus erscheint verwundet nicht von den Nägeln des Kreuzes, sondern von den Werkzeugen der täglichen Arbeit: Zangen, Sägen, Meißel, Hacken. Die Botschaft, an eine bäuerliche und weitgehend analphabetische Bevölkerung gerichtet, ist die des dritten Gebotes: Wer am Tag des Herrn arbeitet, lässt Christus bluten. Ein strenges gemaltes «Verbotsschild» und zugleich ein Spiegel der landwirtschaftlichen und handwerklichen Welt, die diese Täler belebte.
Die inneren Fresken
Innen sind die Wände des Mittelschiffs von verschiedenen Händen freskiert, mit byzantinischen Anklängen, vom 13. bis zum 15. Jahrhundert; die Taufkapelle, San Sebastiano genannt, beherbergt einen dem Heiligen gewidmeten Zyklus aus dem 15. Jahrhundert. Ein geschichtetes Erbe, das in kleiner Runde und in Ruhe besichtigt werden kann.
Es lohnt sich, im Voraus die Öffnungszeiten zu prüfen, die oft auf die Wochenenden konzentriert sind, und zu Fuß oder mit dem Rad über die Pfade zwischen den Weinbergen anzukommen. Es ist die respektvollste Art, einen Ort zu genießen, der Stille verlangt: eine langsame und authentische Alternative zum Massentourismus der Prosecco-Straße.
Anreise
Die Pieve von San Pietro di Feletto liegt zwischen den Prosecco-Hügeln, kurz nördlich von Conegliano. Mit dem Auto ist Conegliano der Bezugsort, von dem man in etwa zehn Minuten zum Dorf hinauffährt. Der bequemste Bahnhof ist Conegliano, mit San Pietro di Feletto auch durch eine Buslinie verbunden.
Praktische Reiseführer für Treviso
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Pieve von San Pietro di Feletto?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Die Pieve von San Pietro di Feletto è affollata?
Die Pieve von San Pietro di Feletto è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Pieve von San Pietro di Feletto?
Die Pieve von San Pietro di Feletto si trova in San Pietro di Feletto, Venetien, Italien.
Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Conegliano ~7 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Belluno BLX ~26 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.