Gravel-Rundtour im Matese zwischen Molise und Kampanien
Zwischen Molise und Kampanien ist das Matese-Massiv ein wilder und fast unbekannter Kalk-Apennin: Karstseen, Dolinen und Hochweidewege, auf denen der Gravel-Reifen still dahinrollt, fernab überlaufener Ziele.
Foto: Antonio Raspa (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Der Matese ist eines jener Gebirge, das fast niemand kennt, so eingezwängt zwischen der Aufmerksamkeit, die anderswo hingeht. Und doch ist er ein imposantes Kalkmassiv, das Molise und Kampanien teilen, gespickt mit Karstphänomenen: Dolinen, Schlucklöcher, Hochebenen und Seen, die dort erscheinen, wo man sie nicht erwartet. Für alle, die auf Schotterwegen radeln, ist er ein kleines, noch unversehrtes Paradies aus Weiden, Kühen und wildlebenden Pferden sowie kaum Verkehr.
Die Strecke
Der natürliche Bezugspunkt ist der Matese-See, das höchste Karstbecken Italiens, eingebettet in eine Mulde zwischen den Gipfeln Miletto und Gallinola. Um diese Wasserfläche entwickelt sich die Rundstrecke: Hirtenwege und Schotterpisten, die entlang der Hochebenen zwischen Trockenmauern und Sennhütten verlaufen. Auf der kampanischen Seite sind San Gregorio Matese und Castello del Matese die Basisorte, von denen aus man zu den Hochebenen aufsteigt; auf der molisanischen Seite orientiert man sich an Campitello Matese, Bojano und den Dörfern des Isernia-Matese wie Roccamandolfi mit seiner Burg, die über tiefen Tälern thront.
Die beiden anderen Seen, der Gallo-See und der Letino-See auf der kampanischen Seite, vervollständigen das Wasserbild und bieten unerwartete Ausblicke für ein so raues Gebirge. Zwischen den beiden Ufern durchquert man grasbewachsene Hochebenen wie den Campo Rotondo und die Weidegründe, in denen die Transhumanz ihre Spuren hinterlassen hat. Es ist eine Landschaft, die in Farben und Weite fast nordisch wirkt und doch mitten im südlichen Apennin liegt.
Das Terrain
Das Terrain ist anspruchsvoll, das muss man ehrlich sagen: Es handelt sich um ein echtes Gebirge mit langen Anstiegen, um die Hochebenen zu erreichen, und mit einem Untergrund, der zwischen Asphalt-Nebenstraßen, festem Schotter und den zerklüfteteren, steinigeren Passagen wechselt, wie sie für Kalkstein typisch sind. Es ist eine Strecke für robuste Gravel-Bikes oder Mountainbikes, mit guter Beinkondition: Die Höhenunterschiede sind erheblich, und die Höhenlage macht sich bemerkbar. Das ist keine Sonntagstour für Freizeitradler, aber wer Erfahrung hat, wird mit einer fast völligen Einsamkeit belohnt.
Um dorthin zu gelangen, empfiehlt sich die Anfahrt mit dem Auto zu einem der Vorgebirgsorte wie Bojano oder Piedimonte Matese, um von dort aus aufzusteigen. Der öffentliche Verkehr ist spärlich und das Gebirge schlecht angebunden, weshalb Eigenständigkeit unerlässlich ist. In der Höhe verschwinden die Dienstleistungen fast völlig: Die Dörfer, in denen man sich mit Wasser und Essen versorgen kann, liegen am Rand des Massivs, während man auf den Hochebenen nichts findet. Fahre mit voller Ausrüstung los, studiere im Voraus, wo Brunnen und die wenigen Hütten sind, und bedenke, dass sich das Wetter im Gebirge auch im Sommer schnell ändert.
Wann fahren
Die beste Zeit reicht vom späten Frühling bis zum Frühherbst. Im Mai und Juni sind die Hochebenen grün und blühend, das Wasser in den Seen steht hoch und die Herden kehren auf die Weiden zurück; der September schenkt klares Licht und ideale Temperaturen zum Radfahren in der Höhe. Im Sommer bleibt der Matese eine der wenigen kühlen Zonen des Südens, aber dann kommen auch etwas mehr Wanderer in die Nähe des Sees: Es reicht, sich ein wenig auf den Schotterwegen zu entfernen, um die Leere wiederzufinden. Der Winter schließt alles unter Schnee, und Campitello wird zu einem kleinen Skigebiet.
Praktische Tipps
Ein praktischer Rat: Nimm reichlich Wasser mit und ein System, um es zu filtern oder aufzufüllen, denn auf den Hochebenen sind die Entfernungen zwischen den Stützpunkten größer, als die Karte vermuten lässt, und die Anstrengung des Karstuntergrunds macht durstig. Und lass Puffer im Zeitplan: Hier fährt man nicht, um einen Schnitt zu erreichen, sondern um am Ufer eines Bergsees ohne eine Menschenseele in der Nähe anzuhalten.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Gravel-Rundtour im Matese zwischen Molise und Kampanien?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Gravel-Rundtour im Matese zwischen Molise und Kampanien?
Gravel-Rundtour im Matese zwischen Molise und Kampanien si trova in Matese-Massiv, Molise und Kampanien, Italien.