Die Via Silente mit dem Fahrrad: der Cilento ohne Auto und ohne Eile
Eine 600 km lange Rundtour durch den entlegensten Cilento, zwischen thronenden Bergdörfern, Schluchten und Küsten, wo Verkehr eine ferne Erinnerung ist.
Foto: Geofix (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Die Via Silente ist eine Radtouren-Rundstrecke von etwa 600 Kilometern, die durch den Nationalpark Cilento, Vallo di Diano und Alburni führt. Sie entstand aus der Idee, die abgelegensten Dörfer dieses Landstrichs mit einer für Fahrräder befahrbaren Straße zu verbinden, fern der Hauptverkehrsachsen und des Lärms. Der Name sagt alles: Hier ist die Stille keine Abwesenheit, sie ist eine ständige Präsenz.
Man startet in der Regel in Castelnuovo Cilento und fährt gegen den Uhrzeigersinn, zunächst ins Landesinnere hinauf, bevor es an die Küste hinabgeht. Die Etappen orientieren sich am Rhythmus des Gebiets: Man schläft in den Dörfern, isst in Trattorien, die öffnen, wann sie wollen, trinkt Wasser aus öffentlichen Brunnen. Es ist keine Strecke für Wettkämpfer – Anstiege gibt es, einige anstrengende, aber es geht nicht um Leistung. Es geht darum, ein Stück Italien zu durchqueren, das der motorisierte Tourismus vergessen hat.
Die ersten Tage führen ins Hinterland des Cilento, zwischen terrassierten Olivenhainen und Kastanienwäldern. Man durchquert Dörfer, deren Einwohner sich an einer Hand abzählen lassen: Laurino, Piaggine, Sacco. Die Straßen sind schmal und kaum befahren, der Belag manchmal unregelmäßig, aber immer befahrbar. Man steigt zum Monte Cervati auf, dem Dach Kampaniens, und fährt durch in Kalkstein gegrabene Schluchten ins Calore-Tal hinab.
Der Küstenabschnitt schenkt spektakuläre Passagen: Von Marina di Camerota bis Palinuro liegt das Meer unter dir, die Buchten nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar. Aber auch hier meidet die Via Silente die stark befahrene Küstenstraße und sucht Nebenstraßen, Schotterpisten, umgenutzte Saumpfade. Man radelt mit dem Meer im Blick und dem Duft der mediterranen Macchia in der Nase.
Der letzte Abschnitt führt wieder ins Landesinnere, vorbei an Vallo della Lucania und den Bergdörfern der östlichen Seite. Der Kreis schließt sich mit der Rückkehr nach Castelnuovo mit dem Gefühl, einen Miniatur-Kontinent durchquert zu haben: Berg, Hügel, Küste, Ebene, alles in wenigen Radtagen komprimiert.
Die beste Zeit ist der Frühling (April–Juni) oder der Herbst (September–Oktober), wenn die Hitze erträglich ist und die Dörfer nicht menschenleer sind. Im Sommer werden die Anstiege unerträglich und Wasser knapp. Man kann die Strecke in 8–15 Tagen fahren, je nach Tempo und Pausen. Es braucht keine schweren Packtaschen: Jeden Abend gibt es ein Bett, jeden Tag einen Krämerladen, wo man das Nötige kauft.
Die Via Silente ist nicht so engmaschig ausgeschildert wie die Radwege des Nordens, und das gehört zu ihrem Reiz. Man navigiert per GPS, fragt Einheimische, verirrt sich hin und wieder. Aber sich hier zu verirren bedeutet, ein weiteres Dorf zu finden, einen versteckten Brunnen, ein Panorama, das kein Reiseführer erzählt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Via Silente mit dem Fahrrad?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Die Via Silente mit dem Fahrrad è affollata?
Die Via Silente mit dem Fahrrad è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Via Silente mit dem Fahrrad?
Die Via Silente mit dem Fahrrad si trova in Cilento, Kampanien, Italien.