Statt Kolosseum: die antiken Stätten Roms und Latiums ohne Warteschlangen
Eine Alternative zum Kolosseum in Roma: Foren, Amphitheater, etruskische Nekropolen und Krypten in Latium, die man ohne Schlange und Gedränge besuchen kann.
Foto: simada2009 (CC BY 4.0) — Flickr
Vor dem Kolosseum überschreitet die Warteschlange am Ticketschalter in der Hauptsaison oft die Stunde, und der Besuch verläuft Schulter an Schulter. Und doch wiederholt sich dieselbe Antike, die das Flavische Amphitheater berühmt gemacht hat, fast unversehrt an Dutzenden von Orten in wenigen Schritten oder einer Autostunde von Roma. Dies ist ein konkreter Führer zu einer Alternative zum Kolosseum: antike Stätten in Roma und Latium, wo man zwischen echten Ruinen wandelt, ohne überfüllte Drehkreuze.
In der Altstadt
Beginnen wir in der Altstadt, wo die Archäologie zwischen den Palästen ans Licht kommt. Die Area Sacra di Largo Argentina, wo die vier republikanischen Tempel den Sockel der Curia des Pompeius umgeben, in der Cäsar ermordet wurde, ist seit Juni 2023 über einen erhöhten Steg zu besichtigen: Eintritt 7 Euro, alle 20 Minuten kontingentiert, nie Schlangen vergleichbar mit dem Forum. Wenige Schritte entfernt bewahrt unter der Piazza Navona das Stadion des Domitian die Arena, in der die griechischen Athleten liefen. Und in den Kaiserforen ist die Überraschung die Loggia der Ritter von Rhodos mit Blick auf das Augustusforum: ein mittelalterlicher Balkon, von dem aus man die Säulen des Tempels des Mars Ultor ohne jede Menschenseele betrachtet.
Ebenfalls im Herzen Roms lebt die Antike neben der Renaissance in Ecken, die von den Touristenbussen ignoriert werden. Da ist der Passetto del Biscione, der Portikus, der die Kurve des antiken Pompejustheaters durchschneidet und noch dessen Profil bewahrt, und nicht weit davon der Bramante-Kreuzgang neben Santa Maria della Pace, dem ersten römischen Werk des Architekten. Für die berühmteste perspektivische Illusion der Stadt ohne Wartezeiten gehen Sie in die Galerie des Palazzo Spada, wo Borromini eine Kolonnade errichtet hat, die dreißig Meter lang zu sein scheint und in Wirklichkeit neun misst. Und wenn Sie nur Schönheit abseits der Routen suchen, ist das Viertel Coppedè zwischen Via Veneto und den Parioli ein Liberty-Labyrinth, das fast kein klassischer Reiseplan enthält.
Außerhalb von Roma
Für die Antike im großen Maßstab lohnt es sich jedoch, Roma zu verlassen. Ostia Antica ist die wahre Alternative zum Kolosseum: eine ganze römische Hafenstadt mit Theater, Thermen, Tavernen und Mosaiken, in der man stundenlang fast allein spaziert, in einer halben Stunde mit dem Zug von Porta San Paolo erreichbar. In Tivoli breitet die Villa Adriana auf 120 Hektar die Ruinen der Residenz des Kaisers Hadrian aus, mit dem Canopus und den Thermen: UNESCO-Welterbe und doch nie so überlaufen wie das Zentrum von Roma. Für Gladiatorenfans lohnt sich ein Besuch des Ludus Magnus, der Kaserne, in der die Kämpfer des Kolosseums trainierten, gratis von der Straße aus sichtbar, mehr als das Gedränge in der Arena selbst.
Das etruskische Latium
Das etruskische Latium ist das überraschendste und leerste Kapitel. In der Tuscia reiht die Felsennekropole von Norchia die in den Tuffstein gehauenen Würfelgräber entlang eines bewaldeten Canyons in der Nähe von Vetralla auf: eine monumentale Stätte, an der man oft niemandem begegnet. Auch die bekannteren Nekropolen von Cerveteri und Tarquinia, ebenfalls UNESCO-Welterbe, mit den Grabhügeln und den bemalten Kammern, sind weit weniger besucht als die Monumente im Zentrum Roms. Ebenfalls in der Tuscia ist das römische Amphitheater von Sutri vollständig in den Fels gehauen, und nicht weit entfernt bewahren die Reste von Ferento ein noch stehendes römisches Theater.
Die Antike Latiums verschmilzt dann mit dem Mittelalter an Orten, die die Reise verdienen. In Anagni ist die Krypta der Kathedrale vollständig freskiert und wird die "Sixtinische Kapelle des Mittelalters" genannt: Man besichtigt sie in Ruhe, ohne das Gedränge der Vatikanischen Museen. In Tuscania beherbergt die Kirche Santa Maria Maggiore ein großes gemaltes Jüngstes Gericht neben einer der reinsten romanischen Basiliken der Region. Und wer auch ein Dorf sucht: Celleno Vecchia ist ein Tuffsteindorf, das durch Erdrutsche entleert und heute als Freilichtmuseum zwischen dem Orsini-Schloss und den Calanchi wiedereröffnet wurde.
Praktische Tipps
Einige praktische Ratschläge, um wirklich Warteschlangen zu vermeiden. Die kleineren Stätten der Altstadt (Largo Argentina, Stadion des Domitian, Augustus-Mausoleum, nach der Restaurierung wieder geöffnet und nach Voranmeldung für 5 Euro besuchbar) arbeiten mit kontingentierten Zutritten: Wer eine Uhrzeit reserviert, wartet nicht. Für Ostia, die Villa Adriana und die etruskischen Nekropolen wählen Sie den frühen Morgen oder späten Nachmittag und vor allem die Schultermonate: April, Mai, September und Oktober bieten gutes Licht, erträgliche Temperaturen zwischen den Freiluft-Ruinen und einen Bruchteil der Sommerbesucher. Die Regel ist einfach: Ein paar Kilometer, oder ein paar Meter unter die Erde, genügen, um die Antike ohne die Menge wiederzufinden.
Praktische Reiseführer für Todi
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Statt Kolosseum?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Statt Kolosseum?
Statt Kolosseum si trova in Italien.