Italien

Overtourism: was es ist, die Ursachen und die Zahlen des Massentourismus

Was Overtourism ist, welche Ursachen ihn befeuern und die realen Daten (UN Tourism, ISTAT) zum Massentourismus, mit möglichen Alternativen.

Foto di Italien — Overtourism: was es ist, die Ursachen und die Zahlen des Massentourismus

Overtourism ist der Zustand, in dem die Zahl der Besucher, die sich in einer bestimmten Zeit an einem Ort konzentriert, dessen Aufnahmefähigkeit übersteigt, ohne dass Einwohner, Umwelt und die Qualität des Reiseerlebnisses selbst darunter leiden. Der Begriff, seit etwa 2017 verbreitet, beschreibt nicht einfach "viele Menschen": Er beschreibt ein Ungleichgewicht. Eine Stadt kann Millionen von Besuchern empfangen und funktionieren, oder wenige Tausend an einem Wochenende konzentriert und kollabieren. Das Problem ist fast immer nicht das Wie viel, sondern das Wo und das Wann.

Die Zahlen

Die Zahlen helfen, das Ausmaß des Phänomens einzuordnen. Laut UN Tourism (der UN-Agentur für Tourismus, ehemals UNWTO) haben die internationalen Touristenankünfte 2024 die Marke von 1,4 Milliarden erreicht, 11 % mehr als 2023 und fast 99 % des Vor-Pandemie-Niveaus, mit internationalen Einnahmen von rund 1,6 Billionen Dollar. Italien hat laut ISTAT-Daten 2024 mit 458,4 Millionen Übernachtungen (+2,5 %) einen neuen Rekord verzeichnet und ist damit zum zweitwichtigsten Land der Europäischen Union nach Spanien und vor Frankreich geworden. Ein Wachstum, das für sich genommen eine wirtschaftlich gute Nachricht ist: Der Punkt ist, wie es sich verteilt.

Die Ursachen

Die Ursachen des Overtourism sind bekannt und verstärken sich gegenseitig. Die erste ist der günstige Transport: Billigflüge und die Ausweitung der Kreuzfahrtindustrie haben es preiswert gemacht, zuvor teure oder abgelegene Ziele zu erreichen. Die zweite ist die Revolution der Kurzzeitmieten: Plattformen wie Airbnb haben das Wohnungsangebot in den historischen Zentren erhöht, jedoch Häuser den Bewohnern entzogen und die Mieten in die Höhe getrieben. Die dritte ist die zeitliche und räumliche Konzentration: Alle wollen dieselben Orte (denselben Platz, denselben Ausblick) in denselben Monaten, oft im Sommer. Die vierte sind die sozialen Medien: Eine Handvoll viraler Bilder lenkt Millionen von Menschen auf wenige Punkte und verwandelt einen Aussichtspunkt in eine Warteschlange.

Die Folgen

Die Folgen werden sichtbar, wenn der Tourismus aufhört, saisonal zu sein, und wird, wie viele Einwohner sagen, "365 Tage im Jahr". Venedig ist der symbolische Fall: 2019 zählte die Lagunenstadt rund 30 Millionen Besucher, fast das Fünfzigfache ihrer Bevölkerung. Um die Tagestouristen einzudämmen, führte sie 2024 einen versuchsweisen Eintrittsbeitrag von 5 Euro für Tagesbesucher ein (195.000 Tickets in den ersten 11 Tagen verkauft), dann für Last-Minute-Buchungen auf 10 Euro verdoppelt und 2025 von 29 auf 54 Tage ausgeweitet, mit Verbot für Gruppen von mehr als 25 Personen. In Barcelona, das rund 12 Millionen Besucher im Jahr empfängt, sind im Juli 2024 rund 3.000 Menschen mit Spielzeugpistolen durch die Straßen gezogen und haben Touristen mit Wasser bespritzt, unter dem Ruf "tourist go home" und "ein Tourist mehr, ein Einwohner weniger". Auf den Kanaren haben über 10 Millionen ausländische Besucher pro Jahr das Wohnproblem eskalieren lassen, wobei Einwohner beklagen, sie könnten dort, wo sie geboren sind, keine Wohnung mehr mieten. Die Folgen sind zusammengefasst drei: Druck auf den Wohnungsmarkt und Entvölkerung der Zentren, Abnutzung des Kulturerbes und der öffentlichen Dienste, und Verlust des Sinns für den Ort, der zur Kulisse wird.

Wie umverteilen

Die Antwort auf Overtourism ist nicht, aufzuhören zu reisen, sondern umzuverteilen. Das bedeutet, weniger gesättigte Ziele, weniger überfüllte Zeiten und langsamere Rhythmen zu wählen. Auf diesem Blog ist das der rote Faden jedes Reiseführers. Statt sich am Markusplatz zu drängen, lohnt es sich zum Beispiel, den Nordosten auf dem Wasser ohne Overtourism kennenzulernen, oder die anderen Städte und Dörfer am Wasser fernab des Gedränges. Für Ligurien lassen sich statt der fünf meistfotografierten Dörfer bunte ligurische Dörfer ohne Gedränge bevorzugen; für Spanien ein weniger überfülltes Barcelona und Spanien oder mediterrane spanische Städte ohne Gedränge und Chaos.

Dasselbe gilt für die großen italienischen Attraktionen: Man kann den Schlangen der Uffizien in Firenze, des Kolosseums in Roma und des Trevi-Brunnens entkommen oder von der Costa Smeralda zum authentischeren Meer Sardiniens und von Positano zu den Alternativen der Amalfiküste wechseln. Auch im Ausland trägt die Logik: das antike Griechenland ohne die Menge auf der Akropolis oder die archäologischen Stätten des Südens statt Pompeji. Zwei Gewohnheiten schließlich ändern alles: in der Nebensaison zu reisen, wenn die Zahlen sinken, und ein paar praktischen Regeln zur Vermeidung von Overtourism zu folgen. Die Zahlen zu verstehen, dient genau dazu: nicht die Reisenden zu beschuldigen, sondern so zu reisen, dass der Ort und seine Bewohner weiterexistieren können.

Praktische Führer für Amalfi

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Overtourism?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Overtourism?

Overtourism si trova in Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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