Irpinia, Kampanien, Italien

Radweg der stillgelegten Bahnlinie Avellino-Rocchetta im Irpinia

Entlang der stillgelegten Trasse der Bahnlinie Avellino-Rocchetta offenbart sich das innere Irpinia zwischen Aglianico-Weinbergen, vergessenen Brücken und ländlichen Dörfern. Ein Kampanien, das weit von der überfüllten Küste entfernt liegt und vom Tourismus kaum berührt wird.

Foto di Irpinia, Kampanien, Italien — Radweg der stillgelegten Bahnlinie Avellino-Rocchetta im Irpinia

Foto: FraColella02 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Wenn man an Kampanien denkt, kommen einem die Küste, die Inseln und die Warteschlangen in den Sinn. Das Irpinia ist das genaue Gegenteil: ein Hinterland aus Hügeln, Weinbergen und apenninischen Dörfern, das der Massentourismus fast völlig ignoriert. Und genau hier verläuft eine der schönsten Bahntrassen des Südens, die historische Linie Avellino-Rocchetta Sant'Antonio, die im 19. Jahrhundert geplant wurde und heute unter Liebhabern für ihre historischen Züge bekannt ist. Ihre Trasse, die Bahnhöfe und die Bauwerke erzählen eine langsame Reise in ein Kampanien, das nur wenige kennen.

Die Strecke

Die Route folgt ideell dem Verlauf der Bahnlinie durch das östliche Irpinia, zwischen den Orten des Ofanto-Tals und den Weinhügeln. Man berührt Dörfer wie Lapio, Taurasi und Mirabella Eclano, das Herz der Aglianico-Zone, aus der der große Rotwein Taurasi entsteht: Hier zeichnen die Rebzeilen die Hänge, und im Herbst färbt die Weinlese alles bunt. Taurasi bewahrt einen alten Ortskern rund um die Burg, während in Mirabella Eclano das römische Ausgrabungsgebiet von Aeclanum liegt, ein Abstecher, der sich lohnt.

Weiter nach Osten wird die Landschaft weiter und rauer, mit den Calanchi und den Lehmhügeln Richtung Calitri, einem Krippendorf, das sich mit seinem Ortskern und den alten, in den Tuff gegrabenen Grotten an den Hügel schmiegt. In dieser Gegend durchquert die Bahnlinie das Ofanto-Tal mit Brücken und Viadukten, die aus einer anderen Epoche zu stammen scheinen und heute in Stille gehüllt sind. Der ideale Endpunkt ist Rocchetta Sant'Antonio, bereits an der Grenze zu Apulien, wo einst die großen Bahnrouten des Südens zusammentrafen.

Wie man radelt

Eine Bahntrasse bedeutet sanfte Steigungen, und das ist der große Vorzug dieser Reise: Historische Bahnstrecken steigen und fallen allmählich, sodass der Höhenaufwand im Vergleich zum restlichen Apennin geringer ausfällt. Doch Vorsicht: Es handelt sich nicht um einen durchgehend asphaltierten Radweg. Die Strecke verläuft größtenteils auf Nebenstraßen, Schotterwegen und Abschnitten, die die alte Bahntrasse begleiten, mit gemischtem Untergrund. Man braucht ein Gravel- oder zumindest robustes Rad, und muss einkalkulieren, dass einige Abschnitte über verkehrsarme Landstraßen verbunden werden müssen. Es ist eine Route für alle, die eine Grundausdauer und Lust zum Entdecken mitbringen, eher als ein familientauglicher, geschützter Radweg.

Um dorthin zu gelangen, ist Avellino der Bezugspunkt, mit dem Auto erreichbar. Von dort fährt man zu den Startorten im Hinterland. Eine faszinierende Möglichkeit ist es, das Rad mit den historischen Zügen zu kombinieren, die an einigen Tagen die Linie befahren: Wer sich über die Fahrpläne informiert, kann manchmal das Fahrrad aufladen und einen Abschnitt auf der Schiene zurücklegen, um die Strecke zu unterteilen. Entlang des Weges bieten die Ortschaften Bars, Weinkeller und Trattorien, aber die Entfernungen zwischen den Dörfern können lang sein - es lohnt sich, die Pausen zu planen.

Wann hinfahren

Die ideale Zeit reicht vom Frühling bis in den späten Herbst. April und Mai schenken grüne Hügel und Blütenpracht; der Herbst bis in den Oktober hinein ist vielleicht der schönste Moment, mit der Aglianico-Weinlese, den warmen Farben der Weinberge und den Weinfesten in den Dörfern. Der Binnensommer kann in den Tälern heiß und schwül sein, während der Winter kalt und wenig geeignet ist. Menschenmassen wird man in keinem Fall finden: Selbst an den Weinlese-Wochenenden bleibt der Tourismus hier eine dezente Präsenz.

Praktische Tipps

Ein praktischer Tipp: Planen Sie die Reise um ein Weingut herum. Viele Aglianico-Betriebe empfangen Besucher nach Voranmeldung, und ein Halt am Etappenende mit einer Verkostung und vielleicht einer Übernachtung in einem Agriturismo zwischen den Reben verwandelt die Radtour in eine echte Erzählung des Territoriums. Kündigen Sie sich immer vorher an, denn hier wird die Erde bearbeitet, und die Gastfreundschaft ist authentisch, aber nicht improvisiert.

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Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Radweg der stillgelegten Bahnlinie Avellino-Rocchetta im Irpinia?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Radweg der stillgelegten Bahnlinie Avellino-Rocchetta im Irpinia?

Radweg der stillgelegten Bahnlinie Avellino-Rocchetta im Irpinia si trova in Irpinia, Kampanien, Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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