Tiscali, das nuragische Dorf im Inneren eines Berges
Auf dem Supramonte, in einer Doline, die durch den Einsturz des Berges entstand, ist das nuragische Dorf Tiscali nur zu Fuß erreichbar.
Foto: Salvatore (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Orte, die man erst sieht, wenn man in ihnen steht. Tiscali gehört zu ihnen. Das nuragische Dorf liegt nicht auf einem Gipfel oder an einer Küste, sondern verborgen in einer Doline, einer riesigen Öffnung, die durch den Einsturz des Kalksteindachs des Monte Tiscali entstand, im Herzen des Supramonte zwischen Oliena und Dorgali. Jahrhundertelang blieb es für alle, die unten vorbeigingen, unsichtbar, geschützt durch den Fels und die Schwierigkeit, dorthin zu gelangen.
Man erreicht es nur zu Fuß. Es gibt keine Straße, die hinaufführt: Vom Valle di Lanaittu schlägt man einen steilen und unebenen Pfad ein, einst von Kohlebrennern begangen, der etwa anderthalb Stunden zwischen Steineichen und Wacholder ansteigt. Es ist ein Weg, der Beine und Aufmerksamkeit verlangt, aber gerade diese Mühe hält den Andrang fern. Wenn der Pfad schließlich den Rand der Doline überquert, öffnet sich das Dorf plötzlich unter dir – eine Wirkung, die jeden Schritt wert ist.
Innerhalb der Doline, im Schatten der Wände, bleiben die Reste der Trockensteinhütten, einige rund, andere eher eckig. Man erkennt verschiedene Bauphasen, Zeichen einer langen Nutzung. Das Licht filtert von oben und wandert im Laufe des Tages, mal eine Wand, mal den Boden der Senke beleuchtend. Es gibt keine auffälligen Zäune oder sperrigen Schilder: Der Eintritt wird bar bei einem Guide bezahlt, der die Stätte betreut, denn dort oben ist das Handynetz unsicher und es gibt keine Geldautomaten.
Tiscali ist das Gegenteil von schnellem Tourismus. Hier kommt man nicht mit dem Auto an, macht ein Foto und fährt wieder: Man muss sich den Ort verdienen, ihn mit dem Körper kennenlernen. Deshalb bleibt es ein Ziel für wenige, obwohl es nur wenige Kilometer Luftlinie von der berühmteren Gorropu-Schlucht entfernt ist.
Man sollte gute Schuhe, ausreichend Wasser und die kühleren Stunden wählen und den Hochsommer meiden. Frühling und Herbst schenken die richtigen Temperaturen und ein weiches Licht. Wer eine stille Alternative zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Sardiniens sucht, findet hier alten Stein, wilde Natur und das seltene Vergnügen eines Ortes, der sich noch versteckt.
Anreise
Tiscali erreicht man nur zu Fuß, mit einem anspruchsvollen Trekking von etwa zwei Stunden durch den Supramonte: Die Pfade beginnen im Valle di Lanaittu (Gemeindegebiet Oliena) oder an der Scala di Surtana (Richtung Dorgali). Mit dem Auto erreicht man die Parkplätze, an denen die Pfade beginnen, von der Provinzialstraße Oliena-Dorgali; öffentliche Verkehrsmittel gibt es bis zu den Einstiegen nicht, daher ist das Auto nötig, und es empfiehlt sich, einen Guide zu engagieren. Die nächsten Flughäfen sind Olbia und Cagliari.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Tiscali?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Tiscali è affollata?
Tiscali è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Tiscali?
Tiscali si trova in Dorgali, Sardinien, Italien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Nuoro ~17 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Olbia-Costa Smeralda OLB ~73 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.