Von Mantua nach Lucca, Apenninabschnitt Reggio Emilia und Parma, Italien

Die Via Matildica del Volto Santo im Apennin von Reggio

Zwischen Mantua und Lucca durchquert die Via Matildica die Länder Mathildes von Canossa mit Burgen, Pieven und Apenninkämmen. Der Abschnitt in Reggio Emilia und Parma bleibt im Vergleich zu den toskanischen Wegen wenig begangen, ideal für alle, die Stille und Geschichte suchen.

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Foto: Paolo da Reggio (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons

Die Via Matildica del Volto Santo verbindet Mantua über den Apennin mit Lucca, und obwohl sie Orte von großer historischer Bedeutung miteinander verknüpft, bleibt sie ein Nischenweg. Der Ruhm der toskanischen Wege, allen voran der Via Francigena, hat diese Route in den Schatten gestellt, obwohl sie die Lehen Mathildes von Canossa durchquert, einer der mächtigsten Figuren des europäischen Mittelalters. Wer heute hier wandert, hat Dörfer, Pieven und Höhenkämme für sich, die anderswo längst überlaufen wären.

Das Land Canossas

Das Herz dieses Weges liegt im Reggianischen. Von Reggio Emilia zielt die Route in die Hügel und steigt langsam entlang des Enza-Tals und der umliegenden Höhen an. Eine unumgängliche Etappe ist Canossa, wo die Ruinen der berühmten Burg über den Calanchi thronen: Ort der Demütigung Kaiser Heinrichs IV. vor dem Papst im Jahr 1077, eine der bekanntesten Episoden des Konflikts zwischen Reich und Kirche. Nicht weit entfernt liegt die Burg von Rossena mit ihrem Turm und die gesamte Landschaft aus Felsen und Sandstein, die diesen Abschnitt unverwechselbar macht.

Die romanischen Pieven

Weiter geht es an den romanischen Pieven vorbei, die den Apennin von Reggio prägen. Es sind schlichte, robuste Kirchen, zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert erbaut, oft einsam in Höhensiedlungen. Die Pieve di Toano, die Pieve di Campiliola und weitere religiöse Zeugnisse erzählen von dem dichten Netz an Kultstätten, das diese Berge zur Zeit Mathildes organisierte. Auf dem Weg passiert man Ortschaften wie Carpineti, ebenfalls von einer matildischen Burg beherrscht, wo die Gräfin Hof hielt und Reichstage abhielt.

Beim Aufstieg zur Apenninwasserscheide verändert sich die Landschaft: Die Calanchi weichen Kastanien- und Buchenwäldern, Kammwiesen und Steindörfern. Der Pass in die Garfagnana und in die Lucchesia markiert den Übergang vom emilianischen zum toskanischen Hang, von dort steigt der Weg nach Lucca ab, wo das Volto Santo bewahrt wird, das hölzerne Kruzifix, das dem gesamten Weg seinen Namen gibt und schon im Mittelalter Ziel von Pilgern war.

Der apenninische Abschnitt von Reggio Emilia und Parma wird zu Fuß entlang der Beschilderung des Weges begangen, mit Etappen, die Dörfer und Pieven verbinden. Es ist keine Hochgebirgsroute, verlangt aber trainierte Beine wegen der stetigen Auf- und Abstiege des Apennins. Es empfiehlt sich, sich im Voraus über Etappenorte und Unterkünfte zu informieren, denn auf einigen Höhenabschnitten sind die Dienstleistungen rar: Das gehört zum Reiz, muss aber einkalkuliert werden.

Anreise

Die Anreise ist bequem: Reggio Emilia liegt an der Bahnstrecke und Autobahn Via Emilia und ist auch mit dem Hochgeschwindigkeitszug gut angebunden. Von hier fahren lokale Busse in die Hügel- und Apennindörfer, praktisch für alle, die nur einzelne Etappen gehen wollen. Wer mehr Zeit hat, kann von Reggio aus loswandern und stufenweise zum Kamm aufsteigen und so den allmählichen Übergang von der Ebene ins Gebirge erleben.

Beste Reisezeit

Die ideale Zeit ist der späte Frühling oder der Herbst. Der Mai bietet blühende Wiesen, noch grüne Calanchi und milde Temperaturen für den Aufstieg; September und Oktober schenken die Farben des Laubs auf den Buchen- und Kastanienwäldern, klare Luft und ein tiefstehendes Licht, das die Felsen von Canossa hervorhebt. Es sind Monate, in denen der Apennin schon still ist, weit weg vom Sommertourismus der bekannteren Orte, und die Dörfer wieder in einen langsamen, echten Rhythmus zurückfinden. Der Sommer kann in den Hügeln schwül sein, während der Winter die Kämme kalt macht und die Infrastruktur weiter reduziert.

Ein praktischer Tipp: Widme Canossa und Rossena am selben Tag einen langen Aufenthalt, am besten am Nachmittag, wenn das warme Licht die Calanchi in Farbe taucht und die Reisebusse schon abgefahren sind. Nimm Wasser und etwas zu essen auf den Kammetappen mit, denn zwischen den Dörfern kann es passieren, dass gerade außerhalb der Saison nichts geöffnet ist.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Die Via Matildica del Volto Santo im Apennin von Reggio?

Il periodo consigliato è Mai, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Die Via Matildica del Volto Santo im Apennin von Reggio?

Die Via Matildica del Volto Santo im Apennin von Reggio si trova in Von Mantua nach Lucca, Apenninabschnitt Reggio Emilia und Parma, Italien.

Adatto a: Maggio Settembre Ottobre

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