Hochebene von Asiago: langsam durch die Contrade
Die Hochebene der Sieben Gemeinden, außerhalb der Skisaison, kehrt zur Stille und Ursprünglichkeit zurück: Almen, zimbrische Weiler und Festungen des Ersten Weltkriegs. Eine langsame Reiseroute abseits des winterlichen Trubels.
Foto: John W. Schulze from Tejas (CC BY 2.0) — Wikimedia Commons
Die Hochebene von Asiago ist vor allem für den Schnee und den Käse bekannt, doch es gibt eine andere Seite dieser Hochebene, die nur wenige suchen: jene der Monate ohne Ski, wenn die Pisten wieder Wiesen sind, die Almen arbeiten und die Contrade in eine alte Stille zurückkehren. Außerhalb der Wintersaison zeigen die Sieben Gemeinden ihre ursprünglichste Seele, bestehend aus Weiden, Wäldern, Grenzgeschichte und der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Wer diese Monate wählt, entgeht der Menschenmenge und entdeckt die wahre Hochebene.
Contrade und Almen
Das Herzstück der Reiseroute sind die Contrade und die Almen. Die Hochebene ist übersät mit kleinen Weilern verstreuter Häuser, den Contrade, einem Erbe der alten zimbrischen Bevölkerung, die eine germanische Sprache sprach und ihre Spuren in den Ortsnamen und der lokalen Kultur hinterlassen hat. Steigt man von den Dörfern zu den hochgelegenen Weiden hinauf, trifft man auf die Almen, wo im Sommer und Herbst der berühmte Asiago-Käse hergestellt wird und wo man frisch gemachte Milch, Butter und Käse probieren kann. Von Alm zu Alm zu wandern, zwischen Wiesen und Fichtenwäldern, ist die beste Art, das langsame Wesen dieses Gebiets zu erleben.
Die Orte des Ersten Weltkriegs
Die Geschichte des Ersten Weltkriegs ist allgegenwärtig. Die Hochebene war Schauplatz härtester Schlachten, und tiefe Spuren sind geblieben. Das Militärgebeinhaus von Asiago mit seinem großen Monument, das die Überreste tausender Gefallener birgt, ist der eindrucksvollste Erinnerungsort. Am Monte Cengio verläuft die suggestive, in den Fels gehauene Straße, der Salto del Granatiere, wo 1916 erbittert gekämpft wurde. Auf der Cima Ortigara, dem symbolträchtigen Berg des Opfers der Alpini, bleiben Schützengräben, Stollen und Gedenksteine: hinaufzusteigen ist ein starkes Erlebnis, zwischen hochalpiner Natur und Erinnerung.
Himmelsliebhaber kennen auch das Astrophysikalische Observatorium von Asiago auf dem Hügel von Pennar und auf der Cima Ekar, eines der bedeutendsten Italiens, ein Zeichen dafür, dass die Hochebene noch dunkle und klare Himmel bietet. Wer gern wandert, findet ein dichtes Netz von Wegen, das Almen, Gipfel und Contrade verbindet, mit Routen für jedes Bein, von Spaziergängen zwischen den Weiden bis zu anspruchsvolleren Aufstiegen zu den Gipfeln des Ersten Weltkriegs.
Anreise
Die Anreise verlangt den Aufstieg zur Hochebene aus der Ebene bei Vicenza. Von Vicenza und aus dem Valdastico führt die Straße hinauf nach Asiago, dem Hauptort der Sieben Gemeinden. Es gibt keine direkte Bahnverbindung bis auf die Hochebene: der Zug erreicht die Orte in der Ebene, danach geht es mit Bus oder Auto weiter. Oben lohnt es sich, in Ruhe zwischen den Dörfern zu wechseln und dann das Fahrzeug stehenzulassen, um die Contrade und Almen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, auf den stillen Straßen und markierten Wegen.
Wann hinfahren
Die beste Zeit ist der Hochsommer in den höheren Lagen und vor allem der Herbst. Der Juni bringt blühende Wiesen und arbeitende Almen; September und Oktober schenken klare Luft, Wälder, die sich in Gelb und Gold färben, und noch lichte Tage, perfekt für Wanderungen zu den Gipfeln. In diesen Monaten ist die Hochebene frei vom winterlichen Trubel und dem des Hochsommers, und an Wochentagen wandert man oft in Einsamkeit. Der Winter verwandelt alles in ein überlaufenes Skigebiet, während das Land außerhalb der Saison zu einem langsamen Rhythmus zurückkehrt, ganz nach dem Geschmack derer, die Ruhe suchen.
Ein praktischer Tipp: plane mindestens einen ganzen Tag ausschließlich für die Orte des Ersten Weltkriegs ein, mit der Wahl zwischen Ortigara, Monte Cengio und dem Gebeinhaus, denn sie verdienen Zeit und Aufmerksamkeit und sollten nicht auf eine schnelle Etappe reduziert werden. Nimm auch im Sommer Kleidung im Zwiebelprinzip mit: in der Höhe fällt die Temperatur rasch, und der herbstliche Morgen kann bissig sein. Und wenn du an einer geöffneten Alm vorbeikommst, halte an und probiere: das ist die ehrlichste Art, die Hochebene kennenzulernen.
Praktische Reiseführer für Vicenza
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Hochebene von Asiago?
Il periodo consigliato è Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Hochebene von Asiago?
Hochebene von Asiago si trova in Hochebene der Sieben Gemeinden, Vicenza, Italien.