Alpe della Luna: Trekking zwischen Sansepolcro und den Quellen des Tiber
Das Naturschutzgebiet Alpe della Luna in der oberen Valtiberina, oberhalb von Sansepolcro, ist eine bewaldete Kammkette zwischen Toskana, Umbrien und den Marken, nahe den Quellen des Tiber am nahen Monte Fumaiolo. Dichte Wälder und fast keine Besucher, denn sie liegt abseits der Kunststädte des Tals.
Foto: Alessandro.puleri (Public domain) — Wikimedia Commons
Die obere Valtiberina ist berühmt für Sansepolcro, die Heimat von Piero della Francesca, und für die Kunststädte rund um Arezzo. Fast niemand hebt den Blick zu den Bergen, die das Tal im Osten abschließen, dort, wo die Toskana auf die Marken und Umbrien trifft. Dort oben erstreckt sich das Naturschutzgebiet Alpe della Luna, ein langer, mit dichten Wäldern bedeckter Bergrücken mit einem beschwörenden Namen und einer fast alpinen Kulisse, trotz der bescheidenen Höhe. Es bleibt leer, weil man in die Valtiberina wegen der Museen und Piazzen kommt, nicht wegen der Wälder, und weil das Reservat ohne große touristische Infrastruktur ist: keine Aufstiegsanlagen, keine Menschenmengen, nur Wege.
Das Naturschutzgebiet
Der Ausgangspunkt ist Sansepolcro, von dem aus man in die am Fuß der Berge liegenden Dörfer aufsteigt. Das wilde Herz des Reservats ist der vom Monte dei Frati beherrschte Bergkamm, der Hauptgipfel, und die Buchenwälder der Massa Trabaria, wo die Wälder dicht und schattig werden. Ein symbolträchtiger Ort ist die Ripa della Luna, eine große, sichelförmige Felswand an der Nordflanke des Monte dei Frati, die aus dem Wald hervortritt und einen der wenigen offenen Aussichtspunkte über die Waldweite bietet. Das Reservat wird von markierten Wegen durchzogen, die von den toskanischen und markesischen Hängen hinaufführen und oft alten Übergängen zwischen den beiden Regionen folgen, und die Umgebung ist so intakt, dass hier Wildtiere, Raubvögel und eine große Vielfalt an Bäumen zurückkehren.
Die Quellen des Tiber
Wenige Kilometer entfernt, bereits auf romagnolischem Gebiet am Monte Fumaiolo, entspringen die Quellen des Tiber, des Flusses, der von hier bis nach Rom hinabfließt: ein kleiner Steinpfeiler markiert den genauen Punkt, an dem das Wasser hervorquillt, und es ist ein einfaches und reizvolles Ziel, das man mit einem Trekking im Reservat verbinden kann. Dieser gesamte Streifen des Apenninkamms ist ein Mosaik aus Quellen, Buchenwäldern und alten Grenzen, an denen der Tiber und andere Bäche entspringen. Hier zu wandern bedeutet, auf der Wasserscheide zwischen tyrrhenischer und adriatischer Seite zu stehen, in einer Übergangslandschaft, die zu keiner der aneinandergrenzenden Regionen ganz gehört.
Für die Anreise empfiehlt sich das Auto. Sansepolcro erreicht man über die E45, die Schnellstraße, die Cesena mit Perugia verbindet und die ganze Valtiberina durchquert, sowie über eine lokale Bahnlinie; von dort steigt man auf Nebenstraßen zu den Dörfern am Fuß des Reservats hinauf. Die Wege beginnen an den Hängen und werden nur zu Fuß begangen: Die öffentlichen Verkehrsmittel erreichen die Ausgangspunkte der Wege nicht, daher benötigt man ein eigenes Fahrzeug, um sich zu nähern. Die Bergstraßen sind schmal und wenig befahren, und einige Endabschnitte sind geschottert: Es empfiehlt sich, die Bedingungen vor dem Aufstieg zu prüfen, besonders nach Regenfällen.
Wann gehen
Die empfohlenen Monate sind Juni, September und Oktober. Zu Sommerbeginn sind die Wälder frisch und die Bäche noch lebendig; doch vor allem der Herbst gibt sein Bestes, wenn die Buchenwälder in Gelb und Rot erstrahlen und die Luft klar und still wird. Vor allem der Oktober schenkt außergewöhnliche Farben und eine große Stille. Diese Perioden meiden sowohl die Hitze von Juli und August in der Ebene als auch den Winter, wenn in der Höhe Schnee und Nebel eintreffen und die Kammwege schwierig werden. In jeder Jahreszeit gehört das Reservat jedoch zu den einsamsten des toskanisch-romagnolischen Apennins: Es ist selten, jemandem zu begegnen.
Praktische Hinweise
Ein praktischer Tipp: Nehmen Sie eine gute Wanderkarte oder einen GPS-Track mit, denn im dichten Wald der Alpe della Luna verliert man leicht die Orientierung, und die Beschilderung ist nicht immer dicht. Brechen Sie mit ausreichend Wasser auf, denn entlang der Kammwege sind Quellen nicht garantiert, und kalkulieren Sie die Rückkehrzeiten mit Reserve: Unter den Buchenwäldern schwindet das Licht früher als erwartet. Verbinden Sie den Tag im Naturschutzgebiet mit einem Stopp in Sansepolcro, um die Werke von Piero della Francesca zu bewundern: Der Kontrast zwischen dem wilden Wald und dem Meisterwerk der Renaissance gehört zu den schönsten, die die Valtiberina zu bieten hat.
Praktische Reiseführer für Arezzo
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Alpe della Luna?
Il periodo consigliato è Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Alpe della Luna?
Alpe della Luna si trova in Alta Valtiberina, Toskana, Italien.