Anreise nach Procida: Fähren, Tragflächenboote und alles Wissenswerte
Procida ist ausschließlich vom Meer aus erreichbar: Erfahren Sie, wie Sie von Neapel und Pozzuoli aus mit Fähren und Tragflächenbooten anreisen, welche Reedereien es gibt, was die Tickets kosten und wie Sie sich nach der Ankunft auf der Insel fortbewegen.
Foto: DIANA.GRYGAROVA (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Eine Insel, die man nur über das Meer erreicht
Procida ist die kleinste der Inseln im Golf von Neapel, mit gerade einmal 4 km² Fläche und knapp 10.000 Einwohnern. Es gibt keine Flughäfen, keine Brücken, keine Untermeertunnel. Der einzige Weg dorthin ist das Meer, und dieser Umstand ist keine hinzunehmende Einschränkung: Er ist integraler Bestandteil des Reizes der Insel. Der Moment, in dem man den Hafen von Neapel oder Pozzuoli verlässt und Procida mit ihren farbigen Häusern, die sich im Wasser spiegeln, langsam näher kommen sieht, ist bereits Teil der Reise.
Grundsätzlich stehen zwei Optionen für die Seeanreise offen: die Fähre, langsamer, aber günstiger und geeignet für Reisende mit sperrigem Gepäck oder Fahrrädern, und das Tragflächenboot, schneller, aber etwas teurer und bei schlechtem Wetter anfälliger für Absagen. Die drei wichtigsten Reedereien sind Caremar, SNAV und Medmar, mit je nach Saison und Abfahrtshafen unterschiedlichen Frequenzen.
Auf der Insel selbst ist das Auto praktisch überflüssig. Procida ist so klein, dass man sie in weniger als einer Stunde zu Fuß durchquert, und der Sommerverkehr kann die inneren Straßen für Fahrzeugmitbringer chaotisch machen. Die Einheimischen selbst raten Besuchern, den Wagen auf dem Festland zu lassen.
Mit dem Flugzeug
Der Referenzflughafen ist der internationale Flughafen Neapel Capodichino (NAP), rund 7 km vom Zentrum Neapels entfernt. Von hier aus starten Direktflüge aus zahlreichen italienischen und europäischen Städten, mit häufigen Verbindungen aus Rom, Mailand, London, Paris, Barcelona, Amsterdam und vielen anderen Zielen. In der Hochsaison lassen sich zu wettbewerbsfähigen Preisen Low-Cost-Flüge finden, vor allem mit EasyJet, Ryanair und Vueling.
Vom Flughafen Neapel zum Hafen stehen verschiedene Lösungen zur Wahl. Der Alibus ist der offizielle Shuttle, der Capodichino in rund 30 bis 40 Minuten (je nach Verkehr) mit dem Hafen Molo Beverello verbindet, mit einem Zwischenhalt am Hauptbahnhof Piazza Garibaldi. Das Ticket kostet rund 5 Euro und die Abfahrten sind häufig, alle 20 bis 30 Minuten. Alternativ kostet ein Taxi vom Flughafen zum Hafen Molo Beverello zwischen 20 und 25 Euro mit dem von der Stadtverwaltung Neapels für die Flughafenstrecken vorgesehenen Festpreis; man vergewissere sich vorab, dass der Fahrer den Festpreis und nicht den Taxameter anwendet. Für Gruppen mit reichlich Gepäck bleibt das Taxi die bequemste Lösung, wenn auch etwas teurer.
Es ist auch möglich, den Hafen von anderen Flughäfen Süditaliens aus zu erreichen, doch Capodichino bleibt bei weitem die praktischste Wahl für alle, die Procida als Endziel haben.
Mit dem Zug
Neapel ist einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte Italiens, mit Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Rom (rund 1 Stunde mit Frecciarossa), Mailand (rund 3 Stunden), Florenz (rund 1 Stunde 40 Minuten) und viele weitere Städte. Der Hauptbahnhof ist Napoli Centrale an der Piazza Garibaldi.
