Statt der Cinque Terre: bunte ligurische Dörfer ohne den Trubel
Statt der Cinque Terre: Camogli, San Fruttuoso, Triora, Albenga und Genua, bunte ligurische Orte ohne den Trubel.
Die Cinque Terre sind Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden: über vier Millionen Besucher im Jahr, überfüllte Züge und rationierte Wanderwege – so sehr, dass die Gemeinden ab 2026 Obergrenzen für Gruppen und Parkverbote in den Gassen testen werden. Wer eine Alternative zu den Cinque Terre sucht, die die pastellfarbenen Häuser am Meer bewahrt, findet die gute Nachricht: Ligurien ist voll davon – oft nur wenige Zugminuten von den fünf meistfotografierten Orten entfernt und mit einem Bruchteil des Andrangs.
Der Levante
Ein natürlicher Ausgangspunkt ist der Levante. Camogli, dreißig Zugminuten von Genua entfernt, hat dieselbe Skyline aus hohen, bemalten Fassaden, die man in Vernazza sucht, bleibt aber ein echter Fischerhafen mit Läden für die Einwohner, nicht nur für Durchreisende. Vom selben Artikel gelangt man auch nach Boccadasse, dem ehemaligen Fischerdorf, das die Stadt aufgesogen hat, perfekt für ein Eis am Felsen, ohne in einen überfüllten Regionalzug zu steigen.
San Fruttuoso
Von Camogli beginnt auch der schönste Weg der gesamten Riviera: zweieinhalb Stunden zwischen Pinien und Olivenbäumen zur Abtei von San Fruttuoso, einer Benediktinerabtei, eingebettet in eine Bucht, die keine Straße erreicht. Man kommt nur zu Fuß oder per Boot hin – ein natürlicher Filter gegen die Überfüllung. Praktischer Trick: Steige zu Fuß hinab und kehre per Boot zurück, so vermeidest du den letzten Anstieg. Die Abtei, betreut vom FAI, birgt die Gräber der Doria und einen Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert mit Blick auf die Bucht.
Wer für Wanderungen in die Cinque Terre fährt, kann seine Trekkings ins Genueser Hinterland verlegen. Die Pfade des Monte Figogna steigen zwischen Bergkämmen bis zum Heiligtum La Guardia hinauf, mit Panoramen vom Apennin bis zum Meer; und der Aufstieg zu Fuß zur Guardia ist eine kleine Pilgerfahrt, die den Sinn für langsames Gehen zurückgibt, den der Sentiero Azzurro heute kaum noch vermittelt.
Genua
Für die Dosis Altstadt schlägt Genua jedes Postkartendorf: Seine Caruggi bilden das ausgedehnteste mittelalterliche Labyrinth Europas. Beginne bei den Giardini Luzzati, dem wiedergefundenen Platz-Agora über römischen und mittelalterlichen Ruinen, heute das Herz einer Stadt, die das ganze Jahr über lebt und nicht nur in den Monaten der Selfies.
Weiter westlich bietet Albenga eine Altstadt aus mittelalterlichen Türmen und ein frühchristliches Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert: dieselbe farbliche Intensität der Gassen, kein Anstehen. Es ist der ideale Ausgangspunkt, um eine Küste zu erkunden – die Küsten von Savona und Imperia –, die der internationale Tourismus fast ignoriert.
Und wenn dir die Idee eines Bergdorfes gefällt, du aber die Atmosphäre völlig ändern willst, dann steige ins obere Argentina-Tal nach Triora, dem „Hexendorf": sehr hohe Steinhäuser, extrem enge, gegen die Kälte gebaute Gassen, ein Museum, das den Prozessen des 16. Jahrhunderts gewidmet ist, und ein traditionelles Brot, das allein die Reise wert ist. Es ist das ligurische Hochland, kühl auch mitten im Sommer.
Außerhalb des Katalogs dieser Seite, aber im gleichen Geist, lohnt es sich, noch ein paar Namen zu notieren: Tellaro und Montemarcello am Golf der Dichter, Framura mit seinem Rad- und Wanderweg auf der alten Bahntrasse, Sestri Levante mit der Baia del Silenzio und Bonassola, zwanzig Zugminuten von La Spezia entfernt, mit Strand und keinem Gedränge.
Praktische Tipps
Ein paar praktische Tipps. Die Küstenbahn ist das Rückgrat ganz Liguriens: schnell, panoramisch und ebenso engmaschig wie die der Cinque Terre, führt dich aber dorthin, wo die anderen nicht aussteigen. Für das Hinterland, von Triora bis Figogna, braucht es Bus oder Auto. Und noch ein letzter Punkt zum Kalender: Auch diese Dörfer füllen sich zu Ferragosto, plane also im Mai, Juni oder September–Oktober, wenn das Meer noch gut ist und die Züge Luft holen. Die Daten für 2025 zeigen, dass sich der Strom bereits in Richtung Tigullio und der Täler umverteilt: Wer dem zuvorkommt, findet sie noch echt.
Praktische Reiseführer für La Spezia
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Statt der Cinque Terre?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Statt der Cinque Terre?
Statt der Cinque Terre si trova in Italien.
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