Italien

Wanderwege und Fußreisen: sanfter Tourismus auf den Pfaden Italiens und Europas

Wanderwege und Fußreisen: der Leitfaden zum sanften Tourismus auf den Pfaden Italiens und Europas, von der Via Francigena bis zu den Felsenheiligtümern.

Foto di copertina — Wanderwege und Fußreisen: sanfter Tourismus auf den Pfaden Italiens und Europas

Zu Fuß gehen verändert die Art, wie man ein Reiseziel misst. Die **Wanderwege zu Fuß** verwandeln die Reise in eine Übung in **sanftem Tourismus**: In Italien und in Europa gibt es Routen von hunderten Kilometern, aber auch Einzeletappen von wenigen Stunden, die es erlauben, mit der Mühe der Beine statt mit dem Motor an einer Abtei oder einem Heiligtum anzukommen. Dieser Leitfaden reiht die großen realen Wanderwege und die Ziele auf, für die sich der Aufstieg lohnt, denn oft versteht man den Sinn eines Ortes erst nach der letzten Serpentine.

Die Via Francigena

Der Ausgangspunkt für alle, die in Italien leben, ist die **Via Francigena**. Der italienische Abschnitt, vom Pass des Großen St. Bernhard bis Rom, misst etwa tausend Kilometer, aufgeteilt in 45 Etappen, rekonstruiert nach dem Tagebuch des Erzbischofs Sigerich, der im Jahr 990 die Rasten seiner Rückkehr von Rom nach Canterbury notierte. Man muss sie nicht ganz gehen: Man kann einzelne Abschnitte in der Toskana oder in der Tuscia Laziale in wenigen Tagen zurücklegen. Entlang ihrer Trassen und Varianten begegnet man Orten, die einen Umweg verdienen, wie der Zisterzienserabtei von San Galgano, ohne Dach und mit ihrem Schwert im Fels, eines der wiedererkennbarsten Bilder der inneren Toskana.

Der Jakobsweg

Wer nach Europa schaut, denkt sofort an den **Jakobsweg**. Der Camino Francés, von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela, umfasst etwa 780 Kilometer, aber das Netz ist viel weiter. Die Via Podiensis (der französische Weg GR65) beginnt in Le Puy-en-Velay und führt nach spektakulären Etappen auf dem Plateau der Aubrac hinab zum Dorf Conques: Seine Abteikirche Sainte-Foy ist eine der beliebtesten romanischen Stationen der Pilgerfahrt, und dort zu Fuß von oben anzukommen bleibt ein anderes Erlebnis als die Anreise mit dem Auto.

In Italien hat sich neben der Francigena ein dichtes Netz von **italienischen Wanderwegen** gefestigt. Die Via di Francesco und der Cammino di Assisi durchqueren Umbrien und die Valnerina: Entlang dieser Wege erreicht man Juwele wie die langobardische Abtei von San Pietro in Valle in Ferentillo, tief in den Wäldern. Der Cammino di San Benedetto vereint Norcia, Subiaco und Montecassino auf etwa 300 Kilometern. Weiter nördlich führt der Cammino di San Romedio im Val di Non zur Einsiedelei San Romedio, an einen Felszahn geklammert mit ihren übereinander geschichteten Kapellen: ein Finale, das den Höhenunterschied entlohnt.

Das Schöne an den Wanderwegen ist, dass man kein Langstreckenpilger sein muss. Viele der eindrucksvollsten Ziele erobert man an einem einzigen Wandertag. In der Lombardei erreicht man die romanische Abtei von San Pietro al Monte über Civate nur zu Fuß, mit einem Anstieg, der Teil des Besuchs wird. Ebenfalls am Lago Maggiore blickt die Einsiedelei Santa Caterina del Sasso senkrecht auf das Wasser und wird über eine lange Felstreppe erreicht. Im Piemont beherrscht die Sacra di San Michele das Val di Susa: Den Scalone dei Morti hinaufzusteigen gibt das Maß dessen, was es bedeutet, sich ein Panorama zu verdienen.

Heiligtümer und Einsiedeleien

Heiligtümer und Einsiedeleien sind seit jeher ein natürliches Ziel der Fußreise. In Ligurien erreicht man das Heiligtum La Guardia am Monte Figogna über stille Bergkämme über Genua; an der Küste des Portofino-Berglands hat die Abtei von San Fruttuoso keine Straßen und ist nur über den Weg oder vom Meer aus erreichbar. In den Abruzzen ist die Einsiedelei San Bartolomeo in Legio in eine Wand der Majella gehauen, entlang der Wege der antiken Büßer. Im Molise erinnern die Einsiedelei Sant'Egidio und die Tratturen des Matese an eine andere Form langsamer Mobilität, jene der Transhumanz.

Nicht jedes Wandern hat ein gebautes Ziel: Manchmal ist der Wald selbst die Ankunft. In den Casentinesi-Wäldern ist das integrale Reservat von Sasso Fratino mit seinen jahrhundertealten Buchen das Herz eines Gebiets, das der Cammino di Assisi durchquert und das nahe La Verna liegt. Und für Träumer in großem Stil verbindet der Sentiero Italia CAI das ganze Land, Inseln inbegriffen, über Tausende Kilometer nach Belieben verbindbarer Etappen.

Praktische Tipps

Einige praktische Ratschläge. Die besten Jahreszeiten sind Frühling und Herbst, wenn die Hitze die Anstiege nicht bestraft und die Hütten und Herbergen geöffnet sind; im Sommer lohnt sich die Höhe. Man rechnet im Schnitt mit 20 Kilometern pro Tag, bereits eingelaufenen Schuhen, Wasser und einer Pilgercredential, wenn man den Stempel der Etappen möchte. Die Regel des sanften Tourismus bleibt eine: die Etappenherbergen in überfüllten Zeiten im Voraus buchen und Raum für Abstecher lassen, denn oft ist die stärkste Erinnerung nicht das Ziel, sondern die steinerne Kirche, der man auf halbem Weg begegnet ist.

Praktische Reiseführer für Assisi

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Wanderwege und Fußreisen?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Wanderwege und Fußreisen?

Wanderwege und Fußreisen si trova in Italien.

Anfahrt

  • ✈️ Nächster Flughafen: CdV Ali Venete ~30 km Luftlinie

Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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