Wenig besuchte griechische Inseln: wo das Meer authentisch bleibt
Sifnos, Amorgos, Tilos, Karpathos und weitere kaum besuchte griechische Inseln, wo das Meer echt bleibt — dazu das griechische Festland für alle, die Stille suchen.
Wenn man von griechischen Inseln spricht, denkt man an Santorini und Mykonos. Doch der hellenische Archipel zählt über zweihundert bewohnte Inseln, und ein paar Fährüberfahrten mehr genügen, um freie Strände auch im August, Tavernen mit fairen Preisen und Dörfer zu finden, die nicht nur von Kurzzeitvermietungen leben. Hier eine durchdachte Karte der wenig besuchten griechischen Inseln, geordnet nach Archipel, mit einem konkreten Grund für jede und einigen Ideen, wie sich die Reise aufs Festland ausdehnen lässt.
Die Kykladen
Auf den Kykladen sind die jüngeren Schwestern der Stars oft die schönsten. Sifnos ist das Ziel der Feinschmecker: es beherbergt eines der ernsthaftesten kulinarischen Festivals der Kykladen, und seine Hauptstadt Apollonia bleibt ein Labyrinth aus weißem Kalk ohne das abendliche Gedränge von Oia. Amorgos belohnt, wer wandert, mit markierten Pfaden, die das an einer senkrechten Felswand über dem Meer hängende Kloster Hozoviotissa mit den Buchten des Nordens verbinden. Folegandros setzt alles auf seine über der Steilküste schwebende Chora, die nur zu Fuß erreichbar ist. Tinos, zwei Stunden von Athen entfernt und zwischen Mykonos und Syros gelegen, ist noch immer Reich der Griechen selbst: Steindörfer, venezianische Taubenhäuser und die Doppelbucht von Kolymbithra. Und wer echten Raum sucht, findet auf Naxos unendliche Strände neben einem landwirtschaftlichen Hinterland, wo der Tourismus die Felder nicht ausgelöscht hat.
Der Dodekanes
Der Dodekanes fügt eine orientalische Seele hinzu. Symi, wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt, empfängt mit dem Hafen von Gialos und seinen neoklassischen Pastellhäusern: elegant, aber niemals laut. Karpathos ist die Antwort für alle, die Postkartenpanoramen lieben, aber das Gedränge nicht ertragen — vor allem in Olympos, dem trutzigen Bergdorf, wo noch ein archaischer Dialekt gesprochen wird. Weiter draußen lebt Tilos vom Trekking, mittelalterlichen Burgen und verlassenen Dörfern zum Erkunden, während Kasos, die südlichste und windigste, zu den wenigen Inseln zählt, die außerhalb jeder touristischen Route liegen — geprägt von Meereshöhlen und einer Nischen-Küche.
Die nördliche Ägäis
In der nördlichen Ägäis nimmt die Intensität weiter ab. Limnos überrascht mit echten Sanddünen — eine absolute Seltenheit in Griechenland —, riesigen fast immer leeren Stränden und einem venezianischen Kastell oberhalb von Myrina. Ikaria, eine der fünf „Blauen Zonen" des Planeten, wo man über hundert Jahre alt wird, hat den Massentourismus bewusst abgelehnt: flexible Öffnungszeiten, natürliche Thermalquellen in Therma und die Panighiria, nächtliche Dorffeste mit Wein und Tanz, die mehr wert sind als jeder Beach Club.
Ein methodischer Rat: Auch die „kleineren" Inseln füllen sich im August, dem Ferienmonat auch für die Griechen. Die besten Monate bleiben Juni und September, wenn das Klima ideal ist, die Fähren fahren und die Strände wieder atmen. Prüfen Sie stets die Routen, denn nicht alle verkehren täglich.
Das griechische Festland
Wer die Idee vom ruhigen Urlaub noch weiter treiben will: das griechische Festland ist die am wenigsten begangene Grenze überhaupt und lässt sich gut mit den Inseln kombinieren, da alles über den Hafen von Piräus läuft. Auch Athen selbst verbirgt stille Winkel zwei Schritte von den überfüllten Denkmälern entfernt: das älteste Haus der Stadt hinter einer Mauer in Plaka, das Konaki der Benizelos; das Kloster Kaisariani am bewaldeten Hang des Hymettos; der archäologische Park, in dem sich einst die Akademie Platons befand; und der Ardittos-Hügel, ein ignorierter Aussichtspunkt oberhalb des Panathinaiko-Stadions. Perfekte Stationen für den Tag vor oder nach der Fähre.
Weiter in den Peloponnes hinein bietet Monemvasia die Erfahrung, die dem Gefühl einer Insel auf dem Festland am nächsten kommt: eine byzantinische Steinstadt, geduckt auf einem Felsen, der nur durch eine einzige Brücke mit der Küste verbunden ist. Weiter südlich, im Mani, erzählen die Steintürme von Vathia von einem rauen, clan-geprägten Griechenland, während im arkadischen Landesinneren Dimitsana mit seinen alten Wassermühlen über den Schluchten hängt. Auf der anderen Seite bewahrt Nafpaktos einen lehrbuchhaften venezianischen Hafen, der selten in den Reiseprogrammen auftaucht. Und wer Berge liebt, findet in Epirus die Vikos-Schlucht, einen der tiefsten Canyons der Welt, und die steinernen Brücken des Zagori.
Das authentische Griechenland gibt es also noch: es verlangt nur ein paar Fähren mehr und die Wahl des richtigen Monats.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wenig besuchte griechische Inseln?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Wenig besuchte griechische Inseln?
Wenig besuchte griechische Inseln si trova in Italien.