Sierra de Gredos: Trekking zur Gletscherlagune am Fuße des Almanzor
In Kastilien und León, ein paar Autostunden von Madrid entfernt, birgt der Circo de Gredos eine Gletscherlagune und Herden von Steinböcken. Obwohl der Hauptstadt sehr nah, bleibt er ein Berg der Stille, fern der sommerlichen Warteschlangen der bekannteren Ziele.
Foto: Miguel303xm (CC BY 3.0) — Wikimedia Commons
Es hat etwas Überraschendes zu denken, dass ein paar Autostunden von Madrid ein Granitamphitheater mit einer Gletscherlagune existiert, Steinböcke auf den Hängen weiden und Sternennächte ohne ein Licht ringsum. Die Sierra de Gredos, im Herzen Kastiliens und Leóns, ist genau das: eine strenge und stille Bergkette, die die Bewohner der Hauptstadt dem Namen nach kennen, aber die nur wenige wirklich zu Fuß begehen. Die Menge bleibt unten, in den Thermaldörfern und Picknickzonen, während das Hochgebirge denen gehört, die Lust auf den Aufstieg haben.
Die klassische Route
Die klassische Route startet an der Plataforma de Gredos, dem Parkplatz, den man erreicht, wenn man das Tal des Tormes hinauffährt. Von dort durchquert der Weg das Plateau von Prado de las Pozas und steigt sanft bis zum Pass Barrerones an, von dem sich zum ersten Mal der Blick auf den großen Gletscherkessel öffnet. Man steigt dann hinab zur Laguna Grande de Gredos, dem dunklen Wasserspiegel, der unter den Felswänden eingebettet ist, mit der Elola-Hütte an seinen Ufern. Hier schlagen viele ihr Lager auf oder machen Halt für die Nacht, denn die Lagune bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, wenn die Tagesbusse abgefahren sind, schenkt den intensivsten Moment der gesamten Route.
Zum Almanzor
Wer weiter vordringen möchte, steuert den Pico Almanzor an, den höchsten Gipfel des spanischen Zentralsystems, der wie eine Nadel den Kessel überragt. Der Schlussanstieg ist ein leicht alpines, aber exponiertes Terrain, das nur mit Erfahrung und bei guten Bedingungen angegangen werden sollte; für die meisten Wanderer bleibt das Ziel die Lagune und die umliegenden Aussichtspässe, was schon lohnend genug ist. Entlang der gesamten Route ist es häufig, die Ibex-Ziege, den iberischen Steinbock, zu beobachten, der sich hier perfekt an die menschliche Präsenz gewöhnt hat und sich aus nächster Nähe beobachten lässt.
Schwierigkeit der Route
Was den Aufwand angeht, ist der Weg zur Laguna Grande eine lange Wanderung ohne technische Schwierigkeiten, mit einem Höhenunterschied, der sich im letzten Abschnitt bemerkbar macht, aber jedem zugänglich ist, der regelmäßig wandert. Der Weg ist gut markiert. Wählt man hingegen die komplette Durchquerung des Kessels oder den Aufstieg zum Almanzor, wächst das Niveau erheblich und man braucht Trittsicherheit auf Fels. Es empfiehlt sich, früh aufzubrechen, sowohl wegen des Lichts als auch um den Nachmittagsgewittern zu entgehen, die in der Höhe plötzlich auftreten können.
Anreise
Zur Anreise ist das Auto die bequemste Lösung: Man erreicht das Dorf Hoyos del Espino und von dort die Straße, die zur Plataforma führt. Ohne eigenes Fahrzeug ist der Zugang komplizierter, denn die öffentlichen Verkehrsmittel bedienen die Täler, aber nicht den Ausgangspunkt der Wanderwege. Es empfiehlt sich, eine Nacht in den Dörfern des Tormes-Tals zu übernachten, wo die Gastfreundschaft einfach und authentisch ist, um früh morgens auf dem Weg zu sein.
Wann hinfahren
Die besten Monate sind der späte Frühling und der frühe Herbst. Mai und Juni bieten noch grüne Wiesen, volle Wasserläufe und manchmal noch Schneefelder in den höchsten Rinnen, während der September klare Luft und stille Tage schenkt. Gerade indem man diese Zeiten wählt und den Kern von Juli und August meidet, wenn auch Gredos seine überfüllten Tage hat, findet man den Berg in seiner einsamsten Version. An Werktagen außerhalb der Saison kann man stundenlang wandern und nur sehr wenigen Menschen begegnen.
Ein praktischer Tipp: In der Höhe findet man kein garantiert trinkbares Wasser außer den Bächen, daher empfiehlt es sich, gut versorgt aufzubrechen und auch warme Schichten mitzunehmen, selbst wenn es unten heiß ist, denn der Wind am Kessel verändert alles. Und wenn Sie können, übernachten Sie in der Nähe der Lagune oder brechen Sie im Morgengrauen auf: In diesen leeren Stunden, wenn der Granit in Rosa erstrahlt und die Steinböcke zum Trinken herabsteigen, zeigt die Sierra de Gredos, warum die Reise sich lohnt.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Sierra de Gredos?
Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Sierra de Gredos?
Sierra de Gredos si trova in Spanien, Kastilien und León.