Vom Bahnhof Napoli Centrale zum Hafen Molo Beverello, von dem der Großteil der Tragflächenboote und Fähren nach Procida abfährt, sind rund 3 km zurückzulegen. Man kann die Metrolinie 1 bis Toledo oder Municipio nehmen (Haltestellen 10 bis 15 Gehminuten vom Hafen entfernt) oder ein Taxi bzw. einen Bus wählen. Alternativ wird der Bahnhof Napoli Piazza Garibaldi auch von Bussen bedient, die zur Calata Porta di Massa führen, einem weiteren Einschiffungsort für Procida, rund 1,5 km vom Bahnhof entfernt.
Wer aus Rom kommt, kann auch die Option Italo oder Frecciabianca prüfen, mit häufig sehr günstigen Tarifen bei rechtzeitiger Buchung. Für Reisende aus Norditalien kann der Nachtzug Intercity Notte eine kostengünstige Lösung sein, die es erlaubt, während der Fahrt zu schlafen und frühmorgens in Neapel anzukommen, rechtzeitig für eines der ersten Tragflächenboote des Tages.
Erwähnenswert: Von Neapel aus lässt sich auch Pozzuoli mit dem Zug erreichen, mit der Cumana ab Montesanto, die in rund 30 Minuten nach Pozzuoli fährt. Von Pozzuoli aus verkehren Caremar-Fähren nach Procida in rund 30 Minuten, zu leicht günstigeren Tarifen als bei den Abfahrten aus Neapel. Wer aus Rom oder dem Norden kommt und sparen möchte, findet in der Kombination Zug bis Neapel, Cumana bis Pozzuoli und Fähre nach Procida die günstigste Variante.
Mit dem Auto
Wer mit dem eigenen Auto anreist, folgt üblicherweise der Autobahn A1 (Mailand-Neapel) oder A3 (Neapel-Salerno) bis zur Anschlussstelle Neapel, um anschließend ins Stadtzentrum oder direkt nach Pozzuoli zu fahren. Die Fahrzeiten aus Rom betragen unter normalen Bedingungen rund 2 Stunden 30 Minuten, aus Mailand rund 8 Stunden, aus Florenz rund 4 Stunden.
Die wichtigste Empfehlung lautet: Nehmen Sie das Auto nicht mit nach Procida. Die Insel ist klein, der Sommerverkehr intensiv, und die Fahrzeugbeförderung auf der Fähre erhöht die Ticketkosten spürbar (von 15 bis 30 Euro allein für das Fahrzeug, je nach Größe und Saison). Viel besser: Wagen auf dem Festland lassen und die Insel zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
Wer aus dem Norden oder Osten mit dem Auto anreist, findet die praktischste Lösung in einem Parkplatz in Pozzuoli, wo mehrere bewachte Parkplätze in Hafennähe mit Tarifen um 10 bis 15 Euro pro Tag zur Verfügung stehen. Von dort nimmt man die Caremar-Fähre nach Procida in rund 30 Minuten. Alternativ gibt es im Zentrum von Neapel kostenpflichtige Parkplätze in der Nähe der Einschiffungshäfen, allerdings zu höheren Preisen als in Pozzuoli.
Wer unbedingt das Fahrrad mitnehmen möchte, findet auf der Insel dagegen ideale Bedingungen zum Radeln: Die Fähre transportiert Räder gegen eine sehr geringe Gebühr (in der Regel 1 bis 2 Euro Aufschlag auf das reguläre Ticket), und die inneren Straßen sind trotz ihrer Enge gut befahrbar.
Mit dem Bus
Neapel ist mit den wichtigsten italienischen Städten auch über Fernbusse verbunden, betrieben von Gesellschaften wie FlixBus, Marino Autolinee und Miccolis. Die häufigsten Ankunftsterminals in Neapel sind der Hauptbahnhof Piazza Garibaldi und die Tangenziale Est. Von diesen Punkten erreicht man den Hafen mit den lokalen öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Taxi.
