Asinara: wo die weißen Pferde frei durch ein ehemaliges Hochsicherheitsgefängnis laufen
Einst Strafkolonie und dann Hochsicherheitsgefängnis für Terroristen und Mafiabosse, ist Asinara heute ein Nationalpark, den man nur mit geführter Exkursion besuchen kann: ein Ort von seltener Kraft.
Foto: asibiri (CC BY-SA 2.0) — Wikimedia Commons
Asinara erreicht man nicht wie eine gewöhnliche Insel. Man fährt nicht mit einer Linienfähre, setzt sich nicht in eine Hafenbar, bucht sich kein Zimmer. Bis 1997 gehörte sie zu den strengsten Strafanstalten Italiens – hier wurden während der Notstände der 90er Jahre Totò Riina und andere Bosse der Cosa Nostra inhaftiert – und heute, als Nationalpark, bewahrt sie noch immer jene abgehobene Qualität, jenseits der Welt, die manche Orte annehmen, wenn sie Geheimnisse gehütet haben.
Die weißen Pferde und die wilde Fauna
Das überraschendste Element von Asinara sind die Pferde. Klein, weiß oder fast weiß – eine lokale Varietät der einheimischen sardischen Rasse – weiden sie frei auf der ganzen Insel, gemeinsam mit Wildschweinen, Mufflons, Eseln (denen die Insel ihren Namen verdankt) und einer in den letzten Jahren wiederangesiedelten Kolonie Gänsegeier. Das Fehlen dauerhafter menschlicher Siedlungen nach der Schließung des Gefängnisses hat die Insel in ein natürliches Laboratorium verwandelt: Die Vegetation ist zurückgekehrt, die Meeresböden zählen zu den artenreichsten des westlichen Mittelmeers, und der Eleonorenfalke brütet an den nördlichen Felswänden.
Die Gefängnisbauten und die Geschichte
Die Insel wurde 1885 als landwirtschaftliche Strafkolonie eingerichtet und blieb über ein Jahrhundert lang Gefängnis. Die Bauten – die Zellen, die Wachbüros, die landwirtschaftlichen Gebäude – stehen noch immer, und einige wurden als touristische Empfangsstellen wiederhergerichtet. Sie mit einem autorisierten Führer zu besichtigen, ist ein befremdliches Erlebnis: die Schönheit der Landschaft und die Härte der Geschichte überlagern sich auf eine Weise, die emotional schwer zu verarbeiten ist.
Wie man die Insel besucht
Der Zugang wird von der Parkverwaltung geregelt: Man muss eine geführte Exkursion buchen, die von Porto Torres oder Stintino aus startet (zwanzig- bis dreißigminütige Überfahrt). Die organisierten Touren mit Geländewagen, Boot oder Fahrrad kosten je nach Typ zwischen 30 und 60 Euro pro Person. Übernachten auf der Insel ist nur in einer mit dem Park kooperierenden Unterkunft möglich, die zudem nur in bestimmten Zeiträumen geöffnet ist. Die beste Saison sind der Frühling (April–Mai) und der frühe Herbst: Das Klima ist mild, die Vegetation üppig, und die sommerlichen Touristengruppen sind fern. Es ist einer der besonderen und am wenigsten bekannten Orte ganz Italiens.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Asinara?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Asinara è affollata?
Asinara è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Asinara?
Asinara si trova in Asinara, Sassari, Sardinien, Italien.
Anfahrt
- ✈️ Nächster Flughafen: Aviosuperficie di Platamona ~35 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.