Für Reisende aus benachbarten europäischen Ländern gibt es auch internationale Busse nach Neapel, wobei für lange Distanzen Flugzeug oder Zug die bequemeren Optionen bleiben.
In Neapel lässt sich der Hafen Molo Beverello oder Calata Porta di Massa mit dem ANM-Bus R2 erreichen, der die Piazza Garibaldi in rund 20 bis 25 Minuten mit den Häfen verbindet. Alternativ ist die Metrolinie 1 mit Haltestelle Municipio rund 10 Gehminuten von Molo Beverello entfernt.
Fähre und Tragflächenboot: alles Wissenswerte
Das Herzstück der Reise nach Procida ist naturgemäß die Überfahrt. Vom Molo Beverello in Neapel starten die SNAV-Tragflächenboote in der Hochsaison mit einer Frequenz von rund 4 bis 6 Verbindungen pro Tag; die Überfahrt dauert rund 40 Minuten und das Ticket kostet rund 20 bis 22 Euro. Von Calata Porta di Massa, wenige Gehminuten von Beverello entfernt, verkehren Caremar- und Medmar-Fähren mit höherer Frequenz (bis zu 8 bis 10 Verbindungen pro Tag); die Überfahrt dauert rund 1 Stunde und das Ticket kostet zwischen 12 und 15 Euro.
Von Pozzuoli aus benötigt die Caremar-Fähre rund 30 Minuten und kostet rund 10 bis 12 Euro. Die Verbindungen sind häufig, vor allem in den Sommermonaten.
Es empfiehlt sich stets, die aktualisierten Fahrpläne auf den offiziellen Websites der Reedereien vor der Abreise zu prüfen, da die Frequenzen zwischen Neben- und Hochsaison stark schwanken. Im Sommer, insbesondere an den Wochenenden im Juli und August, können sich die Fähren rasch füllen: Es lohnt sich, mindestens 30 bis 45 Minuten vor Abfahrt am Hafen zu sein.
Fortbewegung vor Ort
Sobald man am Hafen von Procida (Marina Grande) angelegt hat, wird sofort spürbar, wie überschaubar die Insel ist. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind in 20 bis 30 Minuten zu Fuß erreichbar, und das Zufußgehen bleibt die beste Art, die farbigen Gassen, die Aufstiege nach Terra Murata und die versteckten Buchten zu entdecken.
Wer öffentliche Verkehrsmittel bevorzugt, findet zwei Buslinien der ANM: L1 und L2, die die Insel in Längsrichtung mit Halten an den wichtigsten Punkten abdecken. Das Ticket kostet rund 1,50 Euro, und die Verbindungen sind tagsüber recht häufig. Aktualisierte Fahrpläne sind an den Haltestellen und online einsehbar.
Eine sehr beliebte Alternative ist der Verleih von Motorrollern oder Motorrädern; mehrere Agenturen am Hafen bieten Tarife ab rund 25 bis 35 Euro pro Tag. Es ist die ideale Lösung für alle, die die Insel unabhängig von Busfahrplänen frei erkunden möchten. Es gibt auch Elektrofahrradverleihe, perfekt für die anspruchsvolleren Anstiege.
Für Fahrten zwischen den Marinas lässt sich auch der Water Taxi nutzen – kleine Privatboote, die die wichtigsten Strände und Buchten zu direkt mit dem Bootsführer vereinbarten Tarifen verbinden.
Procida eignet sich hervorragend für die langsame Erkundung. Sobald man Übernachten in Procida und Was man in zwei Tagen in Procida sehen kann geplant hat, wird klar, dass die Insel keine komplizierte Logistik verlangt: Man geht, man hält an, man isst – vielleicht den Tipps in Essen in Procida folgend – und kehrt zurück, um aufs Meer zu schauen.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Anreise nach Procida?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Anreise nach Procida è affollata?
Anreise nach Procida è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Anreise nach Procida?
Anreise nach Procida si trova in Procida, Kampanien, Italien.